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Inflationsrate in Hessen im April 2026 bei 2,8 Prozent

Inflationsrate in Hessen im April 2026 bei 2,8 Prozent

Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, hat die Inflationsrate im April 2026 – gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex zum Vorjahresmonat – in Hessen 2,8 Prozent betragen. Damit ging die Inflationsrate leicht zurück, nachdem sie im März 2026 mit 2,9 Prozent den höchsten Stand seit Dezember 2023 erreicht hatte (damals: plus 3,5 Prozent). Im Februar 2026 hatte sie noch bei 2,2 Prozent gelegen.

Die Preisentwicklung gegenüber dem Vorjahresmonat wurde weiterhin maßgeblich durch überdurchschnittliche Verteuerungen bei Kraftstoffen und Heizöl infolge des Kriegs im Iran beeinflusst. Gleichzeitig trug der im Vergleich zu den Vormonaten geringere Preisanstieg bei Dienstleistungen zum leichten Rückgang der Gesamtinflation bei.

Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Verbraucherpreise im April 2026 um 0,4 Prozent.

Preise für Energie

Energie kostete im April 2026 durchschnittlich 1,2 Prozent mehr als im März 2026. Am stärksten erhöhten sich darunter die Preise für Heizöl mit 4,9 Prozent. Kraftstoffe waren um 2,1 Prozent teurer als im Vormonat, wobei der Preisanstieg für Dieselkraftstoff mit 3,2 Prozent stärker war als für Superbenzin (plus 1,6 Prozent). Geringfügig mehr mussten Verbraucherinnen und Verbraucher für Erdgas bezahlen (plus 0,1 Prozent). Günstiger wurden Brennholz und Holzpellets (minus 2,0 Prozent). Die Preise für Fernwärme blieben nahezu unverändert (minus 0,1 Prozent). Das Preisniveau von Strom blieb unverändert. 

Im Vorjahresvergleich nahmen die Preise für Energie im April 2026 durchschnittlich um 9,8 Prozent zu. Inflationstreibend wirkten in Folge des Kriegs im Iran insbesondere starke Preisanstiege gegenüber dem Vorjahresmonat für Heizöl (plus 58,6 Prozent) und Kraftstoffe (plus 27,4 Prozent), wobei die Preise für Dieselkraftstoff um 41,3 Prozent und die für Superbenzin um 23,3 Prozent zunahmen. Ebenfalls überdurchschnittlich teurer waren Brennholz und Holzpellets, für die Verbraucherinnen und Verbraucher 12,3 Prozent mehr bezahlen mussten. Fernwärme kostete geringfügig mehr als im April 2025 (plus 0,3 Prozent). Wie in den Monaten zuvor wirkten Erdgas (minus 8,8 Prozent) und Strom (minus 6,6 Prozent) inflationsdämpfend.

Ohne Berücksichtigung der gesamten Energie erhöhten sich die Verbraucherpreise im April 2026 in Hessen um 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

Preise für Nahrungsmittel

Die Nahrungsmittelpreise stiegen im April 2026 gegenüber März 2026 um 0,3 Prozent. Höhere Preise zahlten Verbraucherinnen und Verbraucher etwa für Gemüse (plus 2,2 Prozent). Preiswerter als im Vormonat waren Brot und Getreideerzeugnisse (minus 0,6 Prozent).

Gegenüber April 2025 erhöhten sich die Preise für Nahrungsmittel im April 2026 um 2,2 Prozent. Beträchtlich mehr als im April 2025 kosteten Eier (plus 13,9 Prozent). Zucker, Marmelade, Honig und andere Süßwaren (plus 8,0 Prozent) sowie Obst (plus 7,5 Prozent) verteuerten sich ebenfalls überdurchschnittlich. Die Preise für Gemüse nahmen um 5,2 Prozent zu. Fleisch und Fleischwaren waren um 3,4 Prozent sowie Brot und Getreideerzeugnisse um 1,0 Prozent teurer. Merklich günstiger als im Vorjahresmonat waren Speisefette und Speiseöle (minus 13,0 Prozent), darunter sanken die Preise für Butter um 22,3 Prozent. Ebenfalls preiswerter waren Molkereiprodukte (minus 4,7 Prozent).

Die Kerninflationsrate (Verbraucherpreisindex ohne Nahrungsmittel und Energie) sank im April 2026 auf 2,2 Prozent. Im März 2026 hatte sie 2,5 Prozent betragen.

Preise für Waren

Die Preise für Waren erhöhten sich im April 2026 im Vergleich zum Vormonat um 0,4 Prozent. Gegenüber April 2025 war eine Zunahme von 2,9 Prozent zu verzeichnen. Darunter stiegen die Preise für Verbrauchsgüter im Vergleich zum Vorjahresmonat durchschnittlich um 4,4 Prozent. Zu diesen zählen neben Energieprodukten und Nahrungsmitteln unter anderem auch Kaffee (plus 13,2 Prozent) und Tabakwaren (plus 6,2 Prozent), für die Verbraucherinnen und Verbraucher deutlich mehr bezahlen mussten als im April 2025.

