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Keiler Bier

„Klar sehen – nichts vernebeln“

„Klar sehen – nichts vernebeln“

„Ich dachte der Becher steht hier", so der Kommentar einer erstaunten Schülerin, die sich größte Mühe gab, mit einer so genannten Rauschbrille vor den Augen Hindernissen aus dem Weg zu gehen.

„Sie bewegt sich ganz komisch", lachten ihre Mitschüler, die sie bei ihren Gehversuchen mit der Rauschbrille, die die Wahrnehmung der Umwelt mit einer gewissen Promillezahl simuliert, beobachteten. Solche und weitere kreative Erfahrungen sammelten die mehr als 300 Schülerinnen und Schüler des kompletten Jahrgangs 8 der Kopernikusschule Freigericht, als sie sich aktiv mit den Themen „Alkohol und Tabak“ an fünf Stationen des interaktiven Stationenparks in der Aula beschäftigten. Das Motto des von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZGA) entwickelten Parcours lautet: „Klar sehen, den Durchblick haben und sich nichts vormachen“.

„Ziel des Parcours ist es, das Nichtrauchen und den kritischen Umgang mit Alkohol zu fördern“, so Kerstin Mathie, Beratungslehrerin für Sucht- und Drogenprävention an der Kopernikusschule. Bereits zum dritten Mal hat sie das Projekt zusammen mit ihren Kollegen Alexandra Pinkert und Kai Nolde und in Kooperation mit dem Jugendamt des Main-Kinzig-Kreises sowie der Präventionsstelle für Sucht und Drogen der AWO-Gelnhausen organisiert. Als kompetente Referenten standen den Jugendlichen an jeder Station Lehrkräfte sowie Dagmar Wieland von Sucht- und Drogenpräventionsstelle als auch Marcus Arazi und  Heiko Loos sowie pädagogische Mitarbeiterinnen Rede und Antwort.

Je nach Engagement bekamen die Gruppen an den Stationen Punkte. So galt es an der „Trinkbar“, verschiedenen Flaschen und Gläsern entsprechende Getränke zuzuordnen. Auch der Alkoholgehalt der Getränke sollte bestimmt werden. Dass man pro Jahr ca. 1500 Euro sparen kann, wenn man nicht raucht, wurde an der fünften Station deutlich.  Hier sorgte auch eine überdimensionale Zigarettenschachtel mit riesigen Zigaretten für  Aufmerksamkeit  und die interessierten Schülerinnen und Schüler erfuhren alles über Tabak, Inhaltsstoffe von Zigaretten, Kosten des Konsums sowie negative Folgen des Rauchens.  An der Station „Talkshow“ sollten die Jugendlichen eine fiktive Geschichte mit Lösungswegen zu den Problembereichen „Sucht, Alkohol, Tabak“ entwickeln. Kreativität war auch an der Station „Images“ gefragt, wo es darum ging, Werbung zu analysieren und ein neues Produkt werbewirksam auf den Markt zu bringen. Nachdem die Schüler den Parcours durchlaufen hatten, wurden sie am Ende während einer Siegerehrung für ihr Engagement und Interesse mit kleinen Preisen  belohnt. Alle Beteiligten waren sich am Ende einig, dass dieses lohnende Projekt eine Neuauflage für den nächstjährigen Jahrgang 8 erfahren soll.

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