"Die von mir am 1.12.2025 besuchte Veranstaltung des Vereins Gegenwind zum geplanten Kur- und Heilwald in Bad Orb war außergewöhnlich informativ, sachlich und wohltuend klar strukturiert. In einer Zeit, in der Diskussionen oft emotional überhitzen, hat dieser Abend gezeigt, wie wertvoll ein faktenbasierter Austausch ist. Die Verantwortlichen haben transparent dargelegt, welche Chancen der Kur- und Heilwald für unsere Stadt eröffnet – und weshalb sein Schutz und seine Entwicklung für Bad Orb von zentraler Bedeutung sind.
Besonders hervorheben möchte ich die Beiträge von Dr. Gisela Immich, einer der führenden Wissenschaftlerinnen für Waldmedizin und Naturtherapie. Ihre Expertise, ihre verständlichen Erläuterungen und ihr spürbares Engagement haben eindrucksvoll gezeigt, welch unschätzbaren Wert ein zertifizierter Kur- und Heilwald besitzt. Dass Bad Orb mit ihr zusammenarbeitet, ist ein großer Gewinn für unsere Stadt.
Bad Orb lebt von seiner Natur, seinem Klima und seiner Kneipp- sowie Kurtradition. Dr. Immich stellte auch die bestehenden neuen Möglichkeiten zur Verordnung von bisherigen Kuren und damit der Kurortentwicklung vor. Der Wald gehört zu unseren wertvollsten Ressourcen. Ihn zu erhalten, sensibel zu entwickeln und als Kurmittel zu erschließen, bedeutet, den Markenkern unserer Stadt konsequent zu stärken..
Das Konzept eines Kur- und Heilwaldes ist keine romantische Idee, sondern ein wissenschaftlich fundiertes Zukunftsprojekt: Der Wald wirkt nachweislich positiv auf Psyche, Herz-Kreislauf-System und Stressresilienz. Die waldtherapeutische Nutzung stärkt die Gesundheitskompetenz – und genau das braucht ein moderner Kurort. Gerade angesichts der Tatsache, dass psychische Erkrankungen weiter zunehmen werden, können wir uns glücklich schätzen, ein solches grünes Therapie-, Erholungs- und Präventionsangebot entwickeln zu dürfen.
Ich bin mir sicher: Kein Windrad heilt die Seele."
Heinz Sandrock
Bad Orb
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Das ist kein Umweltschutz. Die mutwillige Zerstörung unserer Kulturlandschaft ist neuzeitlicher Wahnsinn. Eine Stadt, die sich dem allgemeinen Herdentrieb unterordnet, hat die Auszeichnung "Bad" nicht mehr verdient.
Von Schotten in Richtung Ulrichstein wurden etliche über HUNDERTJÄHRIGE Bäume gefällt weil der Transporter der Windräder sonst nicht durchgekommen wäre! Das ging schneller als man den Satz EINE KATZE AUF DEM BAUM sagen kann!
Umweltschutz was ist das?wenn Profit im Spiel ist!
Aber ich möchte auch erinnern, welche Zustände in den späten 70gern hier herrschten. Die Flüße verdreckt, dass kaum was überlebte. Das waren nur Transportwege für Abwässer. Chemisch, aber auch statt Kläranlagen.
Die Luft geschwängert von Russ, Abgasen und Industriegestank. Wir hatten zwar Schnee aber auch die schwarzen Flocken der Gummifabrik gleich oben drauf. Zustände, die sich heute keiner mehr vorstellen kann. Da lief Zigarette rauchen unter Selbstverteidigung!
Ich bin froh, dass das vorbei ist. Und manche "Schwierigkeit " heute erscheint verglichen damit doch eher als eine Frage der übersteigerten Empfindsamkeit.
Ich habe das alles erlebt und heute haben alle davor Angst, wie alt ich denn werde, weil ich wegen fleißigen Schaffens Rente beziehe.
Also Leute, macht euch locker. Lebe geht weiter.