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Windkraft und Bad Orb

Windkraft und Bad Orb

Zur Windkraft-Debatte in Bad Orb meldet sich VORSPRUNG-Leser Heinz Ullrich zu Wort.

"Es ist einfach unglaublich, wie wir Verbraucher stündlich in den Medien in Richtung erneuerbare Energie gesteuert werden. Deutschland soll offenbar die Welt retten. Natürlich völlig faktenfrei und nur auf die Emotionen der Konsumenten ausgerichtet.

Tatsache ist , dass in Deutschland zuviel Strom produziert wird, der teuer “entsorgt” werden  muss. Diese Kosten (EEG Umlage) machen geschätzt nur für die Bad Orber Verbraucher etwa 2,4 Millionen Euro in diesem Jahr aus. Aktuell empfiehlt sogar ein  Professor einer  Universität, die privaten PV-Anlagen abzuschalten, damit die Kosten für die EEG Umlage nicht weiter steigen. Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man sich vor Lachen auf dem Boden wälzen.

Warum werden trotzdem Windkraftanlagen geplant? Weil es schlicht und einfach eine feste Einspeisevergütung gibt. Es geht hier nur um Profit (menschlich verständlich) und nicht um Klimaschutz. In Deutschland wird der Energiebedarf zu 80% aus Öl, Gas und Kohle gedeckt. Der nicht grundlastfähige Windkraftanteil  liegt bei etwa 7%. Die Berufspolitiker sind gefordert, ein Gesamtkonzept zu erstellen und die Energieversorgung in Deutschland unabhängiger von Importen zu machen! Und nochmal: Energie ist der Oberbegriff und Strom, um den es geht, macht nur etwa 16% des gesamten Energiebedarfs in Deutschland aus."

Heinz Ullrich
Gelnhausen

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Kommentare

18
Ralf
1 woche vor
zitiere Hans:

Aktuell müssen wir € 0,49 Cent je kWh ans benachbarte Ausland zahlen,.

Nöö, das geht nicht ins Ausland sondern an Familien wie uns.

Wir haben einen 10 KWh Speicher und laden wenn der Strom billig ist.
Erkundigen Sie sich mal zu dynamischen Sromtarifen.
Das ist eine tolle Sache.

Wir planen nun den Akku zu erweitern, damit der Vorrat für eine ganze Woche reicht. Denn meistens ist das laden am Wochenende am günstigsten.
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21
Hans
1 woche vor
Und wieder einmal werden Argumente und Fakten in der Diskussion vermischt.
Aktuell müssen wir € 0,49 Cent je kWh ans benachbarte Ausland zahlen, damit diese unsere Überproduktion an Strom abnehmen. Hierzu kommen nochmal € 0,40 Cent zusätzlich, die der Betreiber bekommt. Macht aktuell also € 0,88 Cent pro kWh. Das ist irre!
Genauso irre ist es Windparks in Wäldern zu bauen, solange wir noch jede Menge bereits versiegelte Fläche haben wie z. B. Parkplätze von Einkaufsmörkten und. ä. die noch mit Solaranlagen bestückt werden könnten.
Ebenfalls wären bestehende Windparkanlagen auf neuste Generation umzurüsten.
Finanziell ist die Energiepolitik ein Fiasko und auch die Sinnhaftigkeit einer einseitigen Energieversorgung nur mit erneuerbarer Energie nicht Sinnhaftig. Unsere Wirtschaft geht vor die Hunde und in der Welt sind wir bei unseren Gegebenheiten und Ressourcen ein "Geisterfahrer" sehr zum Wohle der anderen Länder.
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18
Wolfram
1 woche vor
Zitat:
Aktuell müssen wir € 0,49 Cent je kWh ans benachbarte Ausland zahlen, damit diese unsere Überproduktion an Strom abnehmen.
Falsch: "Dem Vergleichsportal Verivox zufolge ziehen daraus in erster Linie Großverbraucher, die über einen unmittelbaren Zugang zu den Strombörsen verfügen, einen Nutzen. Sprich: Konzerne aus der Industrie und dem Gewerbe sowie Versorgungsbetriebe." (Tagesschau 29.04.) (und an Ralf ;)
Zitat:
Genauso irre ist es Windparks in Wäldern zu bauen, solange wir noch jede Menge bereits versiegelte Fläche haben wie z. B. Parkplätze von Einkaufsmörkten und. ä. die noch mit Solaranlagen bestückt werden könnten. Ebenfalls wären bestehende Windparkanlagen auf neuste Generation umzurüsten.
Falsch: Windenergie ist in der kalten Jahreszeit durch PV nicht ersetzbar und auch tägliche Schwankungen in der PV-Produktion werden ausgeglichen.
Zitat:
Finanziell ist die Energiepolitik ein Fiasko und auch die Sinnhaftigkeit einer einseitigen Energieversorgung nur mit erneuerbarer Energie nicht Sinnhaftig. Unsere Wirtschaft geht vor die Hunde und in der Welt sind wir bei unseren Gegebenheiten und Ressourcen ein "Geisterfahrer" sehr zum Wohle der anderen Länder.
Falsch: Sich dem Fortschritt zu verweigern war nie eine wirtschaftlich erfolgreiche Strategie. Die derzeitigen Kosten sind Investitionen und keine Verbrauchskosten.
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18
Dr. Gerhard Stehlik
1 woche vor
Am Anfang dieser Sinnlosigkeit steht das Fehlurteil, CO2 sei ein "Gluthitze"-Klimakiller (EU Kommission 2005).

