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Gegenwind-Vereine: Rückbau-Kosten von Windkraftanlagen viel höher

Gegenwind-Vereine: Rückbau-Kosten von Windkraftanlagen viel höher
Das gemeinsame Schreiben präsentieren der Vorsitzende des Vereins Gegenwind Bad Orb, Herr Prehler, und die stellv. Vorsitzende des Vereins Gegenwind Freigericht, Frau Roßbach.

"Gemäß einem gemeinsamen, aktuellen Erlass der zuständigen Ministerien bemessen sich die zu stellenden Sicherheitsleistungen für den Rückbau von Windkraftanlagen nach der Nabenhöhe des jeweiligen Windrades. Der Betrag ermittelt sich aus der Nabenhöhe mal 1.000 Euro. Bei den geplanten Windrädern in Freigericht mit einer Nabenhöhe von 175 Meter beträgt die Sicherheitsleistung somit 175.000 Euro. Nach Expertenmeinung deckt dies nicht annähernd die tatsächlich anfallenden Kosten für den Rückbau. Die geplanten Anlagen mit gewaltigen Dimensionen und einer Gesamthöhe > 250 Meter erfordern Materialien und Fundamente (unter anderem 320 Tonnen Stahl und 1600 Kubikmeter Beton pro Windrad), deren Rückbaukosten mit dieser Vorgabe in keinster Weise in Einklang stehen", so die Vereine "Gegenwind Freigericht" und "Gegenwind Bad Orb" in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

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Tatsächlich würden sich die belegbaren Rückbaukosten im Jahr 2024 zwischenzeitlich ohne Berücksichtigung des Zinseszinseffektes, der Inflation und den Teuerungsraten bei Bauprojekten dieser Art und Größe auf mehr als 1,3 Millionen Euro im Durchschnitt je Windrad belaufen: "In Summe kann bei einem mittelgroßen Windpark eine Differenz in zweistelliger Millionenhöhe entstehen. Auf diese Diskrepanz haben die Vereine Gegenwind Freigericht und Gegenwind Bad Orb in einem Schreiben an die zwei zuständigen Hessischen Ministerien für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlicher Raum sowie Landwirtschaft, Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat hingewiesen. Darüber hinaus haben sie diesen Sachverhalt auch dem Hessischen Rechnungshof zur Kenntnis gegeben. Auf Mängel in diesem Bereich hatte auch der Rechnungshof des Landes Rheinland-Pfalz in seinem Jahresbericht 2024 (vgl. Nr. 13 Rückbau von Windenergieanlagen - fehlende landesrechtliche Regelungen, unzureichende finanzielle Absicherung und ungenügende Überwachung) hingewiesen."

Die Vereine befürchten, dass bei der Beibehaltung dieser Verwaltungspraxis in den Genehmigungsbehörden von nicht rechtskonformen Genehmigungen auszugehen ist: "Offensichtlich werden bewusst Tatsachen ignoriert, die als verdeckte Bevorzugung der Windindustrie gewertet werden könnte. Die Vereine sehen hier auch Risiken und Fehlentwicklungen hinsichtlich der Gesamtwirtschaftlichkeit der Projekte, wenn die vom Gesetzgeber geforderten zu niedrigen Beträge in die Wirtschaftlichkeitsberechnungen der Projektierer einfließen sollten. Der Schaden, der aus dieser fehlerhaften Berechnung resultiert, ist enorm und betrifft am Ende die Kommunen, Verpächter und letztendlich die Steuerzahler, die die realen Kosten bei Ausfall der Betreiber zahlen müssen. Bei der derzeit zur Auflage gemachten Praxis in den Genehmigungsverfahren wird aus Sicht der Vereine wissentlich und grob fahrlässig die erforderliche Sorgfaltspflicht verletzt. Aufgrund der aktuell rasant steigenden Zahl an Genehmigungsverfahren sehen die Vereine hier dringenden Handlungsbedarf hinsichtlich der Umstellung der Berechnungsverfahren zur Rückbau-Sicherheitsleistung auf der Basis realistischer Kosten. Sie haben eine zeitnahe Änderung der Verwaltungspraxis gefordert", heißt es abschließend in der Pressemitteilung.

prehlerossbach az

Das gemeinsame Schreiben präsentieren der Vorsitzende des Vereins Gegenwind Bad Orb, Herr Prehler, und die stellv. Vorsitzende des Vereins Gegenwind Freigericht, Frau Roßbach.

