"Sehr geehrter Herr Bürgermeister Noll, sehr geehrter Herr Bürgermeister Gogel,
die jüngste Informationsveranstaltung in Alzenau und die letzte Gemeindevertretersitzung in Freigericht zum geplanten Windpark Sölzert/Sülzert hat bei vielen Bürgerinnen und Bürgern aus Alzenau/Freigericht erhebliche Bedenken hinterlassen. Da nun offiziell bestätigt wurde, dass die Windgeschwindigkeiten am Standort geringer ausfallen, als ursprünglich prognostiziert, wirft dies grundlegende Fragen zur Seriosität, Sinnhaftigkeit sowie Wirtschaftlichkeit dieses Projekts auf. Als Bürger/innen unserer Region bitten wir Sie, zu folgenden Punkten Stellung zu beziehen, da Sie in Ihrer Position als Bürgermeister sehr nahe am Projekt stehen.
- Die Anwohner aus Alzenau/Freigericht können davon ausgehen, dass die Entscheidung für den Bau der Windkraftanlagen (WKA) immer noch nicht endgültig ist.
FRAGE: Können Sie dies bestätigen?
- Wirtschaftliche Kennzahlen der Projektierer: Die Konzernbilanz der Lintas Green Energy GmbH weist zum Stichtag 31.12.2023 einen Konzernbilanzverlust in Höhe von 2.184.567,83 € und einen Nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von 2.159.567,83 € (Vorjahr 2022: 575.422,29 €) aus. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt 0,00 €. Entgegen den gängigen geschäftlichen Gewohnheiten hat die Lintas Green Energy GmbH ihren Jahresabschluss zum Stichtag 31.12.2024 bis heute noch nicht im Bundesanzeiger (www.unternehmensregister.de) veröffentlicht.
Im Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers ist ausgeführt, dass nach Beschreibung der gesetzlichen Vertreter der Konzern zwar bilanziell überschuldet ist, aber aufgrund von qualifizierten Rangrücktritten auf Darlehen des Gesellschafters keine Überschuldung im Sinne des § 19 InsO vorliegt. Ein außerordentlicher Liquiditätsbedarf kann den Konzern jedoch in seinem Bestand gefährden. Wie im Abschnitt IV. des Chancen- und Risikoberichts dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.
FRAGE: Wie wurde im Rahmen des Auswahlverfahrens das Kriterium der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des Projektierers geprüft und bewertet? Würde eine heutige Bewertung eine gleiche Einschätzung bedeuten?
FRAGE: Liegen Ihnen als Gesellschafter der Windpark Sülzert Entwicklungs GmbH und Co KG zumindest die Zahlen des Geschäftsjahres 2024 vor?
FRAGE: Wie sieht Ihr Risikomanagementsystem aus, um eventuelle negative Geschäftsentwicklungen bei den Projektierern frühzeitig erkennen zu können?
- Nach unserem Verständnis wären erst durch einen unabhängigen Nachweis der Wirtschaftlichkeit die Maßnahmen bei einer gesicherten Finanzierung und einer ausreichenden Einspeisevergütung auf Basis des EEG möglich.
FRAGE: Wann wird die Wirtschaftlichkeitsberechnung des Projektierers vollständig und transparent für die Gemeinden veröffentlicht?
- Voraussetzung für die Umsetzung von Seiten der Stadt Alzenau und der Gemeinde Freigericht ist die Vereinbarung einer Mindestpacht über den Zeitraum der Betriebsdauer der WKA in Höhe von mind. 100.000 EUR pro WKA und Jahr.
FRAGE: Ab welchem Betrag wäre die Aufstellung eines WKA aus Ihrer Sicht für die Stadt Alzenau / Gemeinde Freigericht unwirtschaftlich? Würde dies zum Abbruch des laufenden Projektes führen?
FRAGE: Ist die Stadt Alzenau / die Gemeinde Freigericht bereit, auch negative Erträge in Kauf zu nehmen, um Ihren Beitrag zur Energiewende zu tragen und falls ja, wie hoch wäre dieser?
- Wirtschaftliches Risiko: Es wird nach unserer Wahrnehmung durch die Projektierer behauptet, dass modernere Anlagen den mangelnden Wind ausgleichen können! Sollte dies so sein, so würde dies belegen, dass die bisherige Planung unzureichend ist. Der Ertrag der Windkraftanlagen ist abhängig von der Windgeschwindigkeit auf Nabenhöhe. Die eigentliche Nabenhöhe ist für den Ertrag völlig nebensächlich. Die Anpassung der Nabenhöhe von 162 m auf jetzt 199 m hat keinerlei Auswirkung auf die gewählte technische Ausführung.
