
Am Lichtenberg-Oberstufengymnasium in Bruchköbel finden daher seit Ende der Weihnachtsferien wieder umfassende Berufsinformationstage für Schülerinnen und Schüler statt. Die Studien- und Ausbildungsangebote würden immer vielseitiger und somit auch unübersichtlicher, gleichzeitig der Beratungsbedarf immer höher. Man habe daher auch in diesem Jahr wieder leichte Veränderungen in der Konzeption vorgenommen, erläutert Anette Luh, Koordinatorin der Berufsinformationstage. Das traditionelle Bewerbungstraining für die Jahrgangsstufe 11 mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Barmer-Ger werde noch bis Mitte Februar klassenweise und nach Bedarf durchgeführt.
Für die Jahrgangsstufe 12 begann das Beratungsangebot mit der Infoveranstaltung ‚Wege nach dem Abitur und die Hilfen der Berufsberatung’ der Hanauer Agentur für Arbeit. Im Zentrum standen hierbei die wichtigsten Informationsmöglichkeiten, Bewerbungsfristen, Berufs- und Studienwahl, kombinierte Ausbildungsgänge an Berufsakademien sowie ‚Numerus clausus’ oder Wartezeiten beim Studium. Die Referentinnen betonten dabei die Wichtigkeit, sich möglichst frühzeitig und umfassend zu informieren. Wer erst während des Abiturs damit beginne, verliere unnötig viel Zeit.
Erstmals durchgeführt wurde in diesem Jahr ein eigener Projekttag zur Berufsorientierung für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12. Ziel war es, bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen Reflexionsprozess über die eigenen Wünsche und Fähigkeiten in Bezug auf die anstehende Berufswahl zu initiieren. Hierbei wurden unter anderem Berufsneigungstests und Übungen zur Selbst- und Fremdwahrnehmung durchgeführt. Organisiert wurde der Projekttag von den Fachlehrerinnen und –lehrern Politik und Wirtschaft (POWI).
Dergestalt vorbereitet konnten die Schülerinnen und Schüler wieder ‚Berufsfelder aus erster Hand’ kennen lernen. Insgesamt 23 Referentinnen und Referenten, darunter viele Eltern von LOG-Schülern, aus den unterschiedlichsten Bereichen und Einrichtungen stellten hier ihre Berufe vor. Die Firma Heraeus etwa berichtete über Beschäftigungs- bzw. Ausbildungsmöglichkeiten in ihrem Unternehmen, wobei Duale Studiengänge (die Verbindung von Studium und praktischer Ausbildung im Betrieb) einen besonders breiten Raum einnahmen. Polizei und Bundeswehr waren ebenso zugegen wie Vertreter ‚klassischer’ Berufe wie Rechtsanwalt oder Journalist. Daneben wurden aber auch neuere Berufsbilder wie interne Unternehmenskommunikation oder Casting im Medienbereich für Kinder und Jugendliche vorgestellt.
Initiatorin Anette Luh konnte erneut positiv Bilanz ziehen: Das anhaltend große Interesse der Schülerschaft auch in diesem Jahr spreche für sich.



