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Bezahlbare Fernwärme in Großkrotzenburg

Bezahlbare Fernwärme in Großkrotzenburg

In der Fernwärme-Debatte in Großkrotzenburg meldet sich VORSPRUNG-Leser Sven Hinterschuster zu Wort.

"Ein wesentlicher Kostenfaktor, der das Wohnen in Großkrotzenburg erheblich verteuert hat, sind die stark gestiegenen Fernwärmepreise, die infolge der Stilllegung des Kraftwerks Staudinger entstanden sind. Erfreulich ist, dass mit den Stadtwerken Hanau inzwischen ein neuer, zuverlässiger Fernwärmeversorger für Großkrotzenburg gewonnen werden konnte. Dennoch bewegen sich die örtlichen Fernwärmepreise weiterhin auf einem überdurchschnittlich hohen Niveau.

Die hohen Fernwärmekosten bringen Hauseigentümer sowie Mieter in Großkrotzenburg und in anderen betroffenen Kommunen (z. B. Hanau) an ihre finanziellen Grenzen. Hier muss schnell gehandelt werden. Angesichts der erheblichen Preissteigerungen sollten der Bund und das Land Hessen einen Teil der Fernwärmekosten übernehmen und die Versorger gezielt finanziell entlasten. Die daraus resultierenden Preisvorteile sind unmittelbar und vollständig an die Endkunden weiterzugeben.

Die Gemeinde Großkrotzenburg und Gemeindewerke Großkrotzenburg sollten schnellstmöglich mit weiteren betroffenen Kommunen (z. B. Hanau, Frankfurt am Main, Berlin-Neukölln) in Deutschland Gespräche aufnehmen, um sich gemeinsam beim Bund und den jeweiligen Bundesländern für eine Subventionierung der Fernwärme einzusetzen.

Langfristiges Ziel ist es, die Fernwärmeversorgung in Großkrotzenburg durch technologische Innovationen kostengünstig und nachhaltig zu gestalten. Dazu gehören unter anderem die Nutzung von Abwärme aus Datenzentren, der Einsatz von Flusswärmepumpen sowie die Nutzung von Biomassekraftwerken. Diese Ansätze sollten langfristig konsequent weiterverfolgt und mit energieeffizientem Wohnungsbau verknüpft werden, um die Menschen vor Ort dauerhaft finanziell zu entlasten. Unterstützt wird dies durch Förderprogramme der KfW auf Bundesebene."

Sven Hinterschuster
Großkrotzenburg

Hinweis der Redaktion: Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe zu kürzen oder nicht zu publizieren. Online eingesandte Leserbriefe werden nicht direkt veröffentlicht, sondern zuerst von der Redaktion geprüft. Leserbriefe sind immer mit dem Namen und der Anschrift des Autors zu versehen und spiegeln die Meinung des oder der Autoren wider. Die E-Mail-Adresse zur Einsendung von Leserbriefen lautet info@vorsprung-online.de.

Kommentare

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Old white man
2 monate vor
Das mit den thermischen Rohrleitungsverlusten auf Rohrlänge kann jeder Verfahrenstechniker im 2. Semester berechnen.

Die waren aber schon früher da. Durch das geänderte Geschäftsmodel einer eigenständigen Gesellschaft schaut es nunmal anders aus. Kein auskoppeln aus laufendem Betrieb mehtr sondern explizit heisses Wasser kochen

Das kann aber jede Therme auch im Keller. Und ohne Netzverlust.
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500tr
2 monate vor
Es mag sein, dass die Fernwärme nunmehr zuverlässig durch die SWH geliefert wird. Das war aber auch vorher so. Aber preisgünstiger ist es nicht geworden, die 100 euro sind ja wirklich vernachlässigbar. Warum zahlen die Kunden der GWG so viel mehr als die Kunden der SWH? Der Geschäftsführer hat es deutlich gesagt: Das Leitungsnetz hat Verluste von 20% (wahrscheinlich noch mehr), die unterwegs einfach im Erdreich versickern. Und die GWG hat finanzielle Lasten von mehreren Millionen aus dem "Wolkenkuckucksheim-Projekt" zu tragen, die auf die Kunden umgelegt werden. Alles schwarz auf weiss nachzulesen. Warum aber der Endkunde dafür zahlen soll, dass das Leitungsnetz marode ist und die Verantwortlichen vollkommen falsche - fatale - Entscheidungen getroffen haben, leuchtet nicht ein. Bevor man nach dem Staat schreit, sollte man zunächst einmal an die Nase der (ehemals und aktuell) Verantwortlichen fassen.
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Dr. Gerhard Stehlik
2 monate vor
500tr: "einmal an die Nase"

Klar, es geht beim Thema Fernwärme ganz klein um Großkrotzenburg.

