"Herzlichen Glückwunsch an das KCA Gelnhausen zu dieser beeindruckenden Serie der Beständigkeit! Seit nunmehr fast vier Monaten gelingt es der Behörde mit bewundernswerter Präzision, die lokale Wirtschaft absolut ungestört von neuen Arbeitskräften zu lassen.
In einer Welt, die sich immer schneller dreht, ist das KCA ein Fels in der Brandung der Untätigkeit. Es erfordert schon ein besonderes Talent und vermutlich jahrelange Übung in der Kunst des 'kontrollierten Abwartens', um über 120 Tage lang eine Vermittlungsquote von exakt null Prozent zu halten. Während andere Arbeitsagenturen hektisch Lebensläufe verschicken oder Vorstellungsgespräche koordinieren, bewahrt man in Gelnhausen die Ruhe – vermutlich, um die Klienten nicht durch plötzliche Beschäftigung zu erschrecken.
Vielleicht ist es auch ein neues, geheimes Naturschutzprojekt: Die vollständige Entschleunigung des regionalen Arbeitsmarktes. Man möchte den Unternehmen im Main-Kinzig-Kreis offenbar die Chance geben, sich in aller Ruhe an den Fachkräftemangel zu gewöhnen, ohne durch lästige Personalvorschläge abgelenkt zu werden.
Ein großes Lob an das Team für diese konsequente Arbeitsverweigerung im Dienste der Statistik. Vier Monate ohne eine einzige Vermittlung – das muss man erst einmal schaffen, ohne dass versehentlich doch jemand einen Job findet. Wir sind gespannt, ob die 'Null-Runde' im nächsten Quartal zum Jubiläum ausgebaut wird!"
Michael Gärtner
Freigericht
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Kommentare
Das grenzt ja an Rassismus!
Und wo wir gerade bei Arbeitsstellen sind... Wo sind denn freie Stellen verfügbar außer im Niedriglohnsektor?
Rein rechnerisch lohnt es sich eher nicht arbeiten zu gehen! Mehr Zeit und da s gleiche Geld !
Ich genieße jetzt erstmal meinen verdienten Urlaub und schaue mir den Hass der Medien gegen die Menschen an... Nach Jahren treten ist einfacher als nach oben
Ich bin gespannt ob de zwei Vorstände, Langhammer und Geßinger den Leserbrief kommentieren. Wenn nicht, würde ich das zumindest von Herrn Hofmann erwarten.