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Das Gleichgewicht des Schreckens

Das Gleichgewicht des Schreckens

Zur Begrenzung von Atomwaffen äußert sich VORSPRUNG-Leser Jörg Sternberg in seinem Leserbrief.

"Kann das weg oder ist es wichtig? Es ist weg, aber es wäre sehr wichtig gewesen ,es beibehalten zu haben. Die Rede ist vom letzten Kontrollabkommen zur Begrenzung von Atomwaffen zwischen den USA und Russland, das am 5.2.26 ausgelaufen ist. Damit endet eine lange Ära in den Beziehungen der atomaren Großmächte zur Reduzierung von Atomwaffen und Trägerraketen, die einen mehrfachen Weltuntergang verhindern sollten. US- Wissenschaftler haben deshalb die symbolische 'Weltuntergangssuhr auf 85 Sekunden vor der Katastrophe gestellt. Eine Zeit, in der die Gesprächspartner gerade die letzten Grüße hätten ausrichten können.

Zum letzten Mal wurde der Vertrag in der Amtszeit von Joe Biden verlängert. Trump hatte  bereits den wichtigen INF-Vertrag  zur Verminderung von Kurz- und Mittelstreckenraketen gekündigt. Die Schuld an der Nichtverlängerung des New-Start-Vertrags wird jedenfalls hin- und hergeschoben. Trump plant inzwischen den 'Golden Dome', so nennt er ein Raketensystem, das einen nicht erwiderbaren Erstschlag ermöglichen soll. Einigermaße grotesk ist es nunmehr, dass die Doktrin 'Wer als erster losschlägt, stirbt als zweiter', also das Gleichgewicht des Schreckens, tatsächlich bisher die Katastrophe verhindert hat.

Natürlich wären weitere Abrüstungsschritte bis zur Vernichtung aller Atomwaffen die einzig vernünftige Regelung. Dazu müsste es der Uno gelingen, auch alle weiteren Atommächte zur Beilegung ihrer Konflikte und zur Sicherung ihrer Existenz gegenüber den Großmächten auf den Verhandlungsweg zu bringen. Eine Herkulessaufgabe, aber unumgänglich, wenn unser Planet und die Menschheit überleben sollen. Um aber wieder auf den Boden des derzeit Machbaren zurückzukommen: Was sagt eigentlich unsere Regierung zur Abschaffung des letzten Kontrollabkommens? Sie schweigt weitgehend. Außer, dass der Kanzler über eine mögliche Beteiligung an einem europäischen atomaren Schirm schwadroniert. Zum Schrecken aller Beteiligten."

Jörg Sternberg
Hanau

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Kommentare

13
D.A.
3 monate vor
Peter Scholl-Latour hat schon immer gesagt
Wer Frieden will muss aufrüsten!
Nur wenn ein militärisches Gleichgewicht herrscht herrscht Frieden und das dauerhaft!
Das und genau das treibt einen Putin in die Ukraine er kann es sich nicht leisten das die Amerikaner einen wunderschönen Militär Stützpunkt dort errichten denn die Entfernung wäre zu kurz um zu reagieren!März spielt überhaupt keine Rolle er ist nur ein BlackRock Kasper und wird es immer bleiben.Die Ukraine bekommt die Milliarden vorne und hinten reingestopft warum? BlackRock gibt die Antwort
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10
Knuth
3 monate vor
Wenn die Ukraine nicht mehr unterstützt wrd, zwingt sie der Russe zu kapitulieren und die Ukraine als eigenständiges Land wird ausgelöscht . Europa wird dann von millionen Flüchtlingen überrolt werden.

Politische Kurzsichtikeit stürzt Deutschland ins Chaos. Hirn und Geduld sind da gefragt und keine Parolen.

Das die Zeiten nicht einfach sind, weiss jeder. Daraus kurzfristig politischen Profit schlagen zu wollen ist keine Ruhmestat..
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17
Ruffty
3 monate vor
Wir standen in der 1980er Jahren vor einer ähnlichen Situation mit der Sowjetunion.
Nur regierten damals auf beiden Seiten Politiker, die den Krieg noch aus eigener Anschauung kannten und daher auch noch das Gespräch miteinander suchten.
Das hat damals eine Katastrophe verhindert.
Doch wer oder was schützt uns vor den heutigen Politikern ?
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