"SPD-Vertreter des Ortsbeirats Meerholz kritisieren den Wahlmodus, der kein 'gerechtes' Ergebnis bringt. Worum geht es? Die CDU hatte 9 Kandidaten auf der Liste. Das bedeutet, wenn jemand nur die Partei wählt, bekommt der Spitzenkandidat eine Stimme. Die SPD hatte 8 Kandidaten, folglich bekommt die Spitzenkandidatin 2 Stimmen und der Listenzweite nur eine Stimme. Die BG hatte 4 Kandidaten. Folglich bekommt der Spitzenkandidat 3 Stimmen. Mit 4 Kandidaten auf einer Liste wird man 'Stimmenkönig'. Alles bekannt. Leider nicht bei allen Wählern. Sonst würde man panaschieren und kumulieren und keine Partei mehr wählen.
Die SPD hatte insgesamt die meisten Stimmen mit 33,57% und die BG 21,7% der Stimmen. Mit Hilfe der CDU und des Grünen Ortsbeiratsmitgliedes wurde der BG-Kandidat zum Ortsvorsteher gewählt. Natürlich kann man kritisieren, dass der Wählerwille nicht berücksichtigt wurde. Aber wen interessiert schon der Wählerwille, wenn es um Posten und Pöstchen geht? Als CDU-Wähler will ich keine SPD und wahrscheinlich auch umgekehrt. Und was passiert auf Bundes- Land- und Kreisebene? In Thüringen haben CDU und SPD sogar die linke BSW mit in die Regierung geholt, damit die Posten gesichert sind. Stellt sich abschließend die Frage, warum man überhaupt noch zu einer Wahl gehen sollte."
Heinz Ullrich
Gelnhausen
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