Reddig hatte sich in Interviews für eine Kopplung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung ausgesprochen und die Rente mit 70 als „mögliche Lösung“ bezeichnet.
„Wer die Rente mit 70 als mögliches Zukunftsmodell verkauft, ignoriert die Realität vieler Menschen in körperlich und psychisch belastenden Berufen“, kritisiert der SPD-Kreisvorsitzende Andreas Hofmann. „Im Handwerk und in Pflegeberufen können Beschäftigte körperlich nicht so lange arbeiten und müssen hohe Abschläge in Kauf nehmen. Dabei sind es gerade diese Berufsgruppen, die früh ins Berufsleben starten und meist über 45 Beitragsjahre auf dem Buckel haben.“
Lennard Oehl, stellvertretender Vorsitzender der SPD Main-Kinzig, wirft Reddig unnötige Profilierung vor: „In seinen Stellungnahmen zweifelt Reddig die Finanzierbarkeit der Rente an und verweist auf die nominalen Bundeszuschüsse an die Rentenversicherung. Das ist zutiefst unseriös. Der relative Anteil der Bundeszuschüsse an die Rentenversicherung ist in der Vergangenheit weitgehend stabil geblieben. Waren es 2022 noch 2,8 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP), werden es 2027 2,9 % sein. Auch der Anteil der Bundeszuschüsse an den Gesamtausgaben der Rentenversicherung ist seit zwei Jahrzehnten konstant“, erklärte Oehl und verwies auf Zahlen der Deutschen Rentenversicherung. (Quelle 1)
Für Irritation sorgten außerdem Reddigs Aussagen zum Rentenniveau, das er in einem Interview mit der Tageszeitung „Die Welt“ infrage stellte. „Der aktuelle Gesetzesentwurf, der das Rentenniveau bis 2031 bei 48 % sichert, ist mit der CDU im Koalitionsvertrag fest vereinbart. Dies infrage zu stellen, erinnert an das Verhalten der FDP in der Ampel-Regierung, die ihre eigenen Gesetzesentwürfe öffentlich diffamiert hat“, so Hofmann abschließend.
Die SPD Main-Kinzig sieht ebenfalls Reformbedarf in der Rentenpolitik. Lennard Oehl, der als Bundestagsabgeordneter in der vergangenen Wahlperiode das Rentenpaket der damaligen Bundesregierung beraten hatte, hält eine Kapitaldeckung in der gesetzlichen Rentenversicherung für unumgänglich. „In der Ampel-Koalition hatte man sich mit dem Generationenkapital auf einen Kapitalstock für die gesetzliche Rentenversicherung geeinigt, dessen Kapitalerträge die Rentenversicherung unabhängiger vom demographischen Wandel machen sollten. Es ist fahrlässig, dass sowohl Union als auch SPD diese Pläne nun nicht weiterverfolgen wollen.“ Außerdem sei eine Reform der privaten Altersvorsorge dringend notwendig: „Die Riester-Rente muss um ein einfaches, effizientes Produkt ergänzt werden, das im Vertrieb günstiger ist als die aktuellen Altersvorsorgeprodukte.“



Das, was Sie fordern (mehr Kinder), ist nicht mehr finanzierbar. Kinderarzt, Wohngeld, Elterngeld, KiTa, Schule, Nachmittagsbetreuung, kostenlose Uni, Deutschlandticket. Wissen Sie, was ein Kind an Kosten verursacht, bevor es überhaupt Beitragszahler wird?
Keine Industrie, kein Steuergeld, keine Zukunft. So schauts aus. Wäre schade für noch Ungeborenen.
und der damit Verbundenen Flutung des Sozialsystems.
Es gibt mittlerweile genügend Auswertungen und Statistiken, die genau aufzeigen, wo das Problem liegt.
Man darf es aber nicht Ansprechen!
Würde die Kraft und Finanzen darin Investiert, die „Willige“ Bevölkerung zu Fachkräften auszubilden, würde man nicht immer wieder das Geschwätz vom Fachkräfte Import erzählt bekommen.
Deutschland war Weltweit angesehen für seine Berufsausbildung (Schule & Betrieb), doch das ist lange vorbei.
Steuergelder werden zum Lebensunterhalt der Importierten Fachkräfte ausgegeben, anstatt den Nachwuchs selber zu Fachkräften auszubilden.
Und das nun schon viele Jahre.
die Mär des Fachkräftemangels ist doch nur die Rechtfertigung der Zustände hier. Es mangelt aber weder an Hirnchirurgen, Raketentechnikern oder Hochhausarchitekten.
Sondern an Menschen, die doof genug sind für Mindestlohn die Dr3cksarbeit zu machen. Aber wenn das Bürgergeld mit Wohngeld höher ist als Mindestlohn, höher ist als die Azubivergütung z.B für MFA, ZFA etc.
Wer wandert dann ein? Und wer wandert aus?
Glückwunsch. Auf Anhieb in den Fettnapf gesprungen. Das werden Sie noch merken, wenn Sie einen Facharzt brauchen.