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Steuerzahlerbund: Neues Hessen-Design ist Schwarzbuch-Verdachtsfall

Steuerzahlerbund: Neues Hessen-Design ist Schwarzbuch-Verdachtsfall
Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) und der stellvertretende Ministerpräsident Kaweh Mansoori (SPD) hatten im Museum Angewandte Kunst in Frankfurt das neue Corporate Design vorgestellt. Bildquelle: Hannes P. Albert

Der Bund der Steuerzahler (BdSt) Hessen hat das umstrittene neue Corporate Design der Hessischen Landesregierung als Verdachtsfall für sein jährliches Schwarzbuch aufgenommen. Damit reagiert der Verein auf eine große Zahl von Hinweisen aus der Bevölkerung sowie die teils emotional geführte Diskussion im Land.

„Das neue Erscheinungsbild mag für manche modern wirken, doch in Zeiten von Krisen, angespannten Haushalten und Milliardenschulden sollte sich die Landesregierung auf ihre Kernaufgaben konzentrieren. Für viele Steuerzahlerinnen und Steuerzahler ist es schwer nachvollziehbar, warum gerade jetzt mehrere hunderttausend Euro für ein neues Design ausgegeben werden“, erklärt Joachim Papendick, Vorsitzender des Bundes der Steuerzahler (BdSt) Hessen.

Aus Sicht des Vereins gehören ein zeitgemäßes Erscheinungsbild und eine einheitliche Außendarstellung zwar grundsätzlich zu einer professionellen Verwaltung. Dennoch müsse sich die Landesregierung an der Frage messen lassen, ob der konkrete Nutzen in einem angemessenen Verhältnis zu den Kosten stehe. Aus diesen Gründen habe der BdSt Hessen mit Recherchen begonnen, so Papendick. Am Ende könnte ein Eintrag im Schwarzbuch „Die öffentliche Verschwendung“ stehen, das der Bund der Steuerzahler jährlich herausgibt.

Der hessische Steuerzahlerbund fordert die Landesregierung dazu auf, bei künftigen Ausgaben stärker auf die richtige Prioritätensetzung zu achten. „Steuergeld ist kein Selbstzweck. Es sollte vorrangig dort eingesetzt werden, wo es den Menschen im Land unmittelbar zugutekommt – etwa in Bildung, Infrastruktur oder innere Sicherheit. Ein neues Logo oder gar eine Mode-Kollektion bringen den Menschen in krisenhaften Zeiten wohl nur wenig Mehrwert“, so Papendick.

Hintergrund

Jedes Jahr im Herbst stellt der BdSt "Das Schwarzbuch – Die öffentliche Verschwendung" vor. Darin werden immer wieder zahlreiche Beispiele für den sorglosen Umgang mit Steuergeldern angeprangert. Mit der Veröffentlichung exemplarischer Verschwendungsfälle soll auf einen effizienteren Umgang mit dem Geld der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler hingewirkt werden.

corporatdesignhessen az

Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) und der stellvertretende Ministerpräsident Kaweh Mansoori (SPD) hatten im Museum Angewandte Kunst in Frankfurt das neue Corporate Design vorgestellt. Bildquelle: Hannes P. Albert

Kommentare

1
HUGA
1 monat vor
Schön das wir sonst keine Probleme haben
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0
Bss63628
1 monat vor
Wie heist es dich so schön:
wer anderen eine Grube...., hier graben sie sich selbst eine die prozentual bei der nächsten Wahl in ihrer Tiefe zu sehen sein wird.
Wie ging es weiter ! wie grabe ich`s Wasser....
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1
A.S.
1 monat vor
Politisches Umsetzen!
Die Damen und Herren die der Auffassung sind man müsste sich neu darstellen erfüllen doch nur die Vorgaben der Bundesregierung.
Die Sondervermögen sollen für neue Projekte, Innovation und zukunftsweisend verwendet werden.
Da muss man sich keine Vorwürfe machen lassen und wenn doch entkräftet man diese schnell wieder und wird per Trendumfrage schnell belegen das es an der Zeit ist ein neues Zeichen der Selbstdarstellung zu setzen.

Solch ein Vorgehen zeigt das es zukünftig keine Rolle spielt wie mit Steuergeldern umzugehen ist. Die Notwendigkeiten werden politisch klar verteilt und priorisiert. Und da man anscheinend mit den Ausgaben nicht im Millionenbereich agiert sind es vermutlich nur Peanuts die hier aufgewendet werden.

Koalitionär abgesegneter Aktionismus. Da ist man sich wieder mal schnell einig.
Andernorts fehlt es dahingehend etwas.
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2
TierschützerInnen
1 monat vor
Der hessische Löwe mit dem Fell eines Galloway-Rindes ist ein Fall für den Tierschutz

Ein neues Logo war nicht notwendig. Und wenn doch, wäre der Pleitegeier angemessen.
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1
W̷i̸n̵s̷t̵o̴n̸
1 monat vor
Der Bund der Steuerzahler scheint doch auch nur noch eine gesteuerte Institution zu sein.

Klar wird hier Geld zum Fenster herausgehauen.

Zitat:
Das neue Erscheinungsbild mag für manche modern wirken, doch in Zeiten von Krisen, angespannten Haushalten und Milliardenschulden sollte sich die Landesregierung auf ihre Kernaufgaben konzentrieren.
Warum hört man nicht häufiger vom BdSt irgendwelche Meldungen, dass Geld verbrannt wird und man erstmal die dinge in die Hand nimmt, die dringend sind?

Zitat:
Steuergeld ist kein Selbstzweck. Es sollte vorrangig dort eingesetzt werden, wo es den Menschen im Land unmittelbar zugutekommt – etwa in Bildung, Infrastruktur oder innere Sicherheit.
Man müsste Täglich solche Meldungen vom BdSt hören.
Jeder kennt das, wenn man Täglich mit irgendwas Genervt wird, dann unternimmt man auch etwas.
Wenn man wollte, könnte man damit sogar Wahlen beeinflussen.
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2
Stefan
1 monat vor
Das Land Hessen hat ein Logo: dieses erfüllt alle Anforderungen und wirkt auf mich sehr klar und modern.

Dieser veränderte Zausellöwe ist alles andere als klar ersichtlich, ist in kleinem Format kaum zu erkennen und alles andere als modern.

Ich finde dieses neue Logo / Corporate Design misslungen - es kostet Unmengen an Geld - macht nichts besser.
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