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Johannesfeuer bis tief in die Nacht

Johannesfeuer bis tief in die Nacht

Die kürzeste und heißeste Nacht und den längsten Tag feierten zahlreiche Gläubige am Geburtsfest der Heiligen Johannes des Täufers bei Sonnenuntergang auf dem Kesselstädter Kirchplatz.

VORSPRUNG - Anruf genuegt

Unter Leitung von Kantor Dr. Krystian Skoczowski war auch der Kirchenchor im Einsatz. Bei Einbruch der Dunkelheit wurde das Johannesfeuer zur Segnung entzündet. Die Feuer-Rufe der Gläubigen nannten die Kräfte der Natur und priesen Gott als Schöpfer. Dechant Andreas Weber erinnerte zusammen mit Pfarrer James Irudayaraj an die Anziehung und Bedeutung des Feuers in vielen Facetten in Verbindung zur Person Johannes des Täufers, der als Vorläufer von Jesus Christus bis auf den heutigen Tag hohe Verehrung erfahre. „Der Mensch ist das einzige Wesen, das das Feuer beherrscht und kulturschöpferisch nutzen kann. Feuer zieht sich als Bild für die Kraft Gottes durch die ganze Bibel“, so Weber.

Die Messdiener erinnerten mit einem Bild des Isenheimer Altars an einen Besuch der Messdiener in Colmar: „Das berühmte Grünewald-Gemälde, das wir dort im Museum Unterlinden sahen, zeigt Johannes den Täufer unter dem Kreuz: Wie ein Wegweiser zeigt Johannes mit großem Finger auf Jesus: Seht das Lamm Gottes. Auch wir sollen Wegweiser sein für Jesus. Ein schönes Bild für die Jugendarbeit!“, waren sich die Messdiener einig. Einer erinnerte mit einer  Axt als Symbol an die Entschiedenheit des Glaubens und an den Ausspruch des Täufers: „Schon ist die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt!“  - „Feuer und Flamme sein für den Glauben – Hier gibt es auch einen Bezug zur Begeisterung im Fußball: Mit Begeisterung für den Glauben brennen und andere anstecken! Fair Play und abgeben können, sind beim Fußball und im Leben wichtig - sonst gehören wir nicht auf den Platz“, ergänzte Dechant Weber und freute sich mit den Messdienern über einen Original-Weltmeisterschaftsfußball als Geschenk für die Messdienerfreizeit in der ersten Ferienwoche.

Die Sympathien der Feiernden erreichten den Messdiener Johannes, der an seinem Namenstag mit einem Schreibtäfelchen auf den biblischen Vater Zacharias hinwies: Dieser hatte damals bei der Geburt den Namen seines berühmten Sohnes auf diese Weise bekannt gegeben. Auf dem Schreibtäfelchen stand der Name Johannes.

Viele blieben unter freiem Himmel bei heißen Sommertemperaturen und mit Abend- und Volksliedern noch lange .- bis nach Mitternacht - am Feuer zusammen. Kühle Getränke und einen kräftigen Imbiss hielt das Kirchenteam St. Elisabeth bereit.

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