Physikalisch-chemisch messbar ist die kühlende Wirkung seines inneren Dipol-IR-Senders C(+)=O(-) zur Kühlung der Erde aus beiden (!) C=O-Doppelbindungen heraus.

Die Physik schaut sich nur das nach außen unpolare O=C=O Molekül an, aber nicht seine beiden innen liegenden, extrem intensiven "IR"-Sender.

Und aus USA tönt dazu nur das Ergebnis: Drill, Baby! Drill!
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18
Ratlos
1 woche vor
zitiere Dr. Gerhard Stehlik:
Am Anfang dieser Sinnlosigkeit steht das Fehlurteil, CO2 sei ein "Gluthitze"-Klimakiller (EU Kommission 2005).
Physikalisch-chemisch messbar ist die kühlende Wirkung seines inneren Dipol-IR-Senders C(+)=O(-) zur Kühlung der Erde aus beiden (!) C=O-Doppelbindungen heraus.
Die Physik schaut sich nur das nach außen unpolare O=C=O Molekül an, aber nicht seine beiden innen liegenden, extrem intensiven "IR"-Sender.

Ist das eine Außenseitermeinung oder gibt es wenigstens begrenzten wissenschaftlichen Konsens zu Ihren Ausführungen? Ich finde keine entsprechenden Quellen und es erscheint mir deshalb riskant, die Zukunft der Menschheit von Ihren Ausführungen abhängig zu machen.
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18
Dr. Gerhard Stehlik
1 woche vor
Dann schauen Sie sich doch bitte mal die Grafik des Max-Planck-Instituts für Meteorologie in Hamburg an, die in dieser NRW-Landtagsdrucksache auf Seite 15 gezeigt wird:

https://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMST17-2876.pdf

Leider kann ich die Grafik nicht direkt hier her kopieren. Sie wurde bereit 2019 in einer Broschüre des Landesamtes Hessen in Hanau im CPH verteilt.

Wer wirklich sucht, der findet, warum CO2 kühlt und nicht wärmt.
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19
The Man
1 woche vor
Hier ist eine gestraffte Zusammenfassung der Analyse der Stellungnahme von Prof. Harde:

Die zentralen Thesen des Dokuments

Harde behauptet, der CO2-Anstieg sei natürlich (Ozeanausgasung), die Klimasensitivität sei minimal und CO2 würde durch Wärmeabstrahlung sogar zur Kühlung beitragen.

Wissenschaftliche Kritik
Die Argumentation hält einer fachlichen Prüfung nicht stand:
• Belegter Ursprung: Isotopenanalysen ("C13/C12-Verhältnis") beweisen eindeutig, dass der CO2-Anstieg durch die Verbrennung fossiler Energieträger (Mensch) und nicht durch natürliche Prozesse verursacht wird.
• Physikalischer "Trick" bei der Kühlung: CO2 kühlt zwar die obere Atmosphäre (Stratosphäre), wirkt in der unteren Atmosphäre (Troposphäre) jedoch wie eine Isolierschicht. Harde isoliert den Strahlungseffekt ins All und ignoriert den Netto-Wärmestau am Boden – das ist physikalisch irreführend.
• Methodische Mängel: Er nutzt stark vereinfachte Modelle, die entscheidende Rückkopplungseffekte (wie die Zunahme von Wasserdampf) vernachlässigen. Seine Thesen wurden in der Fachwelt mehrfach widerlegt und halten Standard-Qualitätskontrollen (Peer-Review) nicht stand.

