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Keiler Bier

Keine Mittel für dringend notwendige Investitionen

Keine Mittel für dringend notwendige Investitionen

Die aktuelle Bundespolitik kommentiert VORSPRUNG-Leser Jörg Sternberg in seinem Leserbrief.

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"Angesichts des beschleunigten 'Stapellaufs' der aktuellen Krisen und auf dem Hintergrund der enormen Kosten, die im berechtigten Interesse eines sozialökologischen Umbaus der Gesellschaft von der Ampelregierung angekündigt wurden, scheint es auch nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts gegen den zweckfremden Einsatz der Coronamilliarden und bei Wahrung der im Grundgesetz verankerten Schuldenbremse (Art.9) überhaupt keine Mittel für dringend notwendige Investitionen in Klimaschutz, Abbau von Armut,  Programme  von Beteiligung und Demokratisierung durch Bildung, etc. zu geben.

Wo sollen die Mittel bei schrumpfendem Sozialprodukt volkswirtschaftlich gesehen auch herkommen? Wahrscheinlich und wie immer durch Kürzungen und Streichungen im Sozialbereich. Im Haushaltsentwurf 2024 waren für Bürgergeld 27 Milliarden vorgesehen und dagegen aber für den Verteidigungsetat 90 Milliarden. Wobei die 100 Milliarden Sondervermögen für die Bundeswehr, mit denen sie 'kriegstüchtig' gemacht durch Pistorius, ebenso auf den Prüfstand des Verfassungsurteils bzw. der Schuldenbremse gestellt werden müssten. Davon abgesehen befindet sich Deutschland völkerrechtlich gesehen ohnehin in einer Grauzone zur Kriegspartei auf Grund der Waffenlieferungen, der Ausbildung und Logistik an die Ukraine. Ganz offen erklärt, wendet sich die militarisierte Außenpolitik gegen Russland und auch gegen China.

Die Bundestagsabgeordnete Nanni (Grüne) trägt bereits ein leopardenfellartiges Kostüm zu Unterstützung der Panzerlieferungen. Das nur nebenbei zum Thema Banalisierung von Waffen. Es sind ja nicht nur die hohen 'verballerten' Kosten einer solchen Politik, die wir uns gar nicht leisten können, ohne Raubbau an den sozialökologischen Notwendigkeiten zu betreiben, es fehlt offensichtlich der Wille zur Diplomatie, zu Verhandlungen, zu Verständigung und fairem Ausgleich gegenseitiger Interessen. Die zu verfolgen aber wäre dringend im Interesse einer Welt ohne Krieg, Umweltzerstörung und Hunger. Die Zustimmung der Bevölkerung in Deutschland zu den Auslandseinsätzen der Bundeswehr ist bereits gesunken auf etwa nur noch 30%. Gut so!"

