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Kritik an Busfahrplänen: Neuer Vorschlag aus Birstein

Kritik an Busfahrplänen: Neuer Vorschlag aus Birstein

In der Debatte um die viel kritisierten neuen Busfahrpläne und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Schülerbeförderung melden sich Eltern aus Birstein mit diesem Offenen Brief an den Kreisverkehrsdezernenten und Kreisbeigeordneten Jannik Marquart (CDU und Martina Stegemann, Geschäftsführerin der Kreisverkehrsgesellschaft Main-Kinzig, zu Wort.

"Sehr geehrter Herr Marquart, sehr geehrte Frau Stegemann, sehr geehrte Damen und Herren, zunächst möchten wir uns bei allen Beteiligten dafür bedanken, dass unsere Anliegen rund um die durch die Fahrplanumstellung verursachten Probleme für unsere Kinder ernst genommen und gemeinsam nun Lösungen gesucht werden. Hier möchten wir als Eltern einen konkreten Beitrag leisten.

Für die hinter uns liegende Schulwoche kann leider von einem 'weitestgehend' im bisherigen/alten Fahrplan nicht gesprochen werden. Die Woche war geprägt von Unsicherheiten der Eltern und Kinder gegenüber den tatsächlichen Abfahrts-/Ankunftszeiten und zahlreichen Elterntaxen aus den Ortsteilen zum Busbahnhof Birstein bzw. zur FAG. Es standen mehr Kapazitäten in Form von Bussen des Unternehmens Susen Reisen zur Verfügung, die alten Abfahrtszeiten wurden jedoch nicht bedient. Das haken wir aber gerne unter "holpriger kurzfristiger Lösung" ab und möchten Ihnen den unten stehenden Vorschlag der Birsteiner Elternschaft unterbreiten, der aus unserer Sicht der 'Weihnachtswunsch' in Bezug auf die Busanbindung von Birstein und seinen Ortsteile an die FAG Wächtersbach ist. Sicher können wir nicht alle Aspekte mitdenken, die seitens der Verkehrsplaner zu berücksichtigen sind - wir sind 'nur' Eltern. Aber dennoch halten wir unseren Vorschlag für sachgerecht, strukturiert und geeignet, die Erfordernisse von SchülerInnen, Eltern und Schulen in Bezug auf die Schülerbeförderung zu erfüllen. Unsere Kinder sollen sich auf das Wesentliche konzentrieren können: ihre Zeit IN der Schule. Der frühe Unterrichtsbeginn um 07:40 Uhr ist ohnehin schon eine Herausforderung!

Die wesentlichen Probleme, die durch die Fahrplanumstellung entstanden sind, lassen sich in folgende Punkte zusammenfassen: zu frühe Abfahrtszeiten, zu lange Fahrzeiten, zu frühe Ankunft / zu späte Abfahrt an der Schule und zu lange Wartezeiten bei Umstieg. 

Angekündigt wurde mit Pressemitteilung vom 11.12.2024 und in Herrn Marquarts Redebeitrag anlässlich der Kreitstagssitzung vom 12.12.2025, dass sich die KVG um eine Überarbeitung der Linienpläne kümmern werde, die sich am Bedarf der Schülerschaft orientiert, damit diese 'pünktlich und ohne lange Umwege ihre Schule erreichen'. 'Eine kurze Streckenführung sowie kurze Verweildauer vor Schulbeginn und nach Schulende seien dabei in den Fokus der Planung und Ausführung zu nehmen'. Hier nehmen wir Sie beim Wort!

Unser Vorschlag berücksichtigt die Anbindung aller Ortsteile an eine schnelle Direktverbindung nach Wächtersbach -  ohne frühe Abfahrtszeiten und lange Wartezeiten. Die Verweildauer vor Unterrichtsbeginn wird auf ein Minimum reduziert. Dies ist besonders relevant, da die Schule das Gebäude zwar freundlicherweise in den Wintermonaten bereits um 07:00 Uhr öffnet, eine Aufsicht aber selbstverständlich dort nicht sichergestellt ist. 