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Kommentare

4
Anonym
1 jahr vor
Im Hessischen Fernsehen war vorhin ein Sendung in der ein hessisches Startup vorgestellt wurde, dasRotorblätter aus Holz herstellt.

Das muss doch kostengünstig im Rückbau sein.

Zitat:
https://www.ardmediathek.de/video/mex/mex-das-marktmagazin-vom-31-07-2024/hr-fernsehen/YjQ3MWQ1ODktN2U1My00YzZhLWE0ZDMtOGJlZDM4YzhjNThh
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7
Opa24
1 jahr vor
zitiere Claudia R.:
Die Kosten für die Fukushima-Katastrophe sollen im Jahr 2024 die 200 Milliarden überschreiten

Wenn die Rückbaukosten für WiKas nur 1,3 Millionen sind, dann ist das doch ein Argument endlich die Windräder zu bauen.

Ich muss ihnen recht geben, da wir unmittelbar in einer Region leben, wo ständig Erdbeben und Tsunamis das ganze Land erschüttert, ist es natürlich besser, viele, viele Windkraftanlagen aufzustellen. Scheißegal was da in Wäldern und auf Wiesen verbaut wird, für mich ist es die typische Doppelmoral der Grünen, für die Natur demonstrieren und gleichzeitig die Natur mit diesen Dingern zerstören. Es gibt natürlich noch einen großen Aspekt dieser Anlagen, es werden Unsummen damit verdient. Wenn der Strom bei uns knapp wird, gibt es ja zum Glück noch unsere europäischen Nachbarn, die uns ihren Atomstrom verkaufen.
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4
habichniegesagt
1 jahr vor
erstens ist es ein Energieverbund .2 haben wir in den letzten Ja hren den meisten Strom geliefert in das Ausland.
Unsummen verdienen nur die Betreiber alles andere wir auf den Steuerzahler abgewälzt.
Und man hat ja gesehen welche Probleme die Franzosen mit der Kühlung ihrer Kraftwerke hatten.
Es ist immer wichtig auf einen Energie Mix zusetzen aber selbst die Betreiber wollen keine neuen AkW bauen zudem müsste der Steuerzahler 100% der Kosten gerade stehen incl alle Risiken.
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1
Claudia R.
1 jahr vor
Die Kosten für die Fukushima-Katastrophe sollen im Jahr 2024 die 200 Milliarden überschreiten

Wenn die Rückbaukosten für WiKas nur 1,3 Millionen sind, dann ist das doch ein Argument endlich die Windräder zu bauen.
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4
habichniegesagt
1 jahr vor
zitiere habichniegesagt:
weiß gar nicht was die wollen. Wahrscheinlich sich dann zu Rühmen wenn nicht gebaut wird
Eine Weltfirma aus der Region (mit besten Verbindungen nach Wiesbaden)will dort ja etwas errichten. Also gibt es da auch keine Windräder hört man so aus verschiedenen Quellen

