"In einer gar nicht mal beispiellosen, da vor Jahrzehnten schon gegen Panamas Präsidenten Noriega erprobten Nacht-und-Nebelaktion nehmen Sondereinheiten der Trumpregierung den venezolanischen linksnationalistischen Präsidenten Maduro und seine Frau gefangen und verschleppen sie in die USA, um sie dort wegen angeblichem Drogenschmuggel vor Gericht zu stellen. Die militärische Intervention ist ein Akt der Piraterie, von der UN-Charta in Art. 2,4 grundsätzlich verboten, außer im Fall der Bedrohung des Weltfriedens.
Man kann gegen Maduro einwenden, was auch immer, aber den Weltfrieden hat er nun wirklich nicht bedroht. Anders als sein Gegenspieler Trump, der sich nicht nur großmäulig über internationale wie auch innerstaatliche Gesetze skrupellos erhaben fühlt, obgleich er bei Antritt seiner Amtszeit versprochen hat, die USA nicht in neue militärische Auseinandersetzzungen zu führen. Nun zündelt er allerorten, vor allem dort, wo wirtschaftliche Vorteile sein Interesse auf sich ziehen. Venezuela besitzt die größten Erdölreserven der Welt. Jetzt ist er im Grunde Besatzungsmacht in Venezuela und müsste alle Auflagen der Versorgung und des Schutzes der Zivilbevölkerung übernehmen. Davor aber schreckt er zurück und droht stattdessen mit einer zweiten Angriffswelle.
Zu den weltweit angekündigten Einverleibungen und Übergriffen ist alles gesagt, die Nachrichtensprecher und Medien fühlen sich erschöpft. Die Sprecher der EU sitzen am Katzentisch und wagen keinerlei Kritik an Trump. Merz weiß nichts Besseres zu sagen als, Maduro habe sein eigenes Volk in die Katastrophe geführt. Dabei müsste er doch große Sorge haben, es erginge Deutschland womöglich ähnlich, warnen die Kreise um Trump doch schon davor, die AfD weiterhin so auszugrenzen und werfen uns Defizite an Demokratie und Rederechten vor. Da zieht ein Gewitter auf, dass man sich fragt, gibt es hier irgendwo einen Notausgang?"
Jörg Sternberg
Hanau
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Und nicht nur hinfliegen, sondern auch was mitnehmen. In so ne Chinook geht ordentlich was rein:-)