Obwohl einer der beiden Täter eine sehr auffällige rote Jacke mit vier silbernen Bruststreifen trägt, fehlt trotz intensiver Fahndung noch jede Spur. Daher erhoffen sich die mit den Ermittlungen betrauten Beamten des Kriminaldauerdienstes der Kasseler Kripo weiterhin Zeugenhinweise, die zur Ergreifung der beiden Räuber führen.
Täter forderten am Grab mit den Worten: "Geld her"
Das Opfer, ein 72-Jähriger aus Vellmar, hielt sich auf dem Hauptfriedhof in Kassel auf und war gegen 14.20 Uhr mit der Grabpflege beschäftigt. Er hatte dazu eine Digicam des Herstellers Sony, Typ TRV 310, neben dem Grab abgelegt. Er wollte später, wenn er mit seinen Arbeiten fertig war, eine Aufnahme machen, die er anschließend seiner Ehefrau zeigen wollte. Den späteren Aussagen des Rentners zu Folge, forderten ihn die beiden Männer am Grab völlig unvermittelt mit den Worten auf: "Geld her!". Nachdem das Opfer entgegnete, kein Geld zu haben, schubsten ihn die Täter zu Boden. Wie der Senior den am Tatort eingesetzten Beamten des Polizeireviers Nord berichtete, leistete er noch Widerstand und schlug mit einer Grableuchte, die er während des Überfalls in der Hand hielt, nach den Männern. Offenbar davon eingeschüchtert, schnappten sich die Männer die abgelegte Videokamera und flüchteten über das Friedhofsgelände in Richtung Heckershäuser Straße am Rothenberg.
Laut Opfer könnte es sich bei den Tätern um Rumänen handeln
Der Rentner gab an, dass die Täter Deutsch mit osteuropäischem Akzent gesprochen hatten. Aus seiner Erfahrung heraus, glaubte er einschätzen zu können, dass es sich dabei um Rumänen handeln könnte.
Das Opfer beschrieb die Männer wie folgt:
1. Täter: Mann, etwa 25 - 30 Jahre alt und ca. 175 cm groß. Er soll eine auffällig rote Jacke mit vier silbernen Streifen auf der Brust getragen haben.
2. Täter: Mann, ebenfalls etwa 25 - 30 Jahre alt und ca. 175 cm groß. Dieser habe eine schwarze hüftlange Jacke mit Kapuze getragen.
Zeugen, die Hinweise auf die Tat oder die Täter geben können, werden gebeten, sich unter 0561/9100 beim Polizeipräsidium Nordhessen in Kassel zu melden.



