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In Gruppe 5 der Playoffs in der BARMER 2. Basketball Bundesliga konnten sich an diesem Spieltag rein rechnerisch noch alle Teams ein Ticket für die nächste Runde sichern. Für drei der vier Mannschaften hätte ein regulärer Sieg für die nächste Runde ausgereicht. Die EBBECKE WHITE WINGS Hanau hingegen mussten nicht nur gegen den FC Bayern Basketball II gewinnen, sondern den Sieg zudem mit 27 Punkten Vorsprung erreichen. Auch eine Schützenhilfe von Münster wäre nötig gewesen, um ins Halbfinale einzuziehen. In die nächste Runde schafften es die Hanauer am Ende nicht. Dennoch: Mit einem überzeugenden 80:69-Erfolg verabschieden sich die Hanauer aus den Playoffs.

Verzichten musste White-Wings-Headcoach Kamil Piechucki an diesem Abend auf Till-Joscha Jönke, der aufgrund einer Fußverletzung ausfiel. Somit trat das Team gänzlich ohne Mannschaftskapitän an. Immerhin konnte der weiterhin im Abistress befindliche Philip Hecker dem Team heute wieder aushelfen, sodass zumindest 9 Spieler auf dem Spielbogen standen. Den Ausfall ließ sich die Mannschaft jedoch nicht anmerken. Ganz im Gegenteil: Von Anfang an machten die White Wings klar, dass sie die Herausforderung annahmen und sich aktiv darum bemühten, eine Distanz von 27 Punkten herzustellen.

Über weite Teile funktionierte das Spiel im ersten Viertel vor allem über die beiden besten Scorer des Abends Justus Peuser und Edu Arques. Sowohl in Korbnähe als auch von außen schien beiden beinahe alles zu gelingen. München fiel weder offensiv noch defensiv eine Taktik ein, um mitzuhalten. Hanau dominierte das erste Viertel und ging hoch verdient mit 28:11 in den zweiten Spielabschnitt. Erneut funktionierte es offensiv besonders gut über Peuser und Arques. Die Münchner schienen das schwache erste Viertel zumindest ein wenig abgeschüttelt zu haben, ließen Hanau schlussendlich aber dennoch zwei weitere Punkte in Richtung der zu erreichenden Marke davonziehen. Mit 46:27 ging es in die Halbzeitpause.

Den besseren Start in die zweite Hälfte erwischten dann die Bayern, die zunächst um fünf Punkte verkürzten und Hanau zudem beinahe sieben Minuten lang nicht über reguläre Würfe zum Korberfolg kommen ließen – lediglich von der Freiwurflinie aus punktete Hanau in dieser Phase. Der Knoten platzte erst nach einem erfolgreichen Korbleger von Marko Dordevic. Und nachdem dieser rund eine Minute später erneut aus kurzer Distanz abschloss, stand es 57:36 – die Marke von 27 Punkten schien realistischer denn je zu sein.

Die Bayern konnten zwar zwischenzeitlich immer wieder verkürzen – sechs Minuten vor Schluss gelang es den White Wings aber noch einmal, auf 20 Punkte Vorsprung zu stellen. Anschließend rächte sich jedoch die kurze Bank der White Wings. Die Kräfte auf Seiten der Gastgeber schwanden zunehmend, Würfe wurden ungenauer, Unkonzentriertheiten schlichen sich ein. Das nutzten die Münchner, um zurück ins Spiel zu kommen und zwischenzeitlich auf 70:64 anzuschließen. Hanau hielt jedoch dagegen und nutzte vor allem diverse Chancen von der Freiwurflinie, um sich den letztendlichen 80:69-Erfolg zu sichern. Von den im Vorfeld als relativ unrealistisch erscheinenden 27 Punkten Unterschied war das Team zwischenzeitlich nicht allzu weit entfernt. Selbst ein solch hoher Sieg hätte am Ende trotzdem nicht zum Einzug ins das Halbfinale gereicht, da Münster im parallel ausgetragenen Spiel gegen Bochum knapp unterlag.

„Wir sehen dieses Ergebnis als großen Erfolg. Wir sind eine junge Mannschaft und hatten über die Saison immer wieder mit großen Problemen zu kämpfen, darunter Verletzungen sowie wiederholte, quarantänebedingte Trainingspausen. Dass wir am Ende nicht nur die Playoffs erreicht haben, sondern sogar die zweite Runde, ist großartig. Dank des heutigen Sieges zählen wir nicht nur zu den Top 6 der Liga, sondern auch den Top 2 der Südstaffel. Wir sind darauf sehr stolz und hoffen, dass es den Fans genauso geht“, sagt Piechucki nach dem Spiel.

Für die EBBECKE WHITE WINGS Hanau spielten:

Justus Peuser (25 Punkte/3 Assists/4 Rebounds)
Jonas Stenger (0/0/0)
Felix Hecker (2/3/5)
Omari Knox (11/1/1)
Philip Hecker (0/1/0)
Marko Dordevic (10/0/3)
Matthias Fichtner (4/0/1)
Eduard Arques Lopez (19/0/9)
Malik Kudic (9/2/1)



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