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Olympiasiegerin unterstützt i-Lauf in Gelnhausen

Olympiasiegerin unterstützt i-Lauf in Gelnhausen

Nach der erfolgreichen Premiere im Vorjahr laufen die Planungen für den 2. i-Lauf auf Hochtouren. Die Lauf-Veranstaltung am 7. April in Gelnhausen steht für Integration und Inklusion und erhält in diesem Jahr prominente Unterstützung. Michaela Floeth, Goldmedaillengewinnerin bei den Paralympics 2000 in Sydney im Kugelstoßen, hat zusammen mit dem Gelnhäuser Bürgermeister Thorsten Stolz die Schirmherrschaft übernommen.

CID

„Es ist jedem Menschen, der eine Behinderung hat, ans Herz zu legen, sich zu bewegen“, weiß die Kugelstoßerin nur zu gut, wovon sie redet. Die 43-Jährige erkrankte im Alter von 19 Jahren an Krebs, was eine Unterschenkel-Amputation zur Folge hatte. Fast zehn Jahre später fand sie mit dem Kugelstoßen ihre neue Leidenschaft und feierte fortan große Erfolge. Neben den Olympiasieg im Jahr 2000 holte sie acht Jahre später in Peking Bronze und wiederholte diesen Erfolg im vergangenen Jahr in London. Als der Anruf von der Lebenshilfe Gelnhausen kam, gab sie spontan ihre Zusage, den i-Lauf zu unterstützen. Floeth: „Das hat mich sofort angesprochen, da brauchte ich nicht lange überlegen.“ Und vielleicht geht sie sogar selbst an den Start. Nach ihrem Karriereende vor wenigen Wochen widmet sich inzwischen nämlich vermehrt anderen Sportarten, neben Schwimmen gehört auch das Laufen dazu. Die gebürtige Rheinländerin lebt seit 2007 mit ihrem Mann im hessischen Schlitz.

Über 400 Menschen mit und ohne Behinderung gingen im vergangenen Jahr beim i-Lauf an den Start und diese Zahl will die Lebenshilfe Gelnhausen auch in diesem Jahr wieder erreichen. „Wir haben jetzt schon 135 Anmeldungen, das sind deutlich mehr als im Vorjahr zu diesem Zeitpunkt“, ist Projektleiterin Barbara-Ann Walter optimistisch, dass dieser Wert wieder erreicht werden kann. Erfahrungsgemäß würden sich die meisten Starter erst kurzfristig entscheiden, im vergangenen Jahr seien allein am Lauftag selbst noch 150 Anmeldungen eingegangen. Eine große Teilnehmerzahl ist auch aus finanzieller Sicht wichtig: Die Startgelder werden dringend für die Finanzierung des Laufveranstaltung benötigt, die Sponsorengelder reichen dafür bislang noch nicht aus.

Wie der Vorsitzende der Lebenshilfe Gelnhausen, Gerhard Jackel, bei der Vorstellung des 2. i-Laufes erklärte, wird neben den sportlichen Aktivitäten auch wieder ein umfangreiches Rahmenprogramm geboten. Für Live-Musik sorgen die „Rainbow Singers“ und die „Sunshine Singers“, ein Rollstuhlparcours und ein Mühlenrad sowie diverse Mitmachaktionen warten ebenfalls auf die Zuschauer, die auch diesmal keinen Eintritt bezahlen müssen.

Der Start ist wieder auf der Sportanlage in Gelnhausen, von wo die Teilnehmer auf einen 2,5 Kilometer langen Rundkurs geschickt werden, der für die längste Strecke (10 Kilometer) viermal durchlaufen wird. Diese zehn Kilometer können auch als Staffel gelaufen werden, die mit behinderten und nicht behinderten Menschen besetzt werden kann. Erstmals werden auch ein 400 Meter Jedermannslauf und ein 400 Meter Rollatorlauf angeboten. Auf die fünf Kilometer-Strecke werden zudem Rollifahrer, Walker und Läufer geschickt.

Die Strecke rund um die Gelnhäuser Sportanlage ist flach und asphaltiert und für Rollifahrer geeignet. Die ersten Drei in jeder Altersgruppe erhalten eine Medaille und eine Urkunde. Frauen, Männer und Behinderte werden getrennt gewertet. Teilnehmen können Menschen mit und ohne Behinderung ab acht Jahren. Anmeldungen sind online unter www.hucke-timing.de und www.lebenshilfe-gelnhausen.de möglich.

Foto (von links): Gerhard Jackel, Michaela Floeth, Barbara-Ann Walter.

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