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Keiler Bier

Kirchen in Hessen rufen zur Kommunalwahl 2026 auf

Demokratie lebt vom Mitmachen. Mit diesem Appell rufen die evangelische und katholische Kirche in Hessen zur Teilnahme an der Kommunalwahl am 15. März 2026 auf. Jede Stimme sei ein Beitrag für Menschenwürde, Zusammenhalt und eine gute Zukunft vor Ort. 

„Gehen Sie wählen! Stärken Sie mit Ihrer Stimme die Demokratie!“, heißt es im „Wort zur Wahl“ der evangelischen und katholischen Kirchen zur Kommunalwahl in Hessen, das sie gemeinsam am Freitag, 27. Februar 2026 veröffentlichten. Die Kirchen machen deutlich: Wahlen seien keine Selbstverständlichkeit, sondern ein kostbares Gut, das geschützt und aktiv genutzt werden müsse. Wer wähle, übernehme Verantwortung – für den gesellschaftlichen Zusammenhalt ebenso wie für die Zukunft der Städte, Gemeinden und des Landes insgesamt. 

Angesichts großer gesellschaftlicher Herausforderungen sei eine starke kommunale Demokratie wichtiger denn je. Genannt werden unter anderem der wirtschaftliche und gesellschaftliche Strukturwandel, mehr Chancengerechtigkeit in Bildung, soziale Sicherheit und Teilhabe für alle Menschen sowie die Bewältigung der Folgen des menschengemachten Klimawandels.  

Keine einfachen Lösungen 
„Für all das gibt es keine einfachen Lösungen. Umso notwendiger sind Politikerinnen und Politiker, die sich an klaren Werten orientieren, sachlich argumentieren, respektvoll miteinander umgehen und gemeinsam nach Wegen suchen, die einem solidarischen Miteinander und einer guten Zukunft für alle dienen“, schreiben die Kirchenleitungen. Zugleich danken die Kirchen ausdrücklich allen ehrenamtlich Engagierten in der Kommunalpolitik sowie den Kandidierenden, die bereit sind, in den kommenden fünf Jahren Verantwortung für das Gemeinwohl zu übernehmen. Ihr Einsatz sei ein tragender Pfeiler der Demokratie vor Ort. 

Zur Kommunalwahl in Hessen und zur Landtagswahl in Rheinland-Pfalz haben die Kirchen zudem die gemeinsame Kampagne „Aufstehen für…“ initiiert, mit der die Grundwerte Menschenwürde, Offenheit und Gerechtigkeit in den Mittelpunkt gerückt werden. Sie rufen die Wählerinnen und Wähler dazu auf, bei ihrer Entscheidung sorgfältig zu prüfen, ob Programme und öffentliche Äußerungen von Parteien und Kandidierenden diese Werte achten, den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken und ein friedliches sowie gerechtes Miteinander fördern.  

An dem Aufruf und der Kampagne „Aufstehen für...“  beteiligen sich die Bistümer Limburg, Mainz und Fulda sowie die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau, die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck, die Evangelische Kirche im Rheinland und die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Hessen-Rheinhessen. 

Mehr zur Kampagne gibt es unter www.aufstehen-fuer.de sowie auf den jeweiligen Internetseiten der Beteiligten, unter anderem auf www.ekkw.de.

Der Aufruf im Wortlaut:

Wort zur Wahl
der evangelischen und katholischen Kirchen in Hessen zur Kommunalwahl am 15. März 2026

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

gehen Sie wählen! Stärken Sie mit Ihrer Stimme die Demokratie! Am 15. März 2026 können Sie über Ihre kommunale Vertretung entscheiden. Mit Ihrer Stimme gestalten Sie die Zukunft unserer Städte und Gemeinden mit – und damit auch die Zukunft unseres Landes. Als Kirchen in Hessen setzen wir uns für Menschenwürde, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit ein. Freie, gleiche und geheime Wahlen bilden dafür eine unverzichtbare Grundlage. Sie sind keine Selbstverständlichkeit, sondern ein kostbares Gut, das geschützt und aktiv genutzt werden muss.

Indem Sie wählen, übernehmen Sie Verantwortung – für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und für eine lebendige, widerstandsfähige Demokratie. Eine hohe Wahlbeteiligung verleiht den Gewählten ein starkes Mandat.

Die Herausforderungen in unserem Land sind groß und vielfältig: Der wirtschaftliche und gesellschaftliche Strukturwandel in Stadt und Land, mehr Chancengerechtigkeit in Kitas, Schulen, Ausbildung und Studium; soziale Sicherheit und Teilhabe für alle Menschen – für Geringverdienende, für ältere Menschen, Kranke und Menschen mit Behinderung. Und nicht zuletzt die Bewältigung der Folgen des menschengemachten Klimawandels.

