Lieblingsspielzeuge sind mehr als bloße Dinge. Sie sind Weggefährten, Trost- und Erinnerungsspender, aber auch Verbindungsstücke zu aktuellen und vergangenen Freundschaften. Die neue Sonderausstellung „Hessens Lieblingsspielzeug: Vom Kinderzimmer ins Museum“ im Hessischen Puppen- und Spielzeugmuseum in Hanau widmet sich genau diesen besonderen Beziehungen zwischen Mensch und Objekt. Im Mittelpunkt steht die Frage: Wie wird ein Spielzeug überhaupt zum Lieblingsspielzeug?
Denn ein Lieblingsspielzeug entsteht nicht in der Fabrik. Es wächst in seine Rolle hinein – durch gemeinsames Erleben, Nähe und Zeit. Anhand ausgewählter Objekte aus der Sammlung des Museums, ergänzt durch persönliche Geschichten von Vereinsmitgliedern, Ehrenamtlichen und Besuchenden, zeigt die Ausstellung, wie individuell diese Bindungen sind.
Gleichzeitig blickt die Schau über das Persönliche hinaus: Industrialisierung, Globalisierung und Digitalisierung beeinflussen nicht nur die Produktion von Spielsachen, sondern auch deren Nutzung und die emotionalen Bindungen, die Menschen zu ihren Objekten entwickeln. Die Schau wird durch einen partizipativen Teil abgeschlossen. Wir fragen: Welche Lieblingsspielzeuge von heute sollen morgen im Museum stehen? Unsere Besuchenden sind eingeladen, über mögliche zukünftige Sammlungsschwerpunkte abzustimmen, ihre eigenen Lieblingsspielzeuge vorzustellen oder einfach eines zu erfinden.
Die Ausstellung „Hessens Lieblingsspielzeug: Vom Kinderzimmer ins Museum“ ist vom 13. März bis 28. Juni 2026 im Gertrud-Rosemann-Saal des HPUSM zu sehen. Die Vernissage findet am 12. März 2026 um 17 Uhr ebenda statt.


