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Ausgleich für Lärmbelastung wird weitergezahlt

Städte und Gemeinden im Umfeld des Frankfurter Flughafens sollen auch künftig jährlich 4,5 Mio. Euro zum Ausgleich ihrer hohen Fluglärmbelastung erhalten.

Am Mittwochabend wurde der Gesetzentwurf zur Verlängerung des Regionallastenausgleichsgesetz um fünf Jahre in den Landtag eingebracht, wie Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir mitteilte: „Stark vom Fluglärm betroffene Kommunen stehen vor besonderen Herausforderungen und bedürfen besonderer Unterstützung für ihre nachhaltige Entwicklung“, sagte der Minister.  

Das 2017 in Kraft getretene und ursprünglich bis Ende 2021 befristete Regionallastenausgleichsgesetz stellt insgesamt 21 Kommunen feste jährliche Beträge für nachhaltige Entwicklung, Fluglärmschutz und zur Verbesserung der Lebensqualität ihrer Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Die Städte und Gemeinden können das Geld abrufen, um damit beispielsweise Maßnahmen zur Kinder- und Jugendbetreuung, zur Belüftung oder Klimatisierung öffentlicher Gebäude und zur Aufwertung von Freizeiteinrichtungen zu finanzieren. Seit 2017 sind 22,65 Mio. Euro ausgezahlt worden. 

Die Mittel stammen normalerweise aus den Dividenden der Anteile, die das Land am Flughafenbetreiber Fraport hält. Da die Dividende derzeit ausgesetzt ist, finanziert das Land die Zahlungen im kommenden Jahr aus dem Landeshaushalt. Verteilt werden sie nach einem festen Schlüssel, der sich an der jeweiligen Fluglärmbelastung und der Zahl der betroffenen Einwohnerinnen und Einwohner orientiert. 

„Es hat sich bewährt, dass wir den Kommunen größte Freiheit bei der Verwendung der Mittel gewähren. Denn sie wissen selbst am besten, wo das Geld den meisten Nutzen stiftet“, sagte Minister Al-Wazir. „Kitas, Schulen und Gemeindeeinrichtungen wurden saniert, Schallschutz wurde finanziert, gemeinnützige Projekte wurden ermöglicht. Mit der Verlängerung geben wir den beteiligten Städten und Gemeinden die Planungssicherheit, die sie brauchen.“

Anspruchsberechtigt sind 21 Kommunen im Rhein-Main-Gebiet. Der Umfang der jeweils bereitstehenden Mittel richtet sich danach, wie viele ihrer Einwohner in welchem Ausmaß vom Fluglärm belastet sind. Die Stadt Frankfurt ist ausgenommen, da sie über ihren Fraport-Anteil unmittelbar von den Dividenden profitiert.

Stadt/Gemeinde        

Mittel jährlich 

Bischofsheim                    301.000 € 
Büttelborn                         407.000 € 
Darmstadt                          68.000 € 
Flörsheim am Main           370.000 € 
Ginsheim -Gustavsburg    217.000 € 
Griesheim   85.000 € 
Groß - Gerau                      99.000 € 
Hanau     60.000 € 
Hattersheim am Main         70.000 € 
Hochheim am Main          271.000 € 
Kelsterbach                     198.000 € 
Mainz    45.000 € 
Mörfelden-Walldorf         216.000 € 
Mühlheim am Main        157.000 € 
Nauheim    416.000 € 
Neu-Isenburg                 285.000 € 
Offenbach am Main       393.000 € 
Raunheim                      469.000 € 
Rüsselsheim 199.000 € 
Trebur                              67.000 € 
Weiterstadt    138.000 € 
Summe  4.531.000 € 
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