Zum einen böten sich nach der Ausbildung vielfältige Möglichkeiten, sich weiter zu qualifizieren, zum anderen würden Fachkräfte in den MINT-Berufen händeringend gesucht. „Daher möchten wir zukünftig mit den Schulen unserer Region noch intensiver kooperieren“, fügt Kaufhold hinzu. Die Kooperationsvereinbarung mit der Kopernikusschule in Freigericht sieht vor, dass Schülerinnen und Schüler über einen „Unternehmensnachmittag“ bei Fragen zur Berufswahl von Auszubildenden informiert und beraten werden sollen. Darüber hinaus sollen die Azubis den Schülern mit Rat zur Seite stehen, unter anderem auf der Facebook Seite „I am MINT“. Hierzu werden die Azubis zuvor durch das „I AM MINT-Projekt“ als Mentoren geschult.
„I AM MINT“ will mathematisch-technisch begabte, aber noch unentschlossenen Schülerinnen und Schüler für einen Berufsweg im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) gewinnen. Gerade in diesen Berufen steigt die Nachfrage in den kommenden Jahren steil an. Schon 2014 werden in Hessen rund 70.000 Fachkräfte fehlen. Verschärft wird das Problem durch die zurückgehende Zahl der Schulabsolventen, die in Hessen bis zum Jahr 2025 um 20% sinken wird.
„Wir müssen uns frühzeitig um den technischen Nachwuchs kümmern, wenn wir die Wettbewerbsfähigkeit unserer Region und des Landes sichern wollen“, ergänzt Kaufhold. „Mit unseren Azubi-Mentoren und den Unternehmensnachmittagen bieten wir interessierten Jugendlichen eine praxisnahe Form der beruflichen Orientierung. Mit Hilfe von „I AM MINT“ habe das Unternehmen zu diesem Zweck eine nachhaltige Kooperation mit der Kopernikusschule in Freigericht geschlossen“, so Kaufhold weiter.
„I AM MINT passt sehr gut in unser Konzept der Berufsorientierung“, freut sich Kerstin Schmeckthal, Hauptschulzweigleiterin an der Kopernikusschule, über den Abschluss der Kooperationsvereinbarung. Zum einen biete das Projekt der Schule die Möglichkeit, dauerhafte Kontakte zu den Unternehmen der Region aufzubauen, zum anderen hätten mathematisch-technisch begabte Schüler und Schülerinnen die Möglichkeit, sich einen Eindruck von der Praxis technischer Berufe zu verschaffen. „Mit den Azubi-Mentoren erhalten unsere Schülerinnen und Schüler einen Ansprechpartner, der ihre Sprache spricht. Das gefällt uns besonders gut“, sagte Schmeckthal abschließend.
Hintergrund des Projektes
„I AM MINT“ wird aus Mitteln des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung, des Europäischen Sozialfonds und der Bundesagentur für Arbeit finanziert. Die hessische Wirtschaft und das Hessische Kultusministerium unterstützen das Projekt. Ziel ist es, junge Menschen für die MINT-Berufsausbildung zu begeistern – vor allem die einschlägig begabten, aber noch unentschlossenen. Das Projekt wird von der Landesarbeitsgemeinschaft SCHULEWIRTSCHAFT hessenweit umgesetzt und läuft bis Ende 2013.
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