Fazit
Das Dokument ist wissenschaftlich nicht haltbar. Es nutzt selektive physikalische Fakten, um zu falschen Schlussfolgerungen zu gelangen. Die Behauptung, CO2 kühle das Klima, widerspricht direkten Satellitenmessungen und grundlegenden Gesetzen des Strahlungshaushalts.
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17
Dr. Gerhard Stehlik
1 woche vor
Wissenschaftlich nicht haltbar ist dieser Unsinn:

"wirkt in der unteren Atmosphäre (Troposphäre) jedoch wie eine Isolierschicht"

In einem frei beweglichen Gas gibt es keine Isolierschicht. Das die Religion wie "CO2 wärmt".

CO2 ist nur es selbst!

Aber es wirkt kühlend dank dem Weltall, weil es mit dem - dank seiner IR-Aktivität - zu 100 % verbunden ist.

Mit der Sonne ist es dank seiner IR-Aktivität nur zu wenigen % verbunden, was tatsächlich nur ganz oben in Weltall-Nähe passiert. Siehe Solheim-Experiment für Fachleute!

Religion ist auch das Wort: Strahlungshaushalt!

Strahlung ist ein umgangssprachliches Wort für "induktive elektromagnetische Kraft".

Es gibt auch keinen Schwerkraft-Haushalt, keinen elektrischen Haushalt und keinen magnetischen Haushalt. Kräfte sind Kräfte und keine Haushalte!



Völliger Nonsense ist
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17
Wolfram
1 woche vor
Zitat:
Strahlungshaushalt
: Strahlungshaushalt, beschreibt die abwärts und aufwärts gerichteten Strahlungsflüsse in der Atmosphäre und deren Änderungen durch Reflexion, Streuung, ... (Spektrum der Wissenschaft)

Zitat:
CO2 ist nur es selbst!
Zitat:
Aber es wirkt kühlend dank dem Weltall, weil es mit dem - dank seiner IR-Aktivität - zu 100 % verbunden ist.
Esoterik hat in wissenschaftlichen Erwägungen nichts verloren.

Der geneigte Leser mag entscheiden, ob er Herrn Dr. Gerhard Stehlik das Schicksal unseres Planeten anvertrauen möchte.
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18
Dr. Gerhard StehlikZ
1 woche vor
Zitat: "das Schicksal unseres Planeten anvertrauen"

Das ist Esoterik!

Und die elektromagnetische Induktion, vor allem nicht die von CO2, O2, O2 und so weiter, ist nicht jedermanns Fachgebiet.
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20
Ratlos
1 woche vor
Das Dokument wurde von Ihnen selbst verfasst.
Ich fände es überzeugender, wenn Sie darüber hinaus anerkannte Wissenschaftler benennen könnten.
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17
Dr. Gerhard Stehlik
1 woche vor
--- Nicht lesen wollen:
"Max-Planck-Insititut für Meteorologie"!

--- Nicht verstehen können:
100 % Kühlung der Erde via Atmosphäre durch "Terrestrische Abstrahlung (langwellig")!

So kann Ihnen niemand helfen. Bleiben Sie gesund!
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18
Ratlos
1 woche vor
Ich war Ihrer Kritik einen Schritt voraus und habe die Quelle Ihrer Grafik:
https://www.hlnug.de/fileadmin/dokumente/klima/Ausgabe_02Klimawandel-in-der-Zukunft_internet.pdf
studiert.
Dort findet sich kein Hinweis auf eine kühlende Wirkung des CO2.
Das "Max-Planck-Insititut für Meteorologie" sagt dazu:
Zitat:
In einem stabilen Klima wird die Energie der sichtbaren Strahlung, die die Erde von der Sonne empfängt, durch die Energie der Wärmestrahlung ausgeglichen, die die Erde ins All zurückstrahlt. Aktuell wird dieses Gleichgewicht durch menschengemachte Emissionen von Kohlendioxid (CO2) gestört: CO2 hemmt die Fähigkeit der Erde, Wärmeenergie abzustrahlen.
Damit hätte ich eine weitere Quelle, die Ihnen widerspricht.

