Dort wurde er von Geschäftsführer Michael Sammet, der Pflegedirektorin Jutta Berg und der Konventsoberin Schwester Annette empfangen. Wie Lenz eingangs erklärte, habe er eine emotionale Verbindung zu diesem Krankenhaus: er wurde im vorletzten Kriegsjahr hier geboren. Sammet unterstrich, es gelinge dem St. Vinzenz Krankenhaus trotz Wettbewerbs und anspruchsvollen Rahmenbedingungen auch in diesem Jahr, schwarze Zahlen zu schreiben und damit auf einer wirtschaftlich soliden Grundlage zu stehen. Das St. Vinzenz-Krankenhaus ist eines der vier Krankenhäuser in der Trägerschaft der St. Vinzenz- Krankenhaus gGmbH Fulda – übrigens der größte Krankenhausträger in Hessen - zu denen das Herz-Jesu-Krankenhaus in Fulda sowie zwei weitere Krankenhäuser in Kassel und Volkmarsen gehören. Durch den Verbund ergeben sich eine ganze Reihe von Synergieeffekten für die gesamte Krankenhausgruppe. Nicht zuletzt durch die richtige Wahl von Spezialisierungen wie beispielsweise die Bereiche Endoprothetik, Geriatrie und Geburtshilfe habe man sich einen guten Ruf erarbeitet, bestätigte auch Lenz.
Insgesamt hat das Krankenhaus in Hanau rund 300 Betten und erfreue sich einer guten Auslastung. So habe man gerade im Bereich der Geburtenzahlen eine beachtliche Bilanz vorzuweisen, unterstrichen Sammet Berg und Schwester Annette nicht ohne Stolz. Alleine in diesem Jahr habe man erneut nahezu 1000 Geburten im St. Vinzenz Krankenhaus Hanau verzeichnen können.
Über die bauliche Weiterentwicklung des Hauses berichtet Geschäftsführer Sammet, dass durch den Neubau nur ca. ein Drittel der noch aus den Nachkriegsjahren stammenden Gebäudeteile abgelöst werden konnten. Daher sei das dringende und notwendige Ziel der Klinik, schnellstmöglich die nächsten Bauabschnitte noch in diesem Jahrzehnt angehen zu können. Auch der Operationssaal als Herzstück des Klinikums soll neu ausgestattet werden. Insgesamt seien Investitionen in Höhe von 33 Millionen € notwendig, um das Haus baulich neu aufzustellen Hierbei sei man auf die Unterstützung des Landes Hessen angewiesen. Aloys Lenz sagte zu, sich bei dem für die Krankenhäuser zuständigen Sozialminister Stefan Grüttner für die zeitnahe Bereitstellung der Mittel noch vor der Umstellung der Klinikfinanzierung von projektbezogener Unterstützung auf die pauschalierte Förderung einzusetzen.



