Als mögliche Erklärung für die hohen Fallzahlen sowie deren Anstieg könnte auch eine erhöhte Sensibilisierung im Zusammenhang mit der öffentlichen Aufklärungskampagne zum Thema „Häusliche Gewalt“ sowie die daraus folgende höhere Anzeigenbereitschaft der Opfer sein. Zudem sind nach einer Gesetzesänderung Nachstellungshandlungen eher tatbestandsmäßig erfüllt. Das bedeutet konkret, die Opfer müssen nicht mehr in ihrer Lebensführung erheblich beeinträchtigt, sondern die Handlungen müssen hierzu objektiv geeignet sein. Auch das Merkmal der „Beharrlichkeit“ wurde durch das der „wiederholten Begehung“ ersetzt. Eine Vollendung des Delikts wird somit merklich niederschwelliger erreicht.
Proaktiver Ansatz im Umgang mit Betroffenen
Aus der Gewaltspirale können sich die Opfer und vor allem auch die mittelbar betroffenen Kinder meist nicht selbst befreien; Intervention von außen ist oft die einzige Möglichkeit, Straftaten aufzudecken und Opfern zu helfen. Bei den Betroffenen besteht oftmals ein hoher Beratungsbedarf, daher verfolgt das Polizeipräsidium Südosthessen seit mehreren Jahren einen proaktiven Ansatz in Zusammenarbeit mit Hilfsorganisationen, beispielsweise in Zusammenarbeit mit dem Verein „Frauen helfen Frauen e.V.“, wo dortige Bedienstete nach einer Information durch die Polizei entsprechend Kontakt zu den Betroffenen aufnehmen, um ihnen individuelle Unterstützungsangebote wie etwa vorübergehende Unterkunft oder Hilfe bei Behördengängen zu unterbreiten.




Schmerzt es sehr, wenn man mit der Wahrheit konfrontiert wird und außer Ideologie nichts, schon gar keine Argumente hat?
( Rolling Stones/Bette Midler)
- Wir wissen es
- Die Polizei weiß es
- Die Medien wissen es
- Bei der Politik bin ich mir nicht so sicher
Sagen gar nichts zum Thema, reden Fakten schön, und freuen uns über unsere Unversehrtheit!
Warum auch etwas unternehmen, das artet ja nur in Arbeit aus!
Nicht, dass der Nachbar noch mit dem Finger auf uns deutet.