Der Ertrag der Windkraftanlagen ist im Wesentlichen abhängig von der Geschwindigkeit des Windes (proportional zur dritten Potenz). Die Minderung von 6,6 m/s auf jetzt nur noch 6,4 m/s bedeutet eine 10 %ige Reduzierung der Stromerträge.
FRAGE: Werden die Anlagenkennlinien und Nettoenergieerträge durch die Projektierer im Rahmen der Wirtschaftlichkeitsberechnung veröffentlicht?
- Brandschutz und Sicherheit: Die geplanten Anlagen erreichen Dimensionen, die unsere Feuerwehren vor enorme Herausforderungen stellen. Gibt es ein verbindliches Konzept für den Fall eines Brandes innerhalb des Waldgebiets?
FRAGE: Welche zusätzlichen finanziellen Mittel werden hier eingeplant, um die Wehren in Alzenau / Freigericht auszustatten? Ist sichergestellt, dass die hierfür anfallenden Kosten von der Betreibergesellschaft getragen werden?
FRAGE: Sind Löschwasserreservoire im Wald vorgesehen?
- Rückbau-Garantie: Wir fordern die Einhaltung der gesetzlichen Vorgabe eines Total-rückbaues. Die hierfür notwendige Summe muss auf Basis einer belastbaren Kosten-schätzung zum Zeitpunkt der Erstellung ermittelt werden und von einem unabhängigen Gutachter überprüft werden. Die Rückstellungen für den späteren Rückbau sollten dann jährlich, auf Basis der Anpassung der Baukostenindizes durch das statistische Bundesamt gekoppelt werden. Die hierfür notwendige Summe ist durch eine unbefristete Bankbürgschaft einer renommierten Bank abzusichern und fortlaufend über die Anlagenlebensdauer anzupassen.
FRAGE: Können Sie diese Forderung, deren Tragweite bestimmt über ihre Amtszeit hinaus geht zusichern, um finanziellen Schaden von den Gemeindehaushalten fernzuhalten?
- Rückbaukosten: Wir erachten es für nicht vertretbar, dass der Projektierer bei seinen Planungen bislang ausschließlich die aktuell zu niedrigen hessischen Vorgaben mit 1.000 € pro Meter Nabenhöhe berücksichtigt. Zum einen plant das Hessische Wirtschaftsministerium die Verabschiedung neuer, höherer Vorgaben und zum anderen werden in Bayern nicht die hessischen Vorgaben, sondern verschiedene Ansätze (z.B. eine auf Schlüssigkeit geprüfte Kostenschätzung des Betreibers, ein prozentualer Wert der Investitionskosten oder ein fester Betrag pro Megawatt installierter elektrischer Leistung) angewandt. Darüber hinaus weisen wir darauf hin, dass die von unserem Verein ermittelten und Ihnen vorliegenden Rückbaukosten für Windenergieanlagen auch von den Fachleuten im Amt für Planen, Bauen und Wohnen des Main-Kinzig-Kreises als inhaltlich nachvollziehbar eingeschätzt werden.
FRAGE: Wie werden Sie sicherstellen, dass der Projektierer realistische Annahmen zu den Rückbaukosten getrennt für Hessen und Bayern in seine Wirtschaftlichkeitsberechnungen einfließen lässt?
- Umsatzerlöse: In seiner Präsentation vom 11.11.2025 prognostiziert der Projektierer Umsatzerlöse in Höhe von rd. 282 Millionen € über die gesamte Laufzeit. Als Grundlage ist eine Vergütung von 8,6 ct / kWh (EEG-Zuschlagswert 6,0 ct / kWh) ausgewiesen.
Wir weisen darauf hin, dass die zugrunde gelegte Vergütung in Höhe von 8,6 ct / kWh die ökonomisch paradoxe Subvention für windschwache Gebiete wie z.B. für den Landkreis Aschaffenburg beinhaltet und nicht für den Main-Kinzig-Kreis gilt. Eine differenzierte Berechnung der Erlöse (auf Basis der von Lintas präsentierten Zahlen) für die beiden Landkreise zeigt eine Verringerung der gesamten Umsatzerlöse von weit mehr als 30 Mio. €. Weiterhin zeigen die Ergebnisse der EEG-Ausschreibungen für Windenergie an Land einen ständig fallenden Zuschlagswert.
FRAGE: Wie werden Sie sicherstellen, dass der Projektierer die jeweils geltenden Vorgaben transparent und nachvollziehbar in seinen Kalkulationen und Planungen berücksichtigt?