Jörg Sternberg
Hanau

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Kommentare

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Walter Wähler
2 jahre vor
Zum Sinn der Bundeswehr einfach in der Ukraine oder in Israel nachfragen.
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Zirkusgaul
2 jahre vor
Lieber Herr Sternberg
Geld wäre mit Sicherheit für Armutsbekämpfung usw da,nur die Damen und Herren in Berlin insbesondere die Grünen stellen ja jedem HUNZ und KUNZ in der Welt unsere Steuergelder zur Verfügung wo kein Schwein weiss was überhaupt damit passiert.8 Milliarden hier 70 Millionen dort usw,so kann kein Land auf Dauer durchhalten.
Aber wenn ich auf einer Wolke schwebe wie die Ampel Regierung wo ein Abgeordneter fast 11 tausend Euro im Monat bekommt und überhaupt nicht mit merkt was eigentlich in Deutschland passiert da fällt es einem ja auch nicht schwer die Steuergeldern aus dem Fenster zu schmeissen,weil für einen selbst reicht es ja zu genüge.
Wenn ich die zwei Kasper von den Grünen seh(Dick und Doof) man weiss ja wer gemeint ist,dann klappert mein Gebiss vor Zorn.
Damals mit Turnschuhen,Cordhose und Fahrrad unterwegs und heute im Flieger der Luftwaffe oder im dicken Audi,das sind die tollen Grünen.
Pfui Teufel!!!!
Ich würde mich schämen wenn ich so mein Gesicht verändern würde.
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May
2 jahre vor
Der Hanauer Schriftsteller Jörg Sternberg gehört zu der sehr
überschaubaren Zahl von Kulturschaffenden in diesem Land der
in ihrer großen Mehrheit kriegsaffinen Politiker, der sich traut, gegen den leitmedial getriebenen bellizistischen Zeitgeist anzureden - wohl wissend, dass sich auch auf diesen Seiten die bösartige, wenig intelligente aber umso rachesüchtigere Phalanx derer vehement bemerkbar machen wird, die Frieden herbeibomben will und die Lumpenpazifisten, die es wagen, den Verzicht auf Verhandlungsversuche und diplomatische Bemühungen zu einem
Waffenstillstand in der Ukraine zu gelangen, nicht für alternativlos
hält, als moralisch minderwertig verunglimpfen.
Was die Unterstützer der Politik -Sternberg verweist zu Recht darauf- einer Kriegsertüchtigung Deutschlands gerne ausblenden, ist der Zusammenhang zwischen massiv gestiegenen Rüstungsausgaben (natürlich auch für die Ukraine) und der darauf auf dem Fuße folgende Abbau der Ausgaben für soziale Belange.
Sowohl für die Kindergrundsicherung, für eine angemessene Kitabetreuung als auch für eine funktionierende Infrastruktur haben Bund und Länder mal wieder keine Spielräume.
Dass das nicht zuletzt mit der widersinnigen Ampelpolitik zusammen hängt, die gerade grandios dabei scheitert, "erfolgreich" einen Wirtschaftskrieg gegen Russland zu führen, der Moskau ruinieren sollte, aber stattdessen der eigene Wirtschaft das Wasser abgräbt, wird in den "staatstragenden Medien" tabuisiert.
Mahnende Stimmen wie die des Leserbriefschreibers sind in einer Zeit, die an Orwells 1984 erinnert, hoffentlich nicht nur die eines Rufers in der Wüste.
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Wolfram
2 jahre vor
Der russische Präsident lässt seine Armee ein Land überfallen, für dessen territoriale Integrität er selbst garantiert.
Eine für Butscha zuständige Einheit seiner Armee, die exzessiv Kriegsverbrechen verübt hat, wird daraufhin mit dem Titel "Garde" geadelt.
Sein formuliertes Ziel ist die Auslöschung des souveränen Staates Ukraine.
Welchen fairen Ausgleich will Deutschland im Namen der Ukraine hier aushandeln?
Wäre es richtig, das Völkerrecht und die Menschenrechte einfach so preiszugeben?
Kein Politiker in unserem Land hat sich diesen Krieg gewünscht. Warum müssen sie sich dennoch als "kriegsaffin" bezeichnen lassen?
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klieskopp
2 jahre vor
zitiere Wolfram:

Welchen fairen Ausgleich will Deutschland im Namen der Ukraine hier aushandeln?
Wir sollten uns mit unserer Vergangenheit nicht überall in den Vordergrund drängeln und im Namen der Ukraine, wäre das nicht anmaßend?
Kein Politiker in unserem Land hat sich diesen Krieg gewünscht. Warum müssen sie sich dennoch als "kriegsaffin" bezeichnen lassen?
Weil sie uns mit ihrem Tun in den Krieg hineinziehen

Bin selten mit Herrn Sternberg einer Meinung aber hier schon!

@Wolfram, im zweiten WK sind ca. 25 Millionen Russen umgekommen, schon aus diesem Grund sollten wir unsere Hilfe auf humanitäre Hilfen beschränken.
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Wolfram
2 jahre vor
Zitat:
sollten wir unsere Hilfe auf humanitäre Hilfen beschränken
Dieses "Geld an Hinz und Kunz" lehnen diese Herren an anderer Stelle ab.
Freiheit, Menschenrechte, Solidarität unter Nationen und Völkerrecht gelten diesen Leuten nichts.
Sie bejubeln die Wahlsiege von Nationalisten und Faschisten in anderen Ländern und verschwenden keinen Gedanken daran, dass von diesen Regierungen keine Solidarität mehr zu erwarten sein wird, dass heute noch befreundete Nationen in die Konfrontation abgleiten.
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Ruffty
2 jahre vor
Ich kann mich noch an die Anfänge der Grünen in den 1980er Jahren erinnern. Damals waren sie Teil einer Bürgerrechtsbewegung und der Ostermarschierer, die sich gegen die eskalierende Aufrüstung im kalten Krieg gewendet hat und damit Zuspruch in breiten Schichten der Bevölkerung fand. Heute ist sie in der Bevölkerung verhasst, weil sie alle ihre damaligen Prinzipien über Bord geworfen hat und die Bevölkerung in die Armut treibt.
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H. Lotz-S.
2 jahre vor
Seit Jahrzehnten führt uns Herr Sternberg in den lokalen Medien vor, was Ideologie heißt: Die eigene unhinterfragbare Gesinnung zur Wirklichkeitsbeschreibung zu nutzen. Dabei bleibt jedesmal die Wirklichkeit auf der Strecke. Offenbar will Herr Sternberg nichts aus der von ihm gerne zitierten deutschen Geschichte lernen. Wir benötigen Verantwortungspolitiker, aber keine Gesinnungspolitiker.
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D.A.
2 jahre vor
Kann ich alles so unterschreiben! Toller Leserbrief
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