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Keiler Bier

„Die Sterne sind wir: die Zukunft Europas“

Freitagvormittag in der Aula der Kopernikusschule: Zum Ende der Projektwoche des Jahrgangs Q1 werden die Ergebnisse der Arbeitsgruppen präsentiert.

Um 10:45 Uhr treten 32 Schülerinnen und Schüler, von denen auffallend viele dunkelhaarig sind, auf die Bühne. Alle tragen sie ein T-Shirt mit der Aufschrift Comenius 2012. Spätestens als sie die Europahymne anstimmen, wird allen klar, dass es sich um die deutsch-italienische Austauschgruppe handelt, die im Rahmen der Projektwoche in bilateraler Zusammenarbeit die zahlreichen Ergebnisse ihrer Austauscherfahrungen vorstellen wird.

Die Gruppe hatte schon im April dieses Jahres in Terlizzi begonnen, das Thema „Italien - Deutschland: Eine Reise zwischen Vorurteilen, Stereotypen und Wirklichkeit“ zu behandeln. Nun konnten die Ergebnisse erweitert und für die Präsentation aufbereitet werden. Man hatte Interviews und Internetumfragen vorbereitet, durchgeführt und ausgewertet und mit den eigenen Beobachtungen ergänzt. Außerdem lasen die Beteiligten während der Sommerferien Bücher, die das Thema behandeln und fertigten Plakate mit ihren Buchbesprechungen an. Wen interessiert, was Goethe in seiner „Italienischen Reise“ über Italiener sagt oder wie die Teilnehmer „Maria, ihm schmeckt’s nicht“ bewerten, kann auf der Homepage der Kopernikusschule in Kürze die Ergebnisse einsehen. Dort ist dann auch ein von den Jugendlichen gedrehter Film zu sehen, der mit Ironie und Selbstkritik einige Stereotype behandelt, sie teilweise bestätigt, teilweise jedoch auch relativiert oder in Frage stellt. Das Filmprojekt konnte dank der finanziellen Unterstützung durch die Europäische Union unter professioneller Leitung eines Medienspezialisten verwirklicht werden.

Am Abschiedsabend, für den die deutschen Gasteltern ein großartiges Büffet zusammengestellt hatten, dankte Italienischlehrerin Dr. Bärbel Zerrenner ihren italienischen Kolleginnen sowie ihren beiden deutschen Kolleginnen Anita Herbert (künstlerische Gestaltung) und Nathalie Baron (musikalische Gestaltung). Sie drückte ihre Freude darüber aus, dass Nunzia Tarantini, Leiterin der italienischen Partnerschule, ihre Stellvertreterin Maria Teresa Santacroce und Lehrerin Lidia Vinci die Austauschgruppe nach Freigericht begleiteten.

"In der Zeit der Eurokrise sind Begegnungen Jugendlicher verschiedener Nationalitäten und das gemeinsame Arbeiten an problemorientierten Themen von besonderer Bedeutung", so Dr. Zerrennner. Das Motto des Treffens „Die Sterne sind wir: die Zukunft Europas“ sollte nicht nur den Bezug zum Rahmenthema des Literarischen Novembers „ad astra“ herstellen, sondern auch verdeutlichen, dass die Jugendlichen an dem ideellen Zusammenwachsen Europas arbeiten.

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