Weil aber die Bundesnetzagentur hier die große Exekutive ist und die noch größere Exekutive BRD heißt, darf man auch noch weiter nach oben schauen, bis hin zu Ursula von der Leyen oder gar zu Donald Trump.

Man stelle sich vor, Trump hätte dem Staat Kalifornien (mit eigener Verfassung übrigens) hoch offiziell verkündet, Kalifornien habe einen "strategischen Fehler" beim Thema Energieversorgung gemacht, wie das vor kurzem Ursula von der Leyen in Paris mit unserer BRD beim Atomausstieg gemacht hat.

Die deutsche Presse hätte tagelang orgiastisch getobt.

So aber herrscht Stille im Land und unser Herr Bundeskanzler sagt kleinlaut, das waren die Bundesregierungen vor meiner Zeit und der "strategische Fehler" sei - so wörtlich - irreversibel.

Was hilft es da, den kleinen Fehler-Machern in Großkrotzenburg an die Nase fassen zu wollen?
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Dr. Gerhard Stehlik
2 monate vor
Mir kommt es so vor, als sei für die Unwissenheit der Bürger in keiner anderen Gemeinde weit und breit so teuer zu bezahlen wie in Großkrotzenburg.

Das Kraftwerk wurde nicht stillgelegt. Es wurde für viel Geld von der Bundesrepublik Deutschland vom finnischen Eigentümer gekauft und der Bundesnetzagentur für besondere Maßnahmen unterstellt.

Ich gehe davon aus, dass für diese Maßnahmen weiterhin sowohl Gas als auch Kohle verbrannt werden.

Rein technisch könnte dort wie eh und je preisgünstig Abwärme als Fernwärme genutzt werden. Bürokratisch wird das verhindert durch ein partielles Produktionsverbot für elektrischen Strom. Dieses Verbot wird von der Bundesnetzagentur durchgesetzt, um rein juristisch etwas zu schützen, was es atomar-stofflich auf dieser Erde gar nicht gibt: Klima - ein "meteoro"-logisches Hirngespinst.
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W̷i̸n̵s̷t̵o̴n̸
2 monate vor
zitiere Dr. Gerhard Stehlik:
Das Kraftwerk wurde nicht stillgelegt. Es wurde für viel Geld von der Bundesrepublik Deutschland vom finnischen Eigentümer gekauft und der Bundesnetzagentur für besondere Maßnahmen unterstellt.


Laut Google schon...

Zitat:
Das Kraftwerk Staudinger bei Hanau wurde bzw. wird schrittweise stillgelegt, primär aufgrund des deutschen Kohleausstiegsgesetzes, mangelnder Rentabilität, hoher CO2-Emissionen und der Umstellung auf erneuerbare Energien.
Zitat:
https://www.google.com/search?q=warum+wurde+Kraftwerk+Staudinger+stillgelegt
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Dr. Gerhard Stehlik
2 monate vor
W̷i̸n̵s̷t̵o̴n̸: "wurde bzw. wird schrittweise stillgelegt"

Was soll dieser Quatsch "wurde bzw. wird" in Anbetracht der Lage der Nation?

Es ist nicht still gelegt und es wird auch nicht still gelegt.

Es gibt bestimmte Leute, die beabsichtigen, es irgendwann einmal stillzulegen.
Es gibt bestimmte Leute, die beabsichtigen, in diesem Kraftwerden einen 800 MW Gas-Block neu zu bauen.
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W̷i̸n̵s̷t̵o̴n̸
2 monate vor
zitiere Dr. Gerhard Stehlik:
W̷i̸n̵s̷t̵o̴n̸: "wurde bzw. wird schrittweise stillgelegt"

Was soll dieser Quatsch "wurde bzw. wird" in Anbetracht der Lage der Nation?

Es ist nicht still gelegt und es wird auch nicht still gelegt.

Es gibt bestimmte Leute, die beabsichtigen, es irgendwann einmal stillzulegen.
Es gibt bestimmte Leute, die beabsichtigen, in diesem Kraftwerden einen 800 MW Gas-Block neu zu bauen.


Von 5 Blöcken im Kraftwerk sind 4 Stillgelegt.
Unter anderem Block 5, der für die Fernwärme zuständig war.

Block 4 wird mit Erdgas betrieben und erzeugt weiterhin Strom. (Bis 2031)
Block 6 wurde nie gebaut.

Ok, wenn sie meinen, dann haben sie nur zu 1/5tel recht.

