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Zentrale Leistelle bearbeitet 95.000 Notrufe in 2025

Zentrale Leistelle bearbeitet 95.000 Notrufe in 2025
Von links: Sascha Vogt (Schichtführer am 2. Weihnachtstag) Michael Tumbrägel (stellv. Sachgebietsleiter), Reiner Kaul (Sachgebietsleiter), Landrat Thorsten Stolz, Kreisbrandinspektor Markus Busanni, Dr. Manuel Wilhelm, Amtsleiter Dr. Wolfgang Lenz sowie Einsatzkoordinator Holger Waldner.

Alle paar Minuten klingelt das Telefon in der Zentralen Leitstelle an der Frankfurter Straße in Gelnhausen, wenn jemand im Main-Kinzig-Kreis die 112 gewählt hat. Mit großer Routine ermitteln die Einsatzsachbearbeiter dann den konkreten Hilfebedarf und koordinieren unmittelbar die notwendige Unterstützung. Das geschieht innerhalb kürzester Zeit und durchgängig an 365 Tagen im Jahr, wie sich Landrat Thorsten Stolz (SPD) bei seinem traditionellen Besuch zum Jahresende persönlich überzeugen konnte.

Das gilt ohne Einschränkungen auch an den kommenden Feiertagen und mit zusätzlichen Einsatzkräften auch in der Silvesternacht. „Für diese Bereitschaft möchte ich mich bei allen Beschäftigten herzlich bedanken. Sie sorgen dafür, dass den Betroffenen in schwierigen Situationen oder Notlagen zu jeder Zeit zuverlässig geholfen wird“, sagte Stolz angesichts der circa 95.000 Notrufe im ablaufenden Jahr 2025. Das gelte auch für alle anderen Menschen, die im Bereich Rettungsdienst, Feuerwehren, Polizei sowie Hilfs- und Rettungsorganisationen aktiv sind, schließt der Landrat alle Einsatzkräfte in seinen Dank mit ein.

Sie alle sind in hohem Maße gefordert, bestätigt der Leiter des Amtes für Gesundheit und Gefahrenabwehr, Dr. Wolfgang Lenz: „Die Einsatzzahlen haben sich auf dem hohen Niveau der vergangenen Jahre eingependelt“.  Etwas rückläufig sei die Einsatzquote bei den Notärzten, weil hier das System der Telenotärzte immer besser greift, ergänzt Dr. Manuel Wilhelm, Ärztlicher Leiter Rettungsdienst. Positiv zu bewerten sei auch die gute Entwicklung bei den Reanimationen, wo die Überlebensrate mit 10 Prozent deutlich über dem Bundesdurchschnitt liegt.

Möglich sind diese guten Eckdaten nur, wenn das System von der Alarmierung bis zur medizinischen Versorgung des Notfallpatienten im Krankenhaus optimal ineinandergreift. „Hier haben wir in den vergangenen Jahren gemeinsam an viele Stellschrauben erfolgreich gedreht, um im Sinne der Betroffenen die besten Leistungen abzuliefern“, erläuterte Reiner Kaul, Leiter der Zentralen Leitstelle, mit Blick auf die jüngste Erweiterung und Modernisierung der Arbeitsplätze. Die offizielle Inbetriebnahme soll noch im Januar erfolgen.

„Die Arbeit in der Zentralen Leitstelle ist herausfordernd und braucht ein hohes Maß an Konzentration und Sorgfalt“, sagt Landrat Thorsten Stolz. Daher sei es für den Main-Kinzig-Kreis ein wichtiges Anliegen, das organisatorische Umfeld und die konkreten Arbeitsbedingungen kontinuierlich weiterzuentwickeln. Auch hier habe sich in den vergangenen Jahren einiges getan.

So kann der hohe Standard in diesem sensiblen Bereich gehalten werden. Wie der Blick auf die Statistik des abgelaufenen Jahres zeigt, hatten die Rettungsdienste im Zusammenspiel mit der Leitstelle mehr als 86.000 Fahrten zu absolvieren, gut ein Drittel davon mit Sondersignal. Der Rettungshubschrauber war mehr als 300 Mal im Einsatz (Vorjahr 270). Im Bereich Brandalarmierung bewegte sich das Aufkommen im Bereich der Jahre 2023 und 2022. Im Vorjahr waren es 1.977 Einsätze. Hinzu kamen für die Feuerwehren noch rund 3.100 Hilfeleistungseinsätze.

zentraleitstellmkk az

Von links: Sascha Vogt (Schichtführer am 2. Weihnachtstag) Michael Tumbrägel (stellv. Sachgebietsleiter), Reiner Kaul (Sachgebietsleiter), Landrat Thorsten Stolz, Kreisbrandinspektor Markus Busanni, Dr. Manuel Wilhelm, Amtsleiter Dr. Wolfgang Lenz sowie Einsatzkoordinator Holger Waldner.

Kommentare

1
Erfahrungen
4 monate vor
Zunächst ein großer Dank. In den letzten 5 Jahren mußte ich 4 x den Rettungsdienst bemühen. Die Hilfe war immer hochprofessionell. Umso schlimmer, wenn die Übergabe im Krankenhaus nicht funktioniert. Die Notaufnahme, in der die Übergabe richtig funktioniert hat, wurde geschlossen. Gelnhausen und Hanau sind seither überlaufen. Die Mitarbeiter in den Notaufnahmen sind mit dem Patientenstrom überlastet. Da nützt es wenig, wenn man dem Rettungsdienst die ganze Patientengeschichte erzählt, wenn im nächsten Schritt die Übergabe nicht funktioniert. Nach dem Notarzt wird doch schon lange nicht mehr gefragt, weil keine Kapazitäten vorhanden sind.
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