"Während Trump die Nato-Partner als Feiglinge beschimpft, da sie seiner Aufforderung nicht Folge leisten, sich an der Befreiung der Straße von Hormus zu beteiligen, steht der Iran zwar mit dem Rücken zur Wand, aber laut der Einschätzung von Korrespondenten und Kennern der Region ist das System der Mullahs weiterhin noch intakt und ein Regimesturz nicht in Sicht. Auch die Direktorin der US-Geheimdienste, Frau Tulsi Gabbard, bestätigt diese Einschätzung. Er wäre eh völkerrechtswidrig.
Überhaupt lohnt es sich mit der bizarren Biographie dieser Frau zu beschäftigen über den jetzigen Krieg hinaus, der vor allem von der rechtsextremen Netanjahu-Regierung zu weiteren Vernichtungsschlägen gedrängten Militärführungen. Bis ins Jahr 2022 unterstützte sie als Mitglied des Repräsentantenhauses die ausgeprägt linke Agenda von Bernie Sanders. So bringt sie Gesetzesvorhaben wie den Übergang zu hundertprozentig sauberer Energie ein, zu erweiterten Befugnis in Bezug auf Kriegserklärungen, eine Reform gegen sexuelle Belästigung im Militär, Anträge zur Einstellung der Strafverfahren gegen Snoden und setzt sich für die Freilassung des inhaftierten Assange ein. Auch verurteilt sie die Kriege der USA zur Durchsetzung eines Regimewechsels. Weil Trump II versprochen hatte, künftig auf interventionistische Kriege zu verzichten, wechselte sie die Fronten und schließt sich dem Lager Trumps an. Nun steht sie vor dem Scherbenhaufen von dessen Krieg gegen den Iran. Ihre Biografie ist so antagonistisch und zerrissen wie die politische Entwicklung in den USA."
Jörg Sternberg
Hanau
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Herr Sternbergs Leserbriefe mögen nicht besonders erhellend sein. Unterhaltsamer als die Ulmen-Fernandes-Story sind sie allemal. Aber vielleicht bin ich auch nur zu ungebildet.
Jüngst widmete die Tagesschau Ulmen langatmig den ersten Beitrag. Im Iran brennt die Luft. Die Straße von Hormus kann die nächste Weltwirtschaftskrise auslösen, die 2008 wie einen Spaziergang aussehen läßt. Die Tagesschau beginnt mit Christian Ulmen.
Den Namen Tulsi Gabbard hatte ich schon gelesen. Den Namen Christian Ulmen mußte ich nachschlagen.
Lassen wir Herrn Sternberg das Vergnügen, solange er uns mit Ulmen-Schmäh verschont.
Ich wollte ja nur, dass wir nicht alle unter einem Missverständnis unnötig leiden.