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Gesellenbrief für 39 frisch gebackene Facharbeiter

Gesellenbrief für 39 frisch gebackene Facharbeiter

Bei der Freisprechungsfeier der Kreishandwerkerschaft Hanau haben im Hanauer Brockenhaus 39 frisch gebackene Facharbeiter ihren Gesellenbrief entgegengenommen. Kreishandwerksmeister Martin Gutmann beglückwünschte zwölf Anlagemechaniker für Sanitär, Heizungs- und Klimatechnik, acht Bürokaufleute, zehn Dachdecker und acht Metallbauer für ihre erfolgreich abgelegten Prüfungen.

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„Wenn Sie dem Handwerk die Treue halten, werden Sie ein erfülltes Lebens haben“, versprach Gutmann den jungen Handwerkern und fügte hinzu: „Sie sind finanziell abgesichert und sie finden in Ihrem Beruf jeden Tag Bestätigung, weil Sie mit eigenen Augen sehen können, was Sie geschafft haben, und weil Sie täglich mit dem Bewusstsein nach Hause gehen, wirklich etwas geschafft zu haben.“ Gutmann erläuterte den Anwesenden im festlich geschmückten Saal des Hanauer Brockenhauses noch einmal die Bedeutung und auch die historischen Wurzeln einer Freisprechungsfeier und wünschte den jungen Gesellen für ihren Lebensweg alles Gute.

Vier junge Gesellen bekamen für ihre besonderen Leistungen eine besondere Auszeichnung. Bei den Anlagemechanikern für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik schloss Peter Traudt (Hotz Haustechnik GmbH, Nidderau) als Innungsbester mit der Note 2 ab. Ebenfalls mit der Note 2 legte Natalie Birkner (Gerth Elektroanlagen GmbH, Hanau) ihre Prüfung als Bürokauffrau ab. Bei den Dachdeckern glänzte Moritz Mollenhauer (Röll Inh. Markus Röll e.K., Bad Soden-Salmünster) mit dem besten Ergebnis. Und bei den Metallbauern war Gökhan Colak (Metallbau Köhler GmbH, Schöneck) mit der Abschlussnote 2 der Innungsbeste.

Für Klaus Repp, Präsident der Handwerkskammer Wiesbaden und selbst gelernter Metallbauer, war es eine besondere Freude, acht neue Kollegen in seinen Berufsstand aufnehmen zu können. Jedem einzelnen von Ihnen begrüßte er dann auch mit den Worten „Herr Kollege“. Repp hob in seiner Ansprache die ausgezeichneten Berufschancen der Gesellen aus allen vier Sparten hervor. „Die Nachfrage nach Ihrer Leistung ist groß“, sagte er und forderte die jungen Leute auf, sich nicht mit dem Erlernten zufrieden zu geben, sondern sich ständig weiterzuentwickeln. „Sie dürfen nicht stehenbleiben, sondern  müssen immer weitermachen. „Das Handwerk braucht Spitzenkönner“, so Repp. Ein jeder der neuen Gesellen solle auch die „Meisterschaft“ anstreben.

Dr. Hans Katzer, ehrenamtliches Mitglied des Kreisausschusses, gratulierte den neuen Gesellen stellvertretend für Landrat Erich Pipa. Er unterstrich die kommenden großen Aufgaben, die die rund 5500 Handwerksbetriebe im Main-Kinzig-Kreis zu vollbringen hätten. Denn gerade durch den großen Bedarf im Wohnungsbau seien volle Auftragsbücher in den kommenden Jahren garantiert, glaubt Katzer. Allein im Main-Kinzig-Kreis fehlten etwa 10 000 Wohnungen. Katzer versprach den heimischen Handwerkern, dass man sie bei der Auftragsvergabe berücksichtigen werde. 80 Prozent aller öffentlichen Aufträge im Kreis gingen auch an Betriebe aus dem Kreis. Axel Hilfenhaus, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Hanau, nahm dies mit Freude zur Kenntnis und betonte die gute Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung.

Günter Rau vom Staatlichen Schulamt sagte, die neuen Gesellen könnten mit Stolz behaupten, dass sie von ihrer Hände Arbeit leben. Der Gesellenbrief sein ein Garant für die berufliche Zukunft. Der Landtagsabgeordnete Hugo Klein strich die Bedeutung des Dualen Systems in Deutschland heraus und wies auf die Möglichkeit hin, dass junge Meister im Handwerk nun auch freie Bahn zum Studium hätten.   

Foto: 39 frisch gebackene Anlagenmechaniker, Bürokaufleute, Dachdecker und Metallbauer nahmen im Hanauer Brockenhaus jetzt ihre Gesellenbriefe entgegen. Zur erfolgreichen Prüfung gratulierten Ihnen Kreishandwerksmeister Martin Gutmann (vorne, Dritter von links), der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Axel Hilfenhaus (vorne, Fünfter von links) sowie der Präsident der Handwerkskammer Wiesbaden Klaus Repp (Achter von rechts).

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