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Oberbürgermeister-Stichwahl in Hanau: Pro Isabelle Hemsley

Oberbürgermeister-Stichwahl in Hanau: Pro Isabelle Hemsley

Prof. Dr. Ralf-Rainer Piesold, ehemaliger FDP-Vorsitzender in Hanau, bezieht in seinem Leserbrief Stellung zur Oberbürgermeister-Stichwahl in Hanau am 29. März 2026.

"Hanau hat bei der aktuellen Wahl zur Oberbürgermeisterin beziehungsweise zum Oberbürgermeister das Glück, zwischen zwei grundsätzlich qualifizierten Kandidaten wählen zu können. Auch Dr. Bieri bringt zweifellos fachliche Kompetenzen mit, die ihn für ein kommunales Spitzenamt befähigen. Dennoch sprechen aus meiner Sicht gute Gründe dafür, Frau Hemsley den Vorzug zu geben. Sie vereint langjährige Erfahrung in der Kommunalpolitik mit beruflichen Einblicken in die Wirtschaft – eine Kombination, die für die Leitung einer Stadt von großem Wert ist. Darüber hinaus bringt sie als Frau, Mutter und Tochter vielfältige Perspektiven mit, die in politischen Entscheidungsprozessen oft zu kurz kommen.

Gerade in einer Zeit, in der gesellschaftliche Entwicklungen teils wieder stärker von patriarchalen Denkmustern geprägt sind, wäre eine Frau an der Spitze Hanaus ein wichtiges Signal für Offenheit, Gleichberechtigung und Fortschritt. Auch die Vergangenheit zeigt, dass Frauen in diesem Amt sehr erfolgreich wirken können. Frau Oberbürgermeisterin a. D. Dr. Petra Roth (CDU) in Frankfurt und Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) in Köln, die von CDU, FDP und Grünen unterstützt wurde, sind die besten Beispiele dafür.

Ein weiterer entscheidender Punkt ist ihr Engagement für die Weiterentwicklung Hanaus hin zu einer sogenannten 'Smart City'. Hinter diesem Begriff steht die Vision einer modernen, vernetzten und nachhaltigen Stadt, in der Verwaltung, Verkehr und Infrastruktur effizienter gestaltet werden. Während andere Großstädte in Deutschland diesen Weg bereits konsequent verfolgen, steht Hanau hier noch am Anfang. Frau Hemsley bringt als Verkehrsdezernentin die notwendige Erfahrung mit, um solche Entwicklungen anzustoßen und sinnvoll zu verknüpfen.

Aus diesen Gründen traue ich ihr zu, Hanau zukunftsorientiert weiterzuentwickeln und wichtige Impulse für eine moderne Stadtpolitik zu setzen."

Prof Dr. Ralf-Rainer Piesold
Stadtrat a. D.
Ehemaliger Vorsitzender FDP Hanau
Hanau

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Kommentare

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Stefan
1 monat vor
Verschenkte Jahre: Egal ob rot oder schwarz: es wird weitergewurstelt, die Messerstechereien und die Alltagskriminalität in der Stadt Hanau werden ungebremst weitergehen.

Es braucht einen Neuanfang - und das geht nur mit einer Alternativen Partei und einem Alternativen Bürgermeister mit einer klaren Vision.
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Dr. Gerhard Stehlik
1 monat vor
​Es geht um eine OB-Wahl, nicht um Anfang oder Ende oder AfD oder Trump, CO2 wärmt oder kühlt, Völkerrecht oder Menschenrecht.

Und hier um den nächsten OB in Hanau. Und da hat Ralf-Rainer 100%ig (!) Recht, es gilt das kleinere Übel zu wählen!

Und mir als altem Mann ist eine junge, hübsche Oberbürgermeisterin eher willkommen als ein männlicher Sozialist.
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Dr. Gerhard Stehlik
1 monat vor
​Noch eine Ergänzung zum "Klimaneutralen".

Nach meinem Posteingang kommt das Wort Klima in den Unterlagen von Isabelle Hemsley nicht vor, sehr wohl aber in denen des Sozialisten.

​Ob ihr Englisch besser ist als seins?
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Hätteesgernschönhier
1 monat vor
Wirklich nix gegen Bieri. Aber ich finde, Hanau hat eine andere Politik verdient. Und ich stelle mir vor, dass vieles, was Hanau braucht (Sicherheit, Ordnung, Sauberkeit) leichter umzusetzen ist, wenn die Akteure wie Isabelle Hemsley und unser Innenminister Roman Poseck in derselben Partei sind. Wir Wähler müssen auch mal schlau wählen und uns nicht immer nur drüber aufregen, dass Politiker immer nur an Parteipolitik interessiert sind, was heute heißt, den anderen möglichst zu behindern und in ein schlechtes Licht zu rücken.

Ich finde, die Sozialdemokraten haben mit der Sozialdemokratie in Hanau den Bogen überspannt. Und ich möchte jetzt, dass die anderen mal dran sind.
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Prof. ad. Wilfried W
1 monat vor
Die Stadt Hanau hat mit rd. 900 Millionen EURO SCHULDEN abgewirtschaftet.

Die beiden Kandidaten waren daran beteiligt.
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Bert
1 monat vor
Da stimme ich Herrn Piesold voll und ganz zu.
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Anti Grün
1 monat vor
Merkwürdig, dass bei einem derartigen Abstand überhaupt eine Stichwahl folgen soll. Ich bin ja für Frau Hemsley aber man muss auch akzeptieren, wenn man nach dem Stimmenanteil verloren hat.
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Hätteesgernschönhier
1 monat vor
Kein absolute Mehrheit -> Stichwahl. Ganz einfach
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Skeptiker
1 monat vor
Wie die Wahl auch ausgehen mag, bleibt ein "Weiter so". Bei beiden Kandidaten ist ein Einsatz für eine bessere Klinikversorgung nicht zu erkennen. Digitales Weiterwursteln ist keine Perspektive. Die Ratschläge aus einer toten Partei ebenfalls nicht.
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