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Krieg in Nahost: EKKW hilft mit 30.000 Euro

Mit insgesamt 30.000 Euro unterstützt die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) vom Nahost-Krieg betroffene Menschen.

15.000 Euro stellt die EKKW der Evangelischen Mission in Solidarität (EMS) zur Verfügung, die damit ihrer Mitgliedskirche im Libanon hilft. Dieselbe Summe erhält das Gustav-Adolf-Werk (GAW), das den Betrag an das Hilfswerk der evangelischen Kirche in Syrien und im Libanon weiterleitet.

Das Geld stammt aus einer Rücklage mit Kollektenmitteln für die Opfer von Krieg und Katastrophen, erläutert Dr. Diethelm Meißner, Dezernent für Diakonie und Oekumene in der EKKW. „Wir möchten ganz bewusst über die Partnerorganisationen unserer Kirche Menschen in Syrien und Libanon unterstützen, die Binnengeflüchteten helfen – etwa, indem sie Kirchen und Schulen zur Verfügung stellen.“

Von diesem Engagement berichtet Pfarrer Uwe Gräbe, Fachbereichsleiter Nahost der EMS: „Unsere Mitgliedskirche im Libanon, die National Evangelical Church of Beirut (NECB), tut für die Flüchtlinge, was sie nur kann.“ Sie verteile Lebensmittelgutscheine für jene, die bei Verwandten Aufnahme gefunden haben, aber über keinerlei Einkommen mehr verfügen. Und sie versorge rund 300 Flüchtlinge, die in dem kleinen, ehemaligen Schulgebäude der Kirche in Beirut untergekommen sind. Neben der Kirche kümmerten sich auch die Studierenden und Mitarbeitenden der Near East School of Theology (NEST) um diese Menschen.

Auch das Gustav- Adolf-Werk (GAW) freut sich über die finanzielle Unterstützung der Landeskirche. Die Partnerkirche des GAW im Libanon – die National Evangelical Synod of Syria and Lebanon (NESSL) – habe angesichts der aktuellen humanitären Not im Land um Hilfe gebeten.  Die Gewalt im Nahen Osten zwingt viele Menschen erneut zur Flucht, Hilfsorganisationen gehen von einer Million Binnengeflüchteten aus. Besonders der Süden des Libanons ist von den aktuellen Kampfhandlungen betroffen – Menschen verlassen die Dörfer, Familien stehen vor dem Nichts. Gleichzeitig leben weiterhin Hunderttausende aus Syrien Geflüchtete im Libanon unter schwierigsten Bedingungen, berichtet das GAW.  Die Partnerkirchen des evangelischen Hilfswerks leisten konkrete Hilfe: Sie nehmen Vertriebene auf, versorgen Familien mit dem Nötigsten und bieten psychosoziale Begleitung sowie Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche an. Pfarrer Enno Haaks, Generalsekretär des GAW ist überzeugt: „Die Compasion Protestant Solidarity (CPS) der NESSL wird die Mittel gut verwenden können.“ Die CPS ist der diakonische Arm der NESSL.

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