"Ein wesentlicher Kostenfaktor, der das Wohnen in Großkrotzenburg erheblich verteuert hat, sind die stark gestiegenen Fernwärmepreise, die infolge der Stilllegung des Kraftwerks Staudinger entstanden sind. Erfreulich ist, dass mit den Stadtwerken Hanau inzwischen ein neuer, zuverlässiger Fernwärmeversorger für Großkrotzenburg gewonnen werden konnte. Dennoch bewegen sich die örtlichen Fernwärmepreise weiterhin auf einem überdurchschnittlich hohen Niveau.
Die hohen Fernwärmekosten bringen Hauseigentümer sowie Mieter in Großkrotzenburg und in anderen betroffenen Kommunen (z. B. Hanau) an ihre finanziellen Grenzen. Hier muss schnell gehandelt werden. Angesichts der erheblichen Preissteigerungen sollten der Bund und das Land Hessen einen Teil der Fernwärmekosten übernehmen und die Versorger gezielt finanziell entlasten. Die daraus resultierenden Preisvorteile sind unmittelbar und vollständig an die Endkunden weiterzugeben.
Die Gemeinde Großkrotzenburg und Gemeindewerke Großkrotzenburg sollten schnellstmöglich mit weiteren betroffenen Kommunen (z. B. Hanau, Frankfurt am Main, Berlin-Neukölln) in Deutschland Gespräche aufnehmen, um sich gemeinsam beim Bund und den jeweiligen Bundesländern für eine Subventionierung der Fernwärme einzusetzen.
Langfristiges Ziel ist es, die Fernwärmeversorgung in Großkrotzenburg durch technologische Innovationen kostengünstig und nachhaltig zu gestalten. Dazu gehören unter anderem die Nutzung von Abwärme aus Datenzentren, der Einsatz von Flusswärmepumpen sowie die Nutzung von Biomassekraftwerken. Diese Ansätze sollten langfristig konsequent weiterverfolgt und mit energieeffizientem Wohnungsbau verknüpft werden, um die Menschen vor Ort dauerhaft finanziell zu entlasten. Unterstützt wird dies durch Förderprogramme der KfW auf Bundesebene."
Sven Hinterschuster
Großkrotzenburg
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Klar, es geht beim Thema Fernwärme ganz klein um Großkrotzenburg.
Weil aber die Bundesnetzagentur hier die große Exekutive ist und die noch größere Exekutive BRD heißt, darf man auch noch weiter nach oben schauen, bis hin zu Ursula von der Leyen oder gar zu Donald Trump.
Man stelle sich vor, Trump hätte dem Staat Kalifornien (mit eigener Verfassung übrigens) hoch offiziell verkündet, Kalifornien habe einen "strategischen Fehler" beim Thema Energieversorgung gemacht, wie das vor kurzem Ursula von der Leyen in Paris mit unserer BRD beim Atomausstieg gemacht hat.
Die deutsche Presse hätte tagelang orgiastisch getobt.
So aber herrscht Stille im Land und unser Herr Bundeskanzler sagt kleinlaut, das waren die Bundesregierungen vor meiner Zeit und der "strategische Fehler" sei - so wörtlich - irreversibel.
Was hilft es da, den kleinen Fehler-Machern in Großkrotzenburg an die Nase fassen zu wollen?