Für all das gibt es keine einfachen Lösungen. Umso notwendiger sind Politikerinnen und Politiker, die sich an klaren Werten orientieren, sachlich argumentieren, respektvoll miteinander umgehen und gemeinsam nach Wegen suchen, die einem solidarischen Miteinander und einer guten Zukunft für alle dienen.

Wir danken allen Engagierten in der Kommunalpolitik, die sich vielfach ehrenamtlich für das Gemeinwohl und die Demokratie einsetzen. Ebenso danken wir allen Kandidierenden, die bereit sind, in den kommenden fünf Jahren Verantwortung zu übernehmen.

Mit unserer gemeinsamen, ökumenischen Kampagne „Aufstehen für…“ betonen wir: Menschenwürde, Offenheit und Gerechtigkeit sind tragende Säulen unserer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft – heute und in Zukunft. Deshalb bitten wir Sie: Prüfen Sie bei Ihrer Wahlentscheidung sorgfältig, ob Programme von Parteien und öffentliche Äußerungen von Kandidierenden die Würde jedes Menschen achten, den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken und ein friedliches sowie gerechtes Miteinander fördern.

Nutzen Sie Ihr Wahlrecht! Stehen Sie auf für Menschenwürde und Demokratie.

Bischof Dr. Georg Bätzing
Bistum Limburg

Bischof Dr. Michael Gerber
Bistum Fulda

Bischöfin Prof. Dr. Beate Hofmann
Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck

Bischof Prof. Dr. Peter Kohlgraf
Bistum Mainz

Präses Dr. Thorsten Latzel
Evangelische Kirche im Rheinland

Pastor Lothar Peitz
ACK Hessen-Rheinhessen

Kirchenpräsidentin Prof. Dr. Christiane Tietz
Evangelische Kirche in Hessen und Nassau

Kommentare

5
uǝʌS
2 monate vor
Als gläubiger Christ habe ich die geistlichen Erfüllungsgehilfen der GRÜNEN längst verlassen.
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5
Stefan
2 monate vor
Ich kann das als demokratischer Staatsbürger nur unterstützen:

Freie, gleiche und geheime Wahlen bilden eine unverzichtbare Grundlage. Sie sind keine Selbstverständlichkeit, sondern ein kostbares Gut, das geschützt und aktiv genutzt werden muss.

Indem Sie wählen, übernehmen Sie Verantwortung – für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und für eine lebendige, widerstandsfähige Demokratie.

Die Brandmauer ist ein undemokratisches Relikt von egoistischen Parteien. Hier muss ein klares demokratisches Signal gesetzt werden:


Weg mit der Brandmauer gegen die AfD.

Daher ist es für mich ganz klar: Nur eine Wahl der AfD stärkt und sichert die Demokratie gegen die Feinde der pluralen Demokratie.

Nur die AfD treibt die Altparteien zu einer Politik für deutsche Interessen.
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3
alina höhler
2 monate vor
Hey Stefan,
zum Regieren brauch man die Mehrheit der Stimmen.
Daher koalieren Parteien.
Jede Partei kann frei entscheiden, mit wem sie zusammen arbeiten will und mit wem nicht.
Ein Koalitionszwang wäre, meiner Meinung nach, undemokratisch.
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4
W̷i̸n̵s̷t̵o̴n̸
2 monate vor
Das Problem daran ist, dass irgendwann keine Parteien mehr vorhanden sind, mit denen eine Koalition zur Mehrheit reichen würde.

Wenn man die Wahlumfragen in ganz Deutschland verfolgt, dann geht es für die Altparteien nur eine Richtung.
Wenn diese Parteien weiterhin wöchentlich Kampagnen gegen die AfD laufen lassen, schießen sie sich nur weiter ins Aus.
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3
alina höhler
2 monate vor
Nunja,
die Umfragewerte der Parteien sind seit langer Zeit nahezu unverändert.
Welche Kampagnen meinst du?
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4
W̷i̸n̵s̷t̵o̴n̸
2 monate vor
zitiere alina höhler:
Welche Kampagnen meinst du?


Zum Beispiel die Kampagne der Vetternwirtschaft die laut Altparteien ein riesen Skandal sein soll.

Oder das Angebliche Gutachten, welches die Rechtsextremität der AfD beweisen soll, aber nur aus irgendwelchen Beiträgen einzelner Mitglieder bestand.
Beispielhaft von Frau Faeser vor ihrem Abgang noch auf den Tisch geknallt, und ohne Prüfung durchgewunken.
Ebenso wie der Schlimme begriff der "Remigration" einkassiert wurde.

Man erinnere sich an Jian G. der vor der AfD bei der SPD war, und plötzlich die AfD und Deutschland 2025 im Auftrag der AfD ausspioniert haben soll.

Selbst Politexperten und Politiker andere Parteien geben zu verstehen, dass dieses ganze Gemache ganz offensichtlich nur dazu dient,
einen Gegner ausschalten zu wollen.

