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Das Bildungsportal zum Verhalten von Nutztieren, das die Landestierschutzbeauftragte (LBT) Martin zusammen mit der Justus-Liebig-Universität Gießen betreibt, enthält nun vier neue Filme zum Verhalten von Schweinen und dem SINS-Syndrom.

SINS steht für Entzündungs- und Nekrosesyndrom beim Schwein (engl. SwineInflammation and Necrosis Syndrome). Es handelt sich um eine entzündliche Erkrankung, die mit Rötungen, Schwellungen, Nekrosen an Schwanzspitze/Basis, Ohren oder Klauen einhergehen, oft schon bei Ferkeln ohne äußere Einwirkung anderer Schweine. Die Entzündungen entstehen oft durch eine Überlastung des Stoffwechsels, ausgelöst z. B. durch Mykotoxine (Schimmelpilzgifte), Stress oder bakterielle Endotoxine, die zu einer Minderdurchblutung (Hypoxie) des Gewebes führen. SINS ist eine primär endogene (von innen kommende) Entzündung, die oft vor dem sogenannten "Schwanzbeißen" auftritt. Das Beißen ist dann eine Reaktion auf den Schmerz und den Juckreiz des nekrotischen Gewebes (sekundäres Beißen).

Diese speziellen und weitere Filme zu Grundbedürfnissen, Verhalten und Verhaltensstörungen von Schafen, Ziegen, Hühnern, Rindern und Pferden sind auf der Homepage der Justus-Liebig-Universität Gießen unter www.unigiessen.de/tierverhalten zu finden.

 

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