"Die Attraktivität eines Bürgermeisteramtes und die Bereitschaft zur Kandidatur, ist seit einigen Jahren rückläufig. Gründe, wie zunehmende Beleidigungen, Anfeindungen bis hin zu Bedrohungen, sind mehr als bedauerlich und weitgehend bekannt. Hinzu kommen die fehlenden finanziellen Gestaltungsmöglichkeiten der Kommunen. Umso erfreulicher ist das hohe Interesse, ins Linsengerichter Rathaus einziehen wollen. Eine Erklärung dazu habe ich bislang noch nicht gefunden.
Nachdem sich in den vergangenen Tagen zwei weitere Bewerber auf unterschiedliche Weise präsentiert haben, bleibt abzuwarten, wer sich noch bis 5. Januar 2025 aus den Startlöchern traut. Insider wissen vom siebten Kandidaten, der noch fleißig Unterschriften sammelt, wer weiß, ob es gelingt oder noch mehr werden. Fast alle sechs der bislang geouteten BewerberInnen und Bewerber berichten, sie wollen es anders oder besser machen oder sogar neue Wege gehen. Nahezu übereinstimmend gibt es grundsätzliche Gemeinsamkeiten und Vorstellungen darüber, wie man Linsengericht "regieren" will.
Es scheint gerade so, als hätte man Google bemüht und die KI gebeten, die Richtung vorzugeben, wie man so zu sein hat, als Bürgermeister: Transparenz, Praxishähe, Offenheit, Seriösität, Verlässlichkeit, Gestaltungswille usw. sind beliebte Schlagworte. Die Digitalisierung ist natürlich auch für alle ein Thema. Offensichtlich wissen aber nicht alle, dass kaum eine Kommune so weit fortgeschritten, digital arbeitet und aufgestellt ist, wie wir in Linsengericht. Auf diese Vorreiterrolle darf die Gemeinde stolz sein. Und da komme ich auf den absolut herausragenden Punkt: Alle wollen Bürgernähe!
Letzte Woche hatten wir die jährlich vorgeschriebene Bürgerversammlung. Dazu sind alle eingeladen, Fragen zu stellen und sich zu informieren, was übrigens das ganze Jahr über im Rathaus geschieht. Als Vorsitzender der Gemeindevertretung war ich natürlich gespannt darauf, wieviele unserer Bürgermeisterkandidatinnen und -Kandidaten sich die Anregungen, Wünsche und Fragen unserer Bürgerinnen und Bürger, quasi bürgernah, anhören. Auch andere Anwesende hatten dies erwartet und mich darauf angesprochen. Ok, es gibt immer Gründe, aber da nur eine Kandidatin (bürgernah) anwesend war, ist es für mich mehr als nachdenkenswert.
Ich frage mich zudem nach den wahren Beweggründen einiger, den Rathaussessel erobern zu wollen. Wie kommt man auf die Idee, ohne sich in reichlich angebotenen, öffentlichen Ausschusssitzungen in Gemeindevertretersitzungen und vielfältigen Veranstaltungen, die wir als Gemeinde anbieten schlau zu machen, es anders oder besser machen zu wollen, ohne überhaupt zu wissen, wie es um Linsengericht bestellt ist oder worum es in der Realität geht. Ja, unsere gelebte Demokratie macht das möglich und das ist auch gut so. Viel Mut, aber auch ein bisschen Traum und Blauäugigkeit gehören sicher dazu.
Wenn die Stimmen ausgezählt sind, gibt es nur einen Chefsessel im Rathaus. Hoffen wir, dass die Enttäuschung der nicht Gewählten nicht allzu groß ist und deren Begeisterung bleibt, sich dann ehrenamtlich weiter gesellschaftspolitisch zum Wohle für Linsengericht zu engagieren."
Michael Bollmann
Linsengericht
Hinweis der Redaktion: Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe zu kürzen oder nicht zu publizieren. Online eingesandte Leserbriefe werden nicht direkt veröffentlicht, sondern zuerst von der Redaktion geprüft. Leserbriefe sind immer mit dem Namen und der Anschrift des Autors zu versehen und spiegeln die Meinung des oder der Autoren wider. Die E-Mail-Adresse zur Einsendung von Leserbriefen lautet info@vorsprung-online.de.



Und jetzt? Soll das ein Indiz dafür sein, dass dir Bürger in Deutschland doch nicht die AfD wählen würden?
Fakt ist, die Mehrheit würde AfD wählen und den Linken Terroristen und Geldverbrennern die Abfuhr erteilen.
Und nur so nebenbei, du solltest dir mal anhören, was sich AfD Politiker alles für Titulierungen seitens der Terroristen und deren Vertreter im Bundestag so anhören müssen.
Mein "halt einfach dein Maul!" gilt auch weiterhin, weil ihr ganz offensichtlich zu Doof seid eine Wahlumfrage zu lesen.
Und selbst ein Platz 1 in der Umfrage versucht ihr linken Deppen zu verdrehen.
Euer blödes Gelaber und Versuche die Fakten und Tatsachen zu verdrehen nimmt euch keiner mehr ab.
Darum siehe im Absatz oben drüber.
Wirklich, Chapeau – das muss man erst mal so konsequent ignorieren.
Und ja, meine Aussage „…Mehrheit würde AfD wählen“ bleibt natürlich bestehen.
Wenn eine Partei mehr Stimmen bekommt als alle anderen, nennt man das normalerweise Mehrheit.
Aber gut, vielleicht habt ihr da eure ganz eigene Mathematik erfunden – politische Quantenphysik oder so.
Zur Erinnerung:
Die Geschichte rund um den Ausschluss von Herrn Paul bei der OB-Wahl in Ludwigshafen.
Zwei Kandidaten von CDU und SPD teilen sich 28.530 Stimmen bei über 118.000 möglichen – und feiern sich anschließend ernsthaft als „Mehrheit“.
Selbst 1.570 ungültige Stimmen waren mathematisch näher an der Wahrheit.
Nicht mal 1/3 der Wählerstimmen für die CDU heißt nach deiner Meinung also nicht die Mehrheit?
Vielleicht klingelt es ja langsam!
Btw.
Und wie oft muss man eigentlich noch erwähnen, dass es nicht 25% sind?
Zahlen lesen scheint langsam zu einer olympischen Disziplin zu werden, für die ihr leider nicht qualifiziert seid.
Ihr fabriziert euch mit eurem Dauer-Gedrehe eine solche Slapstick-Nummer, dass man sich fragt, ob ihr überhaupt merkt, wie unfreiwillig komisch das ist.
Zitat:
Woran das wohl liegen mag ?;-)
Deine AFD ist ist inzwischen soweit nach rechts gerückt das selbst hinter den Taubenzuchvereinen in Deutschland eine linksterroristische Kaderschmiede vermutet wird. Lächerliche AFD Propagandasprüche.
Aber für einseitige Maßregelungen durch Bundestagspräsidenten hat ja immer die Altparteien Clique sicher die Hand darauf. Was für ein Bodensatz