Konkret schlagen wir folgenden Fahrtverlauf und Abfahrtszeiten vor:

1. Neue zusätzliche Linie (analog Linie 70, aber mit Anbindung Unter-/Obersotzbach vor Busbahnhof Birstein):

  • 07:00 Uhr Untersotzbach DGH
  • 07:02 Uhr Obersotzbach Alte Schule
  • 07:04 Uhr Birstein Katharinenstraße
  • 07:05 Uhr Birstein Busbahnhof
  • weiter analog Linie 70 über Brachttal mit Fahrzeit 22 Min. bis FAG
  • 07:29 Uhr Wächtersbach Busbahnhof (hier wäre ein zusätzlicher Anschluss für die Pendler/Schüler Richtung FFM um 07:34 Uhr RE 50 gegeben)
  • 07:32 Uhr Wächtersbach FAG

2. Passende/neue Anbindungen der Ortsteile an die Verbindung unter Nr. 1:

  • 74-402 (bestehende Verbindung Fischborn, Mauswinkel, Kirchbracht, Illnhausen, Böß-Gesäß, Burgbracht, Höfen, Hettersroth, Birstein Büdinger Str. / Unterberg) kommt um 06:54 Uhr in Birstein Busbahnhof an und kann die neue Verbindung um 07:10 Uhr (Vorschlag unter Nr. 1) damit problemlos erreichen. Bisher besteht für die Kinder dieser Linie gar kein Anschluss.
  • 75S neu mit Abfahrt Lichenroth um 06:40 Uhr (Völzberg, Wüstwillenroth, Wettges, Radmühl, Oberreichenbach, Unterreichenbach) / Ankunft Birstein Busbahnhof 07:07 Uhr, dann Anschluss an neue Linie mit Abfahrt 07:10 Uhr
  • 71 neu mit Abfahrt Fischborn um 06:54 Uhr (Oberreichenbach, Unterreichenbach) / Ankunft Birstein Busbahnhof 07:07 Uhr, dann Anschluss an neue Linie mit Abfahrt 07:10 Uhr (die Linie 71 fährt dann zwar grundsätzlich regulär auch an die FAG, jedoch mit zu langer Fahrtdauer und zu früher Abfahrt in den Ortsteilen)

Anmerken möchten wir für die Planung/Überarbeitung der Rückfahrten, dass auch hier lange Verweildauern an der Schule (nach der 5. / 6. aber insbesondere auch nach der 8. Std.) und lange Fahrzeiten rückgängig gemacht und überarbeitet/optimiert werden sollten. Es bestanden diese Woche Probleme bei den Rückfahrten über Wächtersbach Bahnhof: dort warteten die Busse auf (wahrscheinlich verspätete) Züge und kamen daher verspätet in Birstein Schule an, sodass an zwei Tagen Kinder ihre Anschlüsse verpassten (der Bus hat an der Birsteiner Schule nicht auf den Bus aus Wächtersbach gewartet). Die Wartezeiten an der FAG haben sich enorm verlängert (teilweise Abfahrt erst 17 Min. nach Unterrichtsende), die Anbindung nach der 8. Stunde war auch schon vor dem Fahrplanwechsel schlecht, besonders für Weiterfahrten in die Ortsteile. Wir würden uns wünschen, dass hierauf ebenso ein Augenmerk gelegt wird wie auf die Hinfahrten.

Wir bitten vor Fertigstellung der neuen Fahrpläne, die Schule und die Eltern (über den Vorsitzenden des Schulelternbeirats, Herrn Farr) vorab einzubinden und uns rechtzeitig vor Ende der Ferien über die neuen Verbindungen zu informieren."

Marisa Bonelli
Lioba Wurtinger
Birstein

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Kommentare

1
Jürgen
4 monate vor
Einfach den Takt zwischen Wächtersbach-Birstein auf 30 Minuten verkürzen und dann gibt es auch kein zu oder zu spät mehr, für niemanden.
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