Die Preise für Gebrauchsgüter lagen im April 2026 um 0,4 Prozent über dem Vorjahresniveau. Damit stiegen sie deutlich schwächer als die Verbraucherpreise insgesamt und wirkten inflationsdämpfend. Günstiger waren unter anderem Fernsehgeräte (minus 15,1 Prozent), Güter für Sport, Camping und Erholung (minus 3,8 Prozent), Gartengeräte, Handwerkszeug und andere Gebrauchsgüter (minus 2,7 Prozent) sowie Bekleidungsartikel (minus 0,3 Prozent). Teurer wurden Computer (plus 4,7 Prozent), Mobiltelefone (plus 4,3 Prozent) sowie Personenkraftwagen (plus 2,6 Prozent).

Preise für Dienstleistungen

Die Preise für Dienstleistungen (ohne Wohnungsmieten) stiegen im April 2026 gegenüber dem Vormonat im Durchschnitt um 0,5 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat erhöhten sich die Preise für Dienstleistungen um 3,2 Prozent und wirkten somit neben der Energie inflationstreibend. Der inflationstreibende Effekt schwächte sich jedoch im Vergleich zum Vormonat ab: Im März 2026 hatte die Preissteigerung für Dienstleistungen gegenüber dem Vorjahr noch 3,8 Prozent betragen.

Deutlich mehr als im Vorjahresmonat kosteten Versicherungsdienstleistungen für den Verkehr (plus 9,1 Prozent). Neben Dienstleistungen sozialer Einrichtungen (plus 8,1 Prozent) mussten Verbraucherinnen und Verbraucher auch mehr für Dienstleistungen von Hauspersonal und andere häusliche Dienste, zum Beispiel Haushaltshilfen oder Fensterreinigung, bezahlen (plus 5,4 Prozent). Die Wartung und Reparatur von Fahrzeugen verteuerte sich um 4,3 Prozent, Gaststättendienstleistungen um 3,0 Prozent und Übernachtungen um 2,9 Prozent. Günstiger als im April 2025 waren Flugtickets (minus 6,3 Prozent) sowie Pauschalreisen (minus 3,5 Prozent).

Das Preisniveau der Wohnungsmieten (Nettokaltmieten) war im April 2026 gegenüber dem Vormonat unverändert. Im Vergleich zu April 2025 stiegen die Preise um 1,6 Prozent an. Dies ist die schwächste Zunahme seit Oktober 2023.

Kommentare

12
W̷i̸n̵s̷t̵o̴n̸
2 wochen vor
Warum beschreibt man hier ständig die Inflation zum Vormonat und springt nur gelegentlich nach 2025.
Wenn man tatsächlich mal alles gegenüber 2025 stellen würde, würde die Inflationsrate zeigen, wie sich die Preise tatsächlich entwickelt haben.

Es stehen zwar viele werte im Vergleich zu 2025, werden aber durch die "Vormonat" Angabe etwas Verwässert.

In Verbindung mit den Reallöhnen deren Wachstum ja "Abgedämpft" wird und wie es beschrieben steht, sehr "Dynamisch" sind, können sich die Leute immer weniger leisten.

Aber, wie heißt es aus Expertenkreisen... sollen sich die Leute halt 2 Pullover Weniger kaufen, oder wenn der Sprit zu teuer ist, einfach ein E-Auto!
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11
Hätteesgernschönhier
2 wochen vor
Vorjahresmonat! Ich übersetze mal: Das heißt derselbe Monat im Vorjahr, also 2025. Es wird immer das Preisniveau des entsprechenden Monats miteinander verglichen. Das gibt die Inflation für diese Zeitspanne von einem Jahr. *
Also:
Mal raus aus dem Empörungsmodus, Rechner abschalten, Spazieren gehen. Das weitet den Blickwinkel!
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10
W̷i̸n̵s̷t̵o̴n̸
2 wochen vor
zitiere Hätteesgernschönhier:
Vorjahresmonat! Ich übersetze mal: Das heißt derselbe Monat im Vorjahr, also 2025. Es wird immer das Preisniveau des entsprechenden Monats miteinander verglichen. Das gibt die Inflation für diese Zeitspanne von einem Jahr. *


Nichts anderes habe ich geschrieben.
Aber es wird zu oft, mit dem Vormonat verglichen.
Damit ist März - April 2026 gemeint!
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10
A.S.
2 wochen vor
Und wieder staunt der Laie!

Demnach erzeugt eine fallende Inflationsrate steigende Preise in Sachen Lebenshaltungskosten.

Das Kasperltheater an den Zapfsäulen der Tankstellen schreibt man den Kriegswirren zu.
Weniger die Gewinne die sich die Ölmagnaten in die Tasche stecken.

Vergebene Liebesmühen in Sachen Einfluss bei der Preisgestaltung laufen sichtlich ins Leere. Der Gehorsam greift nur auf der Seite derjenigen die sich dieser Preispolitik ergeben müssen. Es sind die, die sich gezwungenermaßen an der Zapfsäule einfinden müssen, um das Rad am Laufen zu halten.

Aber das hatten wir alles schon.
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