Für Ihre guten Wünsche bedanke ich mich und gebe sie gerne zurück.
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16
Dr. Gerhard Stehlik
1 woche vor
Zitat: "durch die Energie der Wärmestrahlung ausgeglichen, die die Erde ins All zurückstrahlt."

Diese Quelle sagt genau das, was ich mit einfachen Worten sage.

Energie und Erde machen gar nichts.

Energie und Erde sind nur Worte ohne konkrete naturwissenschaftliche "Substanz"!

"Zurückstrahlen ins All" ist die aktuell politisch korrekte Umschreibung für "kühlen".

Nur muss man das verstehen können!

Deutschland: Schwere Fächer - Nein, danke! Und das sind dann die Folgen. MINT statt Chemie und Physik und eine "Matura" ohne Reife! Parteilichkeit statt Parteilosigkeit.



.s
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10
Wolfram
1 woche vor
Zitat:
Deutschland: Schwere Fächer - Nein, danke! Und das sind dann die Folgen. MINT statt Chemie und Physik und eine "Matura" ohne Reife! Parteilichkeit statt Parteilosigkeit.
Es ist ein dünner Ast, von dem herab Sie die Qualifikation anderer, besonders unserer Abiturienten in Zweifel ziehen.

Zitat:
100 % Kühlung der Erde via Atmosphäre durch "Terrestrische Abstrahlung (langwellig")!
"Zurückstrahlen ins All" ist die aktuell politisch korrekte Umschreibung für "kühlen".
und ähnliche Äußerungen haben mit Wissenschaft nichts zu tun.
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5
Dr. Gerhard Stehlik
1 woche vor
Nur noch eine Klarstellung:

Ich kritisiere keine Abiturienten, sondern das deutsche Bildungssystem und zwar in jeder Hinsicht!

Dabei sind nicht die Abiturienten der Schwerpunkt, sondern "die alten Säcke" (Pardon), die Macht ausüben, ohne die physikalisch-chemische Wirklichkeit zu verstehen.

Siehe Corona, Klima, grüner Wasserstoff, Pflugscharen und Tauben zur Verteidigung und der Bau einer neuen Mauer quer durchs Volk.
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21
Wolfram
1 woche vor
Zitat:
Tatsache ist , dass in Deutschland zuviel Strom produziert wird, der teuer “entsorgt” werden muss.
Wenn Sie mit Kohle/Öl/Gas/Uran Strom erzeugen geht immer der größte Teil als Abwärme verloren. Wo ist das Problem, selbst wenn manchmal (wegen schlechter Netzinfrastruktur) 3% PV-Strom "weggeworfen" werden.
Zitat:
In Deutschland wird der Energiebedarf zu 80% aus Öl, Gas und Kohle gedeckt.
Ich nehme das Beispiel von Andreas Schmitz:
Von 10 EFH mit jeweils 10000 kWh Energiebedarf pro Jahr werden 5 auf Wärmepumpe umgestellt und energetisch saniert. Anschließend brauchen sie jeweils noch 1000 kWh/Jahr
Gesamtenergiebedarf nach der Sanierung:
5 mal 10000kWh plus 5 mal 1000 kWh = 55000 kWh
Davon 5000 regenerativ sind 9%.
Obwohl also der fossile Bedarf halbiert wurde, scheint der Anteil der Erneuerbaren nur gering zu sein.
Zitat:
Die Berufspolitiker sind gefordert, ein Gesamtkonzept zu erstellen und die Energieversorgung in Deutschland unabhängiger von Importen zu machen!
Bei aller Kritik in Einzelfragen: Das tun sie!
Vieles wäre leichter, wenn die Kritik am Konzept und seiner Umsetzung sachlicher geführt würde.
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22
Dr. Gerhard Stehlik
1 woche vor
Richtig ist , seit dem 1. Juli 2022 müssen Stromkunden keine EEG-Umlage mehr zahlen.

Richtig ist aber auch, die EEG-Einspeisevergütung und das Erneuerbare-Energien-Gesetz an sich haben aber weiter Bestand.