Jedenfalls in um Bad Orb
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Walter Wissenbach
1 jahr vor
Nanu? Seit Mitte der 90er Jahre werden solche "Windparks" gebaut, seit 2000 gibt es das "Erneuerbare Energien Gesetz" und spätestens seit dieser Zeit haben Naturschützer und Vogelschützer dagegen protestiert und Politiker davor gewarnt. Ich erinnere mich gut daran, dass die hohen Rückbaukosten - besonders für die Entsorgung der Plastik-Verbundwerkstoffe der riesigen Flügel und der für die Standsicherheit nötigen enormen Mengen von Beton und Stahl in den Waldböden für die Fundamente immer - gebetsmühlenhaft von den Windkraftskeptikern genannt, aber stets von sogenannten "Gutachtern" viel niedriger eingeschätzt worden sind.
Und erst jetzt, nachdem so viele von diesen Türmen in unseren hessischen Wäldern stehen und die ersten von ihnen nun das Ende ihrer Produktlebenszyklen erreichen, fällt allgemein auf, dass (auch) die Position "Rückbau" in den Wirtschaftlichkeitsberechnungen, in den Genehmigungsverfahren und in den politischen Debatten durch die (grünen) Windkraftbefürworter stets drastisch schöngeschrieben worden ist. Da steht Arglist zu vermuten.
Es gibt ein von charakterschwachen Menschen häufig verfluchtes Naturgesetz: Die Wahrheit kommt immer heraus, manchmal früher, manchmal später, aber zuverlässig immer.
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0
Bond
1 jahr vor
Dünnes Eis, verehrter „Pietje“ , sehr dünnes Eis!
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8
D.A.
1 jahr vor
Die Kosten und die Natur interessieren niemanden wirklich,wenn die Grüne Seele frohlockt.
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7
Zurechnungsfähiger
1 jahr vor
Deren Seele ist niemals grün !
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8
Ralf
1 jahr vor
Vorab klären und nicht später der Bevölkerung aufdrücken wie es die Regierung macht. Dazu die immensen Folgeschäden an Natur, Mensch und Tier.
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3
ichglabdesjetzt ned
1 jahr vor
das gleich gilt für Atomkraftwerke, Bergwerke,Tagebau,Wasserkraftwerke also erst einmal Denken .
außer man ist ideologisch Verblendet .
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1
Reinhold
1 jahr vor
Sie sprechen von Rückbaukosten für ein Windrad??
Es wurde noch kein eines in der Orber Region gebaut.
Strom wollen alle haben, der kommt doch aus der Steckdose.
Noch Fragen?
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4
habichniegesagt
1 jahr vor
weiß gar nicht was die wollen. Wahrscheinlich sich dann zu Rühmen wenn nicht gebaut wird
Eine Weltfirma aus der Region (mit besten Verbindungen nach Wiesbaden)will dort ja etwas errichten. Also gibt es da auch keine Windräder hört man so aus verschiedenen Quellen
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habichniegesagt
1 jahr vor
zitiere habichniegesagt:
weiß gar nicht was die wollen. Wahrscheinlich sich dann zu Rühmen wenn nicht gebaut wird
Eine Weltfirma aus der Region (mit besten Verbindungen nach Wiesbaden)will dort ja etwas errichten. Also gibt es da auch keine Windräder hört man so aus verschiedenen Quellen

Jedenfalls um Bad Orb
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Pietje
1 jahr vor
zitiere Reinhold:
...
Strom wollen alle haben, der kommt doch aus der Steckdose.
Noch Fragen?



Ja, das ist völli richtig, aber trotzdem kein Grund, um mit falschen Angaben/Zahlen/Informationen zu arbeiten!
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3
ichglabdesjetzt ned
1 jahr vor
die Rückbaukosten für Atomkraftwerke stimmten ja auch nicht.Weil das keiner wirklich beziffern kann. Und die Endlagerung wenn es die mal gibt für die nächsten 1000 jahre.
Und die alten stillgelegten Berschwerke gegen absaufen zu sichern waren mal 600Millionen pro Jahr.Zudem die Gefahr einstürzender Flötze.
Ein Milliardengrab die nächsten 40 Jahre.
Zudem bleiben viele Grundstückbesitzer auf ihren Kosten sitzen
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