Die Wähler merken immer mehr, dass sie von den Altparteien an der Nase herumgeführt werden.
Darum hat Friedrich Merz ja auch gesagt, unter ihm wird die AfD halbiert.
Nun ist die AfD in den Umfragen mit der CDU gleichauf....ja, Stabile werte!
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2
alina höhler
2 monate vor
"Zum Beispiel die Kampagne der Vetternwirtschaft die laut Altparteien ein riesen Skandal sein soll."
Ist ja auch ein riesen Skandal.

"Oder das Angebliche Gutachten, welches die Rechtsextremität der AfD beweisen soll, aber nur aus irgendwelchen Beiträgen einzelner Mitglieder bestand."
So so, Einzelne...
Etwa so genannte "Einmänner"?

"Ebenso wie der Schlimme begriff der "Remigration" einkassiert wurde."
Warum, der Begriff wird doch mehr denn je skandiert?!

Zu den letzten Ergüssen:
Nicht die einzige Einflussnahme,
Deine(!) "Experten"(?)
Träum weiter!
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2
W̷i̸n̵s̷t̵o̴n̸
2 monate vor
zitiere alina höhler:
Ist ja auch ein riesen Skandal.


Und die Vetternwirtschaft bei den Altparteien interessiert dich nicht?
Deren Skandale und Vetternwirtschaften sind bedeutend schlimmer.
Aber vermutlich weißt du auch hier wieder von nichts.
Mach einfach mal deine Hausaufgaben!

zitiere alina höhler:
So so, Einzelne...
Etwa so genannte "Einmänner"?


Nein, die Einmänner sind diejenigen, die mit Messern durch die Fußgängerzonen laufen.
Aber toll vom Thema Abgelenkt. Hast du keine besseren Argumente ein Falsches Gutachten zu rechtfertigen?

zitiere alina höhler:
Warum, der Begriff wird doch mehr denn je skandiert?!


Ja, durch die Altparteien, um künstlich einen Skandal aufzubauen.
Dabei hat ein Gericht ganz klar festgestellt, was der Begriff bedeutet, und das er nichts mit Rechtsextremismus zu tun hat.
(Auch hier bitte Hausaufgaben machen)

zitiere alina höhler:

Zu den letzten Ergüssen:
Nicht die einzige Einflussnahme,
Deine(!) "Experten"(?)
Träum weiter!


Oje oje, es ist wieder schlimm.
Nochmal kann man es nur wiederholen. Mach deine Hausaufgaben.
Nicht meine Experten, schau dir Wahlumfragen an (Forsa, Insa...) höre dir an, was Politiker sagen.

Es ist wirklich nutzlos mit dir über bekannte Themen zu sprechen, deren Informationsgehalt du nicht kennst.
Wie schon in der anderen News akzeptierst du keine Quelle (z.b. ÖR), da du dir nicht die Mühe machst diese nachzulesen und alles als Falsch hindrehen willst.
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alina höhler
2 monate vor
Wie kommsten drauf, das Skandale anderer Parteien mich nicht interessieren?
Über die wird enbenso berichtet.
Ist es da etwa keine "Kampagne"?!
Lern erstma das kleine 1x1; unabhängiges, unbeeinflusstes Denken!
Vielleicht qualifizierst du dich dann irgendwann auch mal für eine Hausaufgabe (die letzte hat dich offensichtlich arg überfordert).
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W̷i̸n̵s̷t̵o̴n̸
2 monate vor
zitiere alina höhler:
Wie kommsten drauf, das Skandale anderer Parteien mich nicht interessieren?


Ja, man sieht total, wie du dich über die Vetternwirtschaft des Habeckchen Wärmepumpengesetzes aufregst.
Auch die verpfuschte Maut oder die Maskendeals tangieren dich total.

Auch die Rücktrittsforderungen an die Politiker sind wirklich enorm.

Vetternwirtschaft in der Flüchtlingsindustrie nimmt dich auch total mit...man merkst.

Man merkt wirklich, wie betroffen du bist, hier schon über Jahre das Vorgehen der Politiker anprangerst.

Bestimmt bestreitest du nun wieder alle vorwürfe. Maut, masken... sicher alles gelogen.


Deine Argumentation ist wirklich peinlich, aber du wirst schon wissen was du machst.
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alina höhler
2 monate vor
Deine Argumentation ist peinlich, weil das Scheinargumente und Strohmänner sind.
Du unterstellst mir Meinungen, die ich nie geäussert habe, nur zur Ablenkung.
Typisch für deine Ecke.
Vielleicht stagnieren deshalb die Umfragewerte, weil immer mehr Menschen die Masche der Trolle im Netz durchschauen.
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D.A.
2 monate vor
Die Kirche brauche ich bestimmt nicht um mich daran zu erinnern Wählen zu gehen!Höchstens auszutreten!SIE SOLLEN SICH RAUSHALTEN UND SONST NICHTS!!
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