Ändert nichts daran, dass der Kohleblock, der Fernwärme produziert hat, abgeschaltet wurde.
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Dr. Gerhard Stehlik
2 monate vor
​"dann haben sie nur zu 1/5tel recht"

Die Modernisierung von Technik ("Blöcke") als Stilllegung zu "transformieren" ist eine Mischung aus Dummheit und Bosheit, leider zu oft mit anonymem Verhalten verbunden .

Die Wahl des Standorts und seine Infra- und Extra-Struktur (Main zwischen Unterfranken und Frankfurt, zwei Trans-EU-Mega-Gasleitungen, Kohlehafen und Kohlelager, mehrere Anschlüsse an Trans-EU-Höchstspannungsleitungen, ein immer riesiger werdendes Areal an Technik der Netz-Umspannungen​ und - für Laien recht unbekannt - immer mehr Schwerstlast-Technik zur Netzstabilisierung.
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W̷i̸n̵s̷t̵o̴n̸
2 monate vor
zitiere Dr. Gerhard Stehlik:
Die Modernisierung von Technik ("Blöcke") als Stilllegung zu "transformieren" ist eine Mischung aus Dummheit und Bosheit, leider zu oft mit anonymem Verhalten verbunden .


Jetzt verstehe ich endlich, warum sie so vehement bestreiten, dass es eine Stilllegung ist.
Nein, nein, es ist natürlich eine Transformation.
Nach der berühmten Habeck’schen Logik: „Sie sind nicht pleite, sie hören nur auf zu arbeiten.“

Also ist Staudinger selbstverständlich nicht abgeschaltet, sondern wird lediglich „transformiert“.
Klingt halt besser, wenn man den Leuten erklären will, warum da bald nichts mehr läuft.

Ändert natürlich nichts daran, dass die Anlage stillgelegt und rückgebaut wird.
Irgendwann steht dort etwas völlig anderes.

Vielleicht eine Fabrik für Lastenräder – oder ein Stall für Esel und Pferde, damit die Menschheit auch in Zukunft ein Fortbewegungsmittel hat, das politisch korrekt genug ist.
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Dr. Gerhard Stehlik
2 monate vor
"Irgendwann steht dort etwas völlig anderes."

Der Standort Staudinger ist eine Mega-Anlage, die viele unverzichtbare Funktionen erfüllt. Dazu gehört auch immer noch die Betriebsmannschaft mit ihrem berühmten "starken Arm", der die Funktionen steuert.

Ihre Kreativität in allen Ehren, aber eher, als dass dort eine Fabrik für Lastenfahrräder dort gebaut werden wird, wird dort - der in der normalen Presse schon angekündigte - 800 MW Gas-Block neu gebaut werden.
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W̷i̸n̵s̷t̵o̴n̸
2 monate vor
zitiere Dr. Gerhard Stehlik:
Ihre Kreativität in allen Ehren, aber eher, als dass dort eine Fabrik für Lastenfahrräder dort gebaut werden wird, wird dort - der in der normalen Presse schon angekündigte - 800 MW Gas-Block neu gebaut werden.


In Zeiten einer angeblich „stark vorangetriebenen“ Energiewende, explodierender Rohstoffpreise und schleichendem industriellen Verfall wird man in Hanau irgendwann sicher ein neues Gaskraftwerk bauen.
Irgendwann. Vielleicht. Wenn die Sterne günstig stehen.

Sie klingen hier wie die Fans der „tollen“ Batteriespeicher, die ja angeblich alles lösen sollen, sobald sie dann irgendwann mal existieren.
Hätte, wäre, wenn… Nur dumm, dass die Leute jetzt frieren.
Von „irgendwann“ wird niemand warm, außer vielleicht ideologisch.

Staudinger Block 5 ist ein Paradebeispiel für die Logik der Energiewende.
Erstmal abschalten, dann überrascht feststellen, dass man vielleicht doch hätte nachdenken sollen.
Selbst im Kindergarten lernt man, dass man erst baut und dann abreißt, aber gut, Kindergartenkinder haben halt auch noch einen funktionierenden Realitätssinn.
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Dr. Gerhard Stehlik
2 monate vor
"Sie klingen hier wie die Fans der „tollen“ Batteriespeicher"

Nun gehen Sie mir mit Ihrer frei schwebenden Kreativität wilder Unterstellungen so auf die Nerven, dass ich ihre Texte als indiskutabel ignorieren werde.
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Hups
2 monate vor
Tschuldigung, wenn ich mich hier mal einmische. Weder Block 4 noch Block 5 sind stillgelegt. Beide Blöcke befinden sich bis 2031 in der Netzreserve. D.h. Die Bundesnetzagentur bestimmt wann welcher Block läuft. Block 4 befindet sich in einer längeren Revision um sich dem neuen Strommarkt an zu passen.
Heute läuft Block 5 als Redispatch.
Alles nach zu lesen bei EEX, Bundesnetzagentur und Nettransparent.
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Dr. Gerhard Stehlik
2 monate vor
"Weder Block 4 noch Block 5 sind stillgelegt."

