Der zentrale Festgottesdienst beginnt um 11 Uhr im Evangelischen Gemeindezentrum im rheinhessischen Bodenheim-Nackenheim, das zum Gebiet der EKHN gehört. Die Hilfsorganisation Brot für die Welt macht darauf aufmerksam, dass derzeit über zwei Milliarden Menschen der Zugriff zu sauberem Trinkwasser fehlt. Die Aktion befasst sich mit Wasser als Grundlage allen Lebens, der weltweiten Wasserkrise, mit Wasser als Ressource für Trinkwasser sowie zur Sicherung von Ernten und damit der Zukunft vieler Menschen im Globalen Süden.
Wenn Wasser fließt, wächst Kraft
Die Eröffnungspredigt hält Ulrike Scherf, Stellvertretende Kirchenpräsidentin der EKHN. Sie unterstreicht: „Wenn Wasser fließt, wenn Gerechtigkeit wächst, wenn Menschen Zukunft vor sich sehen – dann schöpfen sie Kraft.“ Gerade die besondere Zeit des Advents sei ein guter Anlass, die eigenen Mittel mit Menschen auf anderen Kontinenten zu teilen: „Wer an Gottes Advent glaubt, lebt nicht gleichgültig.“ Und weiter betont sie: „Wo Menschen Anteil nehmen, wo sie teilen, helfen, beten, wo sie Wasser ermöglichen, Böden bewahren, Zukunft stärken – dort wächst diese Kraft. Nicht nur bei denen, die empfangen. Auch bei denen, die geben.“
Sicherheit und eine bessere Zukunft
Der Dezernent für Diakonie und Ökumene der EKKW, Dr. Diethelm Meißner, stellt im Gottesdienst das Projekt „Sicher vor dem Sturm“ vor. Eine Partnerorganisation von Brot für die Welt baut auf der Fidschi-Insel Vanua Levu in einem Modellprojekt sturmsichere Häuser. Diese sollen die Menschen vor Zyklonen und Hochwasser schützen. Die Pazifikregion ist besonders von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen. Von der Planung bis zur Umsetzung sind die Bewohner des Dorfes in alle Projektphasen einbezogen. Eine Rollup-Ausstellung bietet weitere Einblicke in das Projekt und in die Arbeit von Brot für die Welt.
Weitere Informationen zur 67. Aktion Brot für die Welt gibt es im Internet unter: https://www.brot-fuer-die-welt.de/gemeinden/kraft-zum-leben-schoepfen/
Das Dorf Cogea wurde Ende 2020 von einem Zyklon zerstört. An sicherer Stelle entstehen erste Häuser von „Cogea 2“. Die Dorfbewohner sind in die Planung und Bauarbeiten integriert. Quelle: Kathrin Harms/Brot für die Welt


