TPL_VORSPRUNG_SKIP_NAV
Keiler Bier

Ausbildung in Physiotherapie: Ein anspruchsvoller Weg

Ausbildung in Physiotherapie: Ein anspruchsvoller Weg
Von links: Jörg Karnelka, Geschäftsführer MK-Akademie für Gesundheit und Pflege, Luise Meister (Kreistagsfraktion), Gülistan Tuna (Kreistagsfraktion), Jennifer Düpper Leiterin Physio-Campus, Günther Kauder ehrenamtlicher Kreisausschuss, Julia Czech (Kreistagsfraktion), Rudolf Michl SPD Gelnhausen, Veronika Viehmann (Kreistagsfraktion), Birgit Jakob-Wegener SPD Gelnhausen, Uta Böckel (Kreistagsfraktion), Conny Rück (Kreistagsfraktion), Victoria Schmidt (Kreistagsfraktion).

Seit dem 1. September 2025 werden Physiotherapeutinnen und -therapeuten in der kreiseigenen Akademie für Gesundheit und Pflege ausgebildet.

Dringend benötigt werden diese Fachkräfte sowohl in den Kliniken und Altenpflegezentren in Trägerschaft des Kreises, als auch in den heimischen Praxen und Reha-Einrichtungen. „Wo andernorts der Fachkräftemangel in Gesundheits- und Pflegeberufen nur beklagt wird, hat sich der Main-Kinzig-Kreis längst auf den Weg gemacht und so bilden wir nun neben klassischem Pflegepersonal auch in spezialisierten Bereichen, wie eben der Physiotherapie, selbst aus“, macht Jörg Karnelka, Geschäftsführer der Main-Kinzig-Akademie für Gesundheit und Pflege, deutlich.

Angesiedelt ist der Physio-Campus derzeit noch in Räumlichkeiten im Areal „Zum Wartturm“ in Gelnhausen auf dem ehemaligen Kasernen-Gelände. Nach Errichtung des Akademie-Gebäudes auf dem Areal des Bildungshauses in der Frankfurter-Straße 30 wird künftig alles „unter einem Dach“ zu finden sein.

„Gestartet sind wir im ersten Ausbildungsjahr mit 26 Personen in drei modern ausgestatten Räumen“, berichtet Jennifer Düpper, Leiterin des Physio-Campus. „Als realistische Ausbildungskapazität sehen wir uns im Jahr 2030 bei 80 Auszubildenden im Bereich Physio. Kooperationspartner wie Kliniken, Rehaeinrichtungen und Physiotherapiepraxen im Main-Kinzig-Kreis unterstützen den Campus, so dass die Ausbildung kostenfrei für die Schülerinnen und Schüler erfolgen kann und darüber hinaus im zweiten und dritten Lehrjahr eine Ausbildungsvergütung gezahlt werden kann. Diese Umsetzung hat Modellcharakter in Hessen“, so Jennifer Düpper, die die Besucherinnen und Besucher in diesem Zusammenhang darauf aufmerksam machte, dass die Übernahme der Schulgebühren durch das Land für die Ausbildung im Fachbereich Physiotherapie nur befristet bis zum Ende des Jahres 2027 laufe. Ein Umstand, der bei den Anwesenden auf großes Unverständnis stieß. „Wir benötigen dringend Fachkräfte in allen Berufen rund um das Thema Gesundheit und Pflege. Hier werden wir nachhaken und uns dafür einsetzen, dass die Schulgeldfreiheit auch für die Physiotherapeutenausbildung unbefristet weiterläuft. Eine Ausbildung, für die man Geld mitbringen muss, macht sie unattraktiv und ist gerade bei solchen Mangelberufen absolut kontraproduktiv“, so Uta Böckel, bildungspolitische Sprecherin der SPD-Kreistagsfraktion.

Um eine Ausbildung im Bereich Physiotherapie zu beginnen, benötigt es einige Voraussetzungen. Realschulabschluss, Schwimmfähigkeit, körperliche und geistige Eignung sowie ein allgemeinmedizinisches Attest müssen nachgewiesen werden, um zum Eignungstest in der Akademie für Gesundheit und Pflege zugelassen zu werden. „Bei uns im Campus erhalten die Auszubildenden die theoretische Basis, die praktische Ausbildung erfolgt bei unseren Kooperationspartnern. Hierbei sind Theorie und Praxis in der dreijährigen Ausbildung gut verteilt. Um nach drei Jahren den Abschluss zum/zur Physiotherapeut/-in zu erlangen, gilt es 21 Einzelprüfungen aus 45 unterschiedlichen Fächern erfolgreich zu absolvieren. Ein anspruchsvoller Weg, der sich auf jeden Fall lohnt“, weiß Jennifer Düpper. „Als Physiotherapeut kann man in vielfältigen Bereichen tätig werden. Beginnend bei Säuglingen bis hin zur Altenpflege. Deshalb ist es essentiell wichtig, dass eine enge Verzahnung und gute Zusammenarbeit zwischen Ärzten, Pflegepersonal und Physiotherapiekräften stattfindet, um Patientinnen und Patienten ganzheitlich versorgen zu können“.

Auf einem gemeinsamen Rundgang durch den neuen Campus bekamen die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten einen Einblick in die Vielschichtigkeit der Physiotherapeutischen Grundlagenausbildung. Angetan waren die Besucherinnen und Besucher von Kompetenz und Engagement von Campus-Leiterin Jennifer Düpper. „Es ist eine Freude zu sehen, mit wie viel Herzblut hier gearbeitet wird. Wir sind sicher, dass es sich schnell rumspricht, wie attraktiv der physiotherapeutische Beruf ist und dass eine Ausbildung hier am Campus der Akademie für Gesundheit und Pflege des Main-Kinzig-Kreises die beste Grundlage bietet, die man sich vorstellen kann“, so Uta Böckel abschließend.

physiospdkreistagsf az

Von links: Jörg Karnelka, Geschäftsführer MK-Akademie für Gesundheit und Pflege, Luise Meister (Kreistagsfraktion), Gülistan Tuna (Kreistagsfraktion), Jennifer Düpper Leiterin Physio-Campus, Günther Kauder ehrenamtlicher Kreisausschuss, Julia Czech (Kreistagsfraktion), Rudolf Michl SPD Gelnhausen, Veronika Viehmann (Kreistagsfraktion), Birgit Jakob-Wegener SPD Gelnhausen, Uta Böckel (Kreistagsfraktion), Conny Rück (Kreistagsfraktion), Victoria Schmidt (Kreistagsfraktion).

Zeig dein Herz und spendiere der Redaktion einen Kaffee! Jede Unterstützung hilft uns, weiterhin unabhängig aus der Region zu berichten.
☕ Kaffee spendieren
Artikel teilen: Teilen Tweeten Teilen
Ihnen ist etwas Interessantes aufgefallen im Main-Kinzig-Kreis? Schreiben Sie uns an info@vorsprung-online.de
Interkulturelle Wochen im Main-Kinzig-Kreis