Danke für diese Klarstellung.

Den Lesern sollte man nur dazu sagen, Netzreserve, Anpassungs-Revision (für mehr Betriebsdynamik), Dispatch und mehr noch Re-Dispatch erhöhen die Strompreise.
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W̷i̸n̵s̷t̵o̴n̸
2 monate vor
„Na schön, ich beuge mich.

Alles ist natürlich bestens, und die Bürger in GG sollen gefälligst nicht rumflennen, nur weil die Fernwärme nicht mehr so zuverlässig und Günstig ist wie früher.

Staudinger läuft ja irgendwie noch, und der Kohleblock 5 darf weiterhin ein bisschen Wärme ausspucken, auch wenn der Block seit April 2024 wegen des Kohleverstromungsverbot eigentlich aus ist.

„Und um es im Habeck-Stil zu erklären:
‚Das Kraftwerk ist nicht aus. Es liefert nur keine Energie und keine Wärme mehr.‘
Klingt doch gleich viel beruhigender.
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Hups
2 monate vor
Sorry, wenn ich hier noch einmal reingrätsche ! Ich habe selten so einen dummen Kommentar gelesen. Warum sollten die GG nicht weinen, weil die die Kosten um 100% gestiegen sind? Des Weiteren haben sie immer noch nicht kapiert, das Block 5 keine FW mehr auskoppeln darf. Das ganze Dilemma hat sich hauptsächlich die GWG zu verantworten. Es war seit 2018 ersichtlich dass die FW- Lieferung aus Staudinger weg fällt. Die ganz Zeit hat man gepennt und geträumt.
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W̷i̸n̵s̷t̵o̴n̸
2 monate vor
zitiere Hups:
Warum sollten die GG nicht weinen, weil die die Kosten um 100% gestiegen sind? Des Weiteren haben sie immer noch nicht kapiert, das Block 5 keine FW mehr auskoppeln darf.


Eigentlich war mein Beitrag sarkastisch gemeint, weil manche Leute hier der Festen Überzeugung sind,
alles ist nicht so schlimm, weil Block 5 ja nicht stillgelegt ist und alles in Butter ist.

Leider habe ich wohl zu viel erwartet. Und mein Beitrag wurde wohl falsch verstanden.
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Kaplosche
2 monate vor
Die variablen Kosten für Fernwärme waren einst Primärenergie (Kohle) und Strombedarf für die Umwälzpumpen. Beides ausgekoppelt aus einem Kraftwerksbetrieb. Ich schätze mal 6-8 cent/kWh.

Beides ist jetzt weggefallen, sondern man musste einen neuen Gasboiler installieren und alleine die jetzt extern zugekaufte Stromlast für die Umwälzpumpen dürfte bei 300 -500kW liegen. Hoffentlich in zwei Pumpen mit Drehzahlregelung?

Das alleine erklärt schon den imensen Bereitstellungsbetrag in 4stelliger Höhe pro Haushalt.

Und warum die FW jetzt immer noch als klimafreundlich bezeichnet werden darf, wissen wohl die Götter.
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Dr. Gerhard Stehlik
2 monate vor
​W̷i̸n̵s̷t̵o̴n̸: "„Na schön, ich beuge mich. Alles ist natürlich bestens"

Danke, aber bitte ohne diese Ironie in Krisenzeiten, in denen fast nichts mehr bestens ist.

Wir leben in Zeiten permanenter Verfassungswidrigkeiten gegen Art 1 GG durch Verbraucher von Steuermitteln wie zum Beispiel dem "Deutschen Klimadienst" in Offenbach, um nur mal ein einfaches Beispiel zu nennen.
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W̷i̸n̵s̷t̵o̴n̸
2 monate vor
Na zum Glück haben sie weder den Sarkasmus noch den Habeck Satz in meinem Beitrag verstanden.