Übersicht mit KI über die Lage und die Folgen:

Der Strompreis in Deutschland ist von 2000 bis 2026 von ca. 13,94 Cent/kWh auf rund 37,2 Cent/kWh (Anfang 2026) gestiegen, was einem starken Anstieg entspricht.

Nach einem Rekordhoch von über 47 Cent/kWh im Jahr 2023 sinken die Preise durch reduzierte Netzentgelte und weggefallene Umlagen seit 2024 wieder.

Strompreissituation 2026

Preisniveau: Anfang 2026 zahlen Verbraucher im Schnitt etwa 37,0 bis 37,2 ct/kWh.

Entlastungen: Die Bundesregierung senkt die Netzentgelte 2026 durch einen Zuschuss von 6,5 Milliarden Euro aus dem Klima- und
Transformationsfonds.

Prognose:

Trotz der Entlastungen bleibt das Preisniveau im Vergleich zu früheren Jahren hoch, sinkt jedoch im Vergleich zum Rekord-Jahr 2023
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22
The Man
1 woche vor
Die Analyse der Strompreisentwicklung bis 2026 erfordert einen differenzierten Blick auf die Ursachen. Es ist zu kurz gegriffen, den Anstieg allein dem Umbau auf Erneuerbare Energien zuzuschreiben.
1. Die Rolle der Fossilen:
Der Rekordwert von über 47 ct/kWh im Jahr 2023 war primär eine Folge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine und der damit verbundenen Erdgaskrise. Da Erdgaskraftwerke an der Börse oft den Preis setzen (Merit-Order-Prinzip), trieb das teure Gas den Strompreis für alle nach oben – völlig unabhängig von den Kosten der Erneuerbaren.
2. Die Kosten des Umbaus:
Richtig ist, dass der Wegfall der EEG-Umlage (seit 2022) die Haushalte entlastet hat. Dem gegenüber stehen jedoch steigende Netzentgelte. Diese sind der Preis für die Modernisierung der Infrastruktur (Stromautobahnen), um den Ökostrom dorthin zu bringen, wo er gebraucht wird.
3. Gegenthese: Erneuerbare als Schutzschild:
Langfristig wirken Erneuerbare Energien als Preisbremse. Während fossile Brennstoffe durch CO2-Abgaben und geopolitische Risiken immer unkalkulierbarer werden, produziert Wind- und Sonnenstrom nach der Installation nahezu kostenlos. Die heutigen Preise (ca. 37 ct/kWh im Schnitt) sind somit kein Beweis für das Scheitern der Energiewende, sondern spiegeln die Investitionskosten für eine unabhängige und langfristig günstigere Energieversorgung wider. Wer heute aktiv Tarife vergleicht, profitiert bereits von den günstigen Erzeugungskosten und zahlt oft deutlich weniger als den Durchschnitt.
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21
The Man
1 woche vor
Die Behauptung, wir hätten „zu viel“ Strom, den wir teuer entsorgen müssten, ist ein logistischer Trugschluss. Es ist, als würde man im Spätsommer die Apfelbäume fällen, weil man nicht genug Körbe für die Ernte hat. Das Problem ist nicht die Energie, sondern die veraltete Infrastruktur.

• Stau statt Überfluss: Wenn Windräder oder PV-Anlagen gedrosselt werden, liegt das an fehlenden Leitungen (Netzausbau). Wer hier das Abschalten fordert, will das Verkehrsproblem lösen, indem er Autos verbietet, statt die Autobahn fertigzubauen.

• Digitalisierung statt Holzhammer: Anstatt private Anlagen vom Netz zu nehmen, brauchen wir endlich flächendeckende Smart Grids. Intelligente Netze schalten Anlagen nicht ab, sondern leiten den Strom genau dann in Heimspeicher, E-Autos oder Power-to-Heat-Anlagen (Wärmepumpen/Warmwasser), wenn die Sonne knallt. Strom in Wärme zu verwandeln ist weitaus günstiger, als fossiles Gas zu verbrennen.

• Rohstoff für die Industrie: Was Kritiker als „teuren Überschuss“ bezeichnen, ist eigentlich der Treibstoff für unsere wirtschaftliche Zukunft. Unsere Industrie lechzt nach grünem Wasserstoff. Dieser wird durch Elektrolyse aus genau dem „Überschussstrom“ gewonnen, den wir heute noch mangels Kapazitäten wegwerfen.