FRAGE: Sehen Sie unter diesen Rahmenbedingungen die Erzielung Ihrer geplanten Pachteinnahmen noch als realistisch an?
Wir wünschen uns eine transparente und eindeutige Beantwortung dieser Fragen im Rahmen einer öffentlichen Rückantwort über die Medien und ergänzend im Rahmen der nächsten öffentlichen Sitzungen."
Teamvorstand des Vereins
Gegenwind Freigericht e.V.
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Im Sommer fehlt oft ausreichend kühles Wasser zur sicheren und umweltverträglichen Kühlung.
Deshalb müssen französische AKWs bei großer Hitze ihre Leistung reduzieren oder zeitweise vom Netz gehen.
Hat also nullkommanull mit der Überkapazität von EE zu tun.
Der nächste Glücksspieler der behauptet EE löst alle Probleme?
Woran klemmt es, wenn man verstehen soll, dass EE die Grundlast nicht decken kann.
Da sie zur falschen Zeit den Strom produziert?
Kann man überall nachlesen und ist mittlerweile allgemein bekannt.
Und für Menschen wie sie, habe ich extra 2 Links mit beigelegt.
Sollten sie vielleicht mal lesen.
Das hat nullkommanull mit der Kühlung zu tun.
#Für die weitgehende Dekarbonisierung wären etwa 100 AKW nötig.
#Ist die Akzeptanz dafür größer als für Erneuerbare?
#Wir wollen bis 2045 CO2-frei wirtschaften. Wer baut so viele AKW in so kurzer Zeit?
#Die Reichweite des wirtschaftlich verfügbaren Urans liegt irgendwo in der Größenordnung 100 Jahre. Zehnmal so viele AKW bedeuten ein Zehntel dieser Reichweite. Also bestenfalls einige 10 Jahre.
#Ist eine Abhängigkeit von Rosatom besser als von Gazprom?
#100 mal 10 Mrd pro AKW ergibt 1000 Mrd € Baukosten.
Selbst China, die fleißig Propeller Bauen und in alle Welt verkaufen, setzten immer mehr auf Kohle und Kernenergie.
Gleichsam Wirtschaft und Energieexperten liegen falsch, denn Wolfram weiß mehr!
Zitat:Wer ist "wir" ?
Sie verwechsel vielleicht manche Politiker mit der Allgemeinheit,
denn die Allgemeinheit will das nicht.
Nachfolgend ein Ausschnitt meiner Recherchen zu China:
China ist inzwischen weltweit führend beim Ausbau erneuerbarer Energien:
Weltweit entfallen auf China über 60 % des gesamten EE-Zubaus (vor allem Solar).
renewables.az
Solar- und Windleistung in China ist größer als in vielen Ländern zusammengenommen.
Sie sollten tatsächlich mal ihre Quellen überprüfen.
Zitat:
Zitat:
Zitat:Zitat:Zitat:und noch ganz viele weitere News dazu gibt es einfach zu finden.
zitiere R.H.:
Das hat niemand abgestritten, aber da die Erneuerbaren keine Grundlast geben und zur falschen Zeit die Energie erzeugen,
müssen brauchbare Alternativen her.
zitiere R.H.:
Da wir hier in einem Deutschen Nachrichtenportal sind, sollten sie vielleicht auch eine Brauchbare Quelle gegebenenfalls auf Deutsch mit angeben.
Die Hauptseite einer Domain auf Aserbaidschanisch hilft hier niemandem,
um ihren Text irgendwie prüfen zu können.
Anstatt den Fehler einzustehen, vielleicht daraus zu lernen, Tatsachen und Fakten zu akzeptieren kommt nichts mehr.
Aber die Agentur bewertet Fleißig, so wie es sich gehört.
Die Datenbank mit den Beiträgen für Downvotes und Böse Smileys wächst von Tag zu Tag.
Ist das der gleiche Computer mit der CAD-Software, den sich Senior und Rudi teilen?
Da stimmt eine die Kleinigkeit nicht:
Energie ist nach den Naturgesetzen grundsätzlich nicht erneuerbar.
"Erneuerung" von Energie ist nur durch Radioaktivität, Kernspaltung oder Kernfusion möglich. E = m c2! Also Masse direkt zu EMK.
Dieser "Erneuerung" steht der unendliche EMK-Verlust ins All gegenüber.
Ansonsten gibt es nur Umwandlung von Energie unter mehr oder weniger Energieverlust.
Es ändert nix am Zustand. Gekauft wird, was gerade produziert wird.