Aber toll, dass wir uns nun einig sind, und die Bürger in GG kein Grund zum Jammern haben.
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Ulrich
2 monate vor
Korrekt ist, Fernwärme vom Staudinger war ein Abfallprodukt. Deshalb auch günstig.
Aus Erneuerbaren kann Fernwärme niemals so günstig sein. Da Wärmepumpen Elektrizität benötigen und diese in Deutschland durch garantierte Einspeisevergütungen kontinuierlich teurer geworden ist, bleibt es ein Wunschtraum aus Flusswasser (im Winter so 5°C kalt) Fernwärme zu erzeugen, die wegen der Gefahr der Legionellenbildung im Trinkwasser auf 80°C aufgeheizt werden muss. Deshalb war für Krotzenburg auch Flusswärmepumpe (bis 30- 40°C) plus Holzheizung (bis zu den erforderlichen 80°C) angedacht. Nur kam dann beim Errechnung der Kosten etwas heraus, was in Richtung unbezahlbar ging.
Das wird sich auch nicht ändern lassen!
Angeblich mögliche "Innovation" kann die Gesetze der Physik nicht aushebeln.
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Kaplosche
2 monate vor
Freilich kann man mit PV oder Wind heisses Wasser machen. Aber das kann jeder Haushalt eben dann selbst umsetzen, wie eben der Bedarf ist. Aber ein ganzes Dorf permanent mit Heisswasser zu versorgen, um die Bürgersteige zu beheizen, ist thermodynamischer Overkill.

Und erklärt die Bereitstellungskosten von 4stelliger Summe,ohne eine kWh verbraucht zu haben.
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2
W̷i̸n̵s̷t̵o̴n̸
2 monate vor
zitiere Kaplosche:
Freilich kann man mit PV oder Wind heisses Wasser machen. Aber das kann jeder Haushalt eben dann selbst umsetzen, wie eben der Bedarf ist. Aber ein ganzes Dorf permanent mit Heisswasser zu versorgen, um die Bürgersteige zu beheizen, ist thermodynamischer Overkill.


Dennoch macht es einen gewaltigen Unterschied, ob die Wärme als "Abfallprodukt" Entsteht und man sie dann nutzt,
oder ob man mit Strom warmes Wasser erzeugt.
Ganz wild wird es, wenn man z.b. durch das Verbrennen von Gas Strom erzeugt, diesen Hunderte-Kilometer transportiert, um dann dort heißes Wasser zu erzeugen.

Staudinger war direkt vor Ort und man konnte das "Abfallprodukt" Wärme nutzen.
Weil das zu einfach war, kommt der Strom aus ganz Europa, weil es einfacher ist?
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Kahler4
1 monat vor
Der Strom aus dem Kraftwerk (Block 5) war nie ein "Abfallprodukt". Wenn der Block Strom produziert hat, wurde ein Teilstrom des Dampfes "abgezwackt" und zur Erzeugung von Fernwärme genutzt. Es wurde quasi zusätzlich Kohle verbrannt, um die Fernwärme zu erzeugen. Das ist heute durch das Kohleverstromungsverbot für Reserve-Kraftwerke nicht mehr möglich. Wenn der Block 5 nicht produziert hat, wurde die Fernwärme über eine Art "Gasboiler" ( Hilfskessel ) mit Erdgas erzeugt. Wie sich die damaligen, günstigen Kundenpreise ergeben haben, entzieht sich meiner Kenntnis ebenso, wie die Kalkulation der aktuellen.
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Kaplosche
1 monat vor
Es ist schon ein Unterschied, ob Sie Strom aus eigener Produktion als captive use verbrauchen, um die Umwälzpumpen zu betrieben. Dafür brechne ich mal 5 cent/kWh. Oder Sie kaufen Industriestrom am Markt, oder Gott bewahre, Haushaltsstrom.

Da können Sie auch gleich einen Heizstab in den Keller schrauben.
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2
Hups
2 monate vor
Zitat:
Langfristiges Ziel ist es, die Fernwärmeversorgung in Großkrotzenburg durch technologische Innovationen kostengünstig und nachhaltig zu gestalten.
Das Ergebnis dieser Bemühung hat man ja jetzt gesehen. Der Bürger wird noch sehr lange dafür bezahlen müssen.
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3
W̷i̸n̵s̷t̵o̴n̸
2 monate vor
Die Energiewende kostet doch nicht mehr als eine Kugel Eis!

Geliefert wie Gewählt!
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2
Kaplosche
2 monate vor
Bitte was? Fernwärme war früher mal ein Nebenprodukt der kontinuierlichen Stromerzeugung im Staudinger. Schon die langen Rohrleitungswege und der Pumpenaufwand war nicht förderlich.

Also beschwert Euch bitte anderswo. Warum Steuerzahler jetzt da eine sinnlos gewordene Heizung subventionieren sollen, verstehe ich nicht. Zahlt erstmal die Schulden ab.
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