Bischöfin: Religionsunterricht bietet Raum für Fragen, Hoffnung und Perspektiven
Am Beispiel des Psalms „Du stellst meine Füße auf weiten Raum“ hob Bischöfin Hofmann in ihrer Predigt die Potenziale des Religionsunterrichts hervor: In einem leistungsorientierten Schulalltag böte er Raum für Stille, für Gefühle, um unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen und um sich eine eigene Meinung zu bilden. „Religionsunterricht bietet Begegnung mit existenziellen Fragen, Raum zur Erprobung religiöser Perspektiven und Begegnung mit christlicher Kultur“, machte sie deutlich. Weil er aber auch umstritten sei und in manchen Schulen keinen Raum mehr habe, sei es umso wichtiger, Formate zu finden, in denen sich das Potenzial des Religionsunterrichts entfalten könne. So könnten Schülerinnen und Schüler den Wert des Faches erfahren. Dafür machte die Bischöfin den frisch befähigten Religionslehrkräften Mut, auch mit Verweis auf den Psalm: Er zeige, dass Gottes Liebe nicht einengt, sondern „Kraft gibt und neue Horizonte öffnet“.
Hintergrund
In der EKKW werden pro Jahr 50 bis 60 Religionslehrerinnen und -lehrer in zwei großen Gottesdiensten bevollmächtigt. Neben den Lehrkräften unterrichten aktuell 156 Gemeindepfarrerinnen und -pfarrer im EKKW-Gebiet evangelische Religion, überwiegend in Grundschulen. Zudem gibt es 50 hauptamtliche Schulpfarrerinnen und -pfarrer, die meist in weiterführenden und Beruflichen Schulen tätig sind. Hessenweit besuchten zuletzt mehr als 270.000 Schülerinnen und Schüler evangelischen Religionsunterricht; annähernd 5400 fachlich qualifizierte Lehrerinnen und Lehrer unterrichten evangelische Religion.
Weitere Informationen zum Thema Schule und Unterricht in der EKKW gibt es im Internet unter www.ekkw-macht-schule.de sowie zur religionspädagogischen Arbeit unter www.rpi-ekkw-ekhn.de
29 neue Religionslehrkräfte erhielten heute in der Brunnenkirche in Hofgeismar ihre Bevollmächtigungsurkunden durch (hinten von links) Studienleiterin Anke Trömper (RPI Kassel), Studienleiter Prof. Dr. Volkmar Ortmann (RPI Marburg) sowie durch Bischöfin Dr. Beate Hofmann. Foto: medio.tv/schauderna


