Im Zentrum standen die 11 in den Sparten „Jugendbuch“ und „Preis der Jugendjury“ für den deutschen Literaturpreis nominierten Bücher – vorgestellt und präsentiert von den 16 Mitgliedern der Literatur-AG unter der Leitung von Christine Bischoff. Als Moderatorinnen führten Matida Gorol und Emma Arnold aus der Klasse 8.7 durch den Nachmittag und begleiteten das Publikum durch literarische Welten.
In der Kategorie „Jugendbuch“ erzielte der berührende Text „Nur ein wenig Angst“ von Alexander Kielland Krag die meisten Punkte. Darin wird der 17-jährige Cornelius begleitet, dessen Leben plötzlich Panikattacken erschüttern. Besonders unmittelbar wirkt dieser Text durch die direkte Erzählperspektive und die Leerstellen, die nicht nur das Layout lässt. Dieser Text erschien dem Publikum und den Teilnehmenden als ganz besonders preisverdächtig, da darin ein wichtiges und erschreckendes Thema feinfühlig und poetisch erzählt wird.
Auf den zweiten Platz kam der Skaterroman „Kurz vor dem Rand“, dicht gefolgt von dem sehr aktuellen Roman „Über den Dächern Jerusalems“, erzählt von der Journalistin Anja Reumschüssel und gleich in beiden Sparten nominiert. Im Zentrum des Romans steht der Nahostkonflikt – in der Zeit vor der Eskalation, die seit einem Jahr die Region und die Welt erschüttert. Der Roman wertet nicht und bezieht keine Position – erzählt wird aus vier Perspektiven: Tessa und Anat für die israelische Seite und Mo und Karim für die palästinensische Seite. Einfühlsam wird von Begegnungen und Nähe und unüberwindbar scheinender Distanz erzählt. Vielleicht wirklich der Roman der Stunde.
Nach einer kurzen Pause, in der die Gäste von Schülerinnen des Abiturjahrgangs mit Getränken und Brezeln versorgt wurden, standen die von der jugendlichen Jury nominierten Bücher im Fokus.
Dass Fantasy und Mythos jugendliche Leserinnen und Leser in unserer von Kriegen und Krisen erschütterten Welt faszinieren und anziehen, zeigen die beiden Lieblingsromane der AG: der Fantasyroman „Fourth wing“ von Rebecca Yarros und der Mythosromann „Stoneblind. Der Blick der Medusa“ von Natalie Haynes. Neben „Über den Dächern von Jerusalem“ ist Krieg in dieser Sparte auch im Roman „Durch das große Feuer“ von Alice Winn präsent. Der Roman erzählt, mit Briefen und Gedichten durchsetzt, von den Fronterlebnissen zweier Freunde im Ersten Weltkrieg.
Offiziell wurde der Preis im Rahmen der Frankfurter Buchmesse am 18.10. verliehen. Mitglieder der Grimmels Literatur-AG waren bei der Preisverleihung ebenfalls vor Ort.
Genauere Infos zu den vorgestellten Büchern: https://www.jugendliteratur.org/nominierungen-2024/c-103