• Wirtschaftlicher Irrsinn: Es ist absurd, Milliarden in moderne PV-Technik zu investieren, um sie dann per manuellem „Ausschalter“ zu kastrieren. Steuergeld (egal ob via KTF oder Umlage) ist in Speichern und Netzen eine Investition – im Stillstand der Anlagen ist es eine reine Vernichtung von Werten.

Fazit: Wer den Bürgern rät, ihre PV-Anlagen abzuschalten, verweigert sich dem technologischen Fortschritt. Wir müssen nicht die Produktion drosseln, sondern die Intelligenz des Netzes erhöhen. Wir haben kein Energieproblem, wir haben ein Flexibilitätsproblem.
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20
The Man
1 woche vor
Noch 2 Ergänzungen:

1. Faktencheck vorab: Die EEG-Umlage ist Geschichte
Wer mit den Kosten für die „Bad Orber Verbraucher“ argumentiert, übersieht das Offensichtliche: Die EEG-Umlage wurde bereits im Juli 2022 abgeschafft. Sie taucht auf keiner Stromrechnung mehr auf. Die Debatte um eine direkte Belastung der Bürger über diesen Weg ist also schlichtweg veraltet.

2. Markt statt Ideologie: Die günstigste Energieform gewinnt
Hier geht es nicht um „Weltrettung“ aus Sentimentalität, sondern um knallharte Ökonomie. Erneuerbare Energien sind heute weltweit die günstigste Form der Stromerzeugung. Das ist keine politische Träumerei, sondern ein Fakt, den der globale Markt längst besiegelt hat. Von Texas bis China wird massiv in Wind und Solar investiert – nicht, weil man dort plötzlich besonders grün geworden ist, sondern weil es sich schlicht am meisten rechnet.
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18
Dieeisentraud
1 woche vor
Zu Punkt 1 die EEG Umlage ist lediglich von der Stromrechnung verschwunden und das System wird jetzt aus dem Bundeshaushalt finanziert, also von unseren Steuergeldern. So leicht lassen sic die Energiejünger hinters Licht führen.
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19
Proximo
1 woche vor
Alle, die die fossilen Energien verurteilen und die Erneuerbaren in den Himmel loben, lassen eines außer acht: Erneuerbare sind nicht Grundlastfähig.
Und ja, unter anderem China investiert massiv in Wind und Solar, aber definitiv auch in Atom, weil ihnen oben genannter Fakt bekannt ist.
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21
Johannes
1 woche vor
Verbundkraftwerke sind die Zukunft.

Erneuerbare Überschussenergie wird in Verbundkraftwerken gespeichert und in Zeiten bereitgestellt in denen zu wenig verfügbar ist.

Windkraftanlagen, Solaranlagen, Batteriespeicher und Elektrolyseure werden in eigenen Netzen dazu aneinandergekoppelt.

Ein Kerntechnik-Ingenieur zeigt uns gerade wie das geht.

https://www.n-tv.de/wirtschaft/Enertrag-Chef-Joerg-Mueller-Seit-1990-ist-klar-Uns-bleiben-nur-Solar-und-Windenergie-id30763250.html
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22
Dr. Gerhard Stehlik
1 woche vor
​Wer versteht. was "nicht grundlastfähig" bedeutet?

​Der Punkt ist, man kann Wind- und ​Sonnen-Strom zwar abschalten, wenn er nicht gebraucht wird, aber man kann Wind und Sonne nicht immer genau dann einschalten, wenn Strom gebraucht wird.

Entscheidend ist das nicht.

Entscheidend ist. dass schon seit eh und je der Strompreis nicht von den Kosten der Erzeugung des Stromes bestimmt wird, sondern viel mehr von den Kosten für die Netz-Verteilung, die Netz-Instandhaltung, die Netz-Gebühren-Verteilungskosten zwischen den privaten und öffentlich-rechtlichen Eigentümern.

Und genau diese Netz-Gesamtkosten sind bei extrem weit entfernten und weit verteilten Erzeugern in Form von Myriaden von Windrädern und PV-Äckern enorm hoch.

Und dass Energie nur umwandelbar (mit Verlusten) und nicht erneuerbar ist, versteht in MINT-Land kaum noch jemand. Ist auch nicht wirklich wichtig.
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