

Dergleichen Fragen stellen sich fast alle Schülerinnen und Schüler umso dringlicher, je näher der Schulabschluss rückt. Hinzu kommt, dass Bewerbungs- und Einstellungsverfahren immer umfangreicher werden. Am Lichtenberg-Oberstufengymnasium in Bruchköbel fanden daher auch in diesem Jahr wieder umfangreiche Berufsinformationstage für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 11 und 12 statt.
Für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 bieten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BARMER-GER ein ganztägiges Bewerbungstraining an und berichteten über die heute üblichen Einstellungsverfahren größerer Unternehmen in so genannten „Assessment-Centers“. Erstmals finden diese Aktivitäten in den Räumlichkeiten der Versicherung statt und werden zielgenauer für interessierte Schülerinnen und Schüler zu unterschiedlichen Terminen angeboten, denn die Erfahrungen der letzten Jahre zeigten, dass eine Reihe von Schülerinnen und Schülern ein solches Training bereits in der zehnten Klasse absolviert hat.
An die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12 richtete sich das Informationsangebot der Hanauer Agentur für Arbeit unter der Leitung von Frau Dr. Klein. Referiert wurde detailliert über ‚Ausbildungs- und Studiengänge und die Hilfsinstrumente der Berufsberatung’. Im Zentrum standen die wichtigsten Informationsmöglichkeiten, Bewerbungsfristen, Berufs- und Studienwahl, kombinierte Ausbildungsgänge an Berufsakademien sowie ‚Numerus clausus’ oder Wartezeiten beim Studium. Die Berufsberaterinnen und Berufsberater betonten dabei die Wichtigkeit, sich möglichst frühzeitig und umfassend zu informieren.
Für die Jahrgangsstufe 12 standen schließlich ‚Berufsfelder aus erster Hand’ auf dem Programm. Hierbei stellten insgesamt 19 Referentinnen und Referenten (darunter auch Azubis) ihre Berufe vor. Das LOG konnte auch in diesem Jahr wieder auf Eltern, ehemalige Schüler und Unternehmen der Region zurückgreifen. So berichtete etwa Wolfgang Reis, Leiter der Familien- und Jugenddienste am Sandeldamm, über ‚Berufsfelder der wissenschaftlichen Psychologie‘. Der leitende Oberarzt für Allgemeinchirurgie der Main-Kinzig-Kliniken, Dr. Forst, informierte über das Berufsfeld OP, und Martin Schwarzkopf, stellvertretender Chefredakteur beim „Main-Echo“, beschrieb die abwechslungsreiche Tätigkeit von Journalisten.
Die Firma Heraeus berichtete über ‚Duale Studiengänge und Berufe für Abiturientinnen‘, und Frau Dr. Jansen und Herr Reitz von der Firma Merck informierten über Ausbildung und Studium im Bereich Natur- und Ingenieurswissenschaften. Die Bundeswehr war ebenso zugegen wie Vertreter ‚klassischer’ Berufe wie Jurist oder Bankkaufmann. Auch über das Lehramtsstudium wurde berichtet.
Eine durchweg positive Bilanz zog Anette Luh, Organisatorin der Berufsinformationstage: Das deutliche Interesse der Schülerinnen und Schüler an den einzelnen Veranstaltungen, der rege Andrang sowie die Qualität der Schülerfragen zeigten, wie wichtig es sei, dass die Schule auch weiterhin ihrer Beratungspflicht in Form der ‚Berufsinformationstage‘ nachkomme.



