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Maduro-Sturz: Irgendwo ein Notausgang?

Maduro-Sturz: Irgendwo ein Notausgang?

Zum Sturz von Präsident Maduro in Venezuela meldet sich VORSPRUNG-Leser Jörg Sternberg zu Wort.

"In einer gar nicht mal beispiellosen, da vor Jahrzehnten schon gegen Panamas Präsidenten Noriega erprobten Nacht-und-Nebelaktion nehmen Sondereinheiten der Trumpregierung den venezolanischen linksnationalistischen Präsidenten Maduro und seine Frau gefangen und verschleppen sie in die USA, um sie dort wegen angeblichem Drogenschmuggel vor Gericht zu stellen. Die militärische Intervention ist ein Akt der Piraterie, von der UN-Charta in Art. 2,4 grundsätzlich verboten, außer im Fall der Bedrohung des Weltfriedens.

Man kann gegen Maduro einwenden, was auch immer, aber den Weltfrieden hat er nun wirklich nicht bedroht. Anders als sein Gegenspieler Trump, der sich nicht nur großmäulig über internationale wie auch innerstaatliche Gesetze skrupellos erhaben fühlt, obgleich er bei Antritt seiner Amtszeit versprochen hat, die USA nicht in neue militärische Auseinandersetzzungen zu führen. Nun zündelt er allerorten, vor allem dort, wo wirtschaftliche Vorteile sein Interesse auf sich ziehen. Venezuela besitzt die größten Erdölreserven der Welt. Jetzt ist er im Grunde Besatzungsmacht in Venezuela und müsste alle Auflagen der Versorgung und des Schutzes der Zivilbevölkerung übernehmen. Davor aber schreckt er zurück und droht stattdessen mit einer zweiten Angriffswelle.

Zu den weltweit angekündigten Einverleibungen und Übergriffen ist alles gesagt, die Nachrichtensprecher und Medien fühlen sich erschöpft. Die Sprecher der EU sitzen am Katzentisch und wagen keinerlei Kritik an Trump. Merz weiß nichts Besseres zu sagen als, Maduro habe sein eigenes Volk in die Katastrophe geführt. Dabei müsste er doch große Sorge haben, es erginge Deutschland womöglich ähnlich, warnen die Kreise um Trump doch schon davor, die AfD weiterhin so auszugrenzen und werfen uns Defizite an Demokratie und Rederechten vor. Da zieht ein Gewitter auf, dass man sich fragt, gibt es hier irgendwo einen Notausgang?"

Jörg Sternberg
Hanau

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Kommentare

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Dr. Gerhard Stehlik
4 monate vor
Von der deutschen "Einigkeit in Recht und Freiheit" ist nur der schöne Satz noch halbwegs allgemeingültig: Die Würde des Menschen!

Und trotzdem sind zu viele Deutsche auf dem Weg, statt dessen die Würde der Völker über die Würde der Menschen zu stellen.

Dass hier vor allem Steuerfresser. weniger die Steuerzahler nicht auf der Seite der Menschenwürde, sondern der nicht bewertbaren Würde der Völker stehen ist ein Grund für radikales Steuersparen - sozialverträglich versteht sich - siehe die Behindertendebatte.
Die gut bezahlen Eliten, die nur reden, schauspielern, schreiben und irreführen sollten auf den haushalttechnischen Prüfstand.
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H. Lotz
4 monate vor
Ob Herr Sternberg weiß, dass das Völkerrecht schon immer Verbrecher schützt, die „ihr“ Volk mit unermesslichem Leid überziehen?
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8
Rentner79
4 monate vor
Oh jeeeeeh, ich ahne schlimmes !
Waren da letztens nicht schon einige AfD-Bonzen schon beim Trump gewesen und haben um diverse "Wahlunterstützung" gebettelt ?
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uffbasse
4 monate vor
ach ERNA.
Die USA kehren zur ihrer >Politik der 50,60,70 Jahre zurück.
Da hat schon ein Satz in Südamerika gereicht um CIA Aktionen auszulösen.
Verstaatlichung
Venezuela die kaum Drogen produzieren aber ein Schleuserland sind haben 76 /2000 Jahre Us Unternehmen enteignet und nur teilweise Entschädigung gezahlt.
Die Us Unternehmen aber rechnen ihre vergangenen und zukünftigen Gewinne plus Zinseszins hoch auf ihre forderungen.Zudem Können die Amis das nicht verknusen wenn Länder die nur so Frei sind wie es Washington genehm war eigene Vorstellungen in Politik umsetzen.siehe KUBA
Es ist eine Warnung an alle Länder Lateinamerikas welche Folgen ihre Öffnung Richtung Moskau und Peking für sie hat.
Wenn es um Drogen geht wäre Kolumbien und Guatemala sowas von reif gewesen. Aber an Manuel Antonio Noriega sah man ja das die USA den Drogenboss und CIA Mitarbeiter installierten und lange dem Treiben zusahen.
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D.A.
4 monate vor
Venezuela hat die größten Erdöl vorkommen der Welt!
Und ist zu dem noch reich an seltenen Erden !
Noch fragen?
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Erna Krause
4 monate vor
Eine krimineller Kommunist (eine Tautologie) wurde aus dem Verkehr gezogen. Da hat Donald Trump wieder mal gute Arbeit gemacht. Die Komplizen von Maduro müssen noch hinter Gittern, dann können die Leute in Venezuela wieder ein zivilisiertes Leben führen.

Die vage Hoffnung stellt sich ein, ob die Hubschrauber mit den US-Kommandos nicht auch nach Berlin fliegen könnten.
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6
Inge Schreiber
4 monate vor
Vorsicht vor solchen absurden Wünschen !
Sie könnten schneller in Erfüllung gehen als Sie es sich vorstellen können.
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10
Ruffty
4 monate vor
Oder gleich nach Brüssel und Straßburg.
Und nicht nur hinfliegen, sondern auch was mitnehmen. In so ne Chinook geht ordentlich was rein:-)
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