Um die Bedeutung der Wahl für die demokratische Teilhabe sichtbar zu machen und möglichst viele Menschen zur Stimmabgabe zu motivieren, hat der Fachdienst für Kulturelle Bildung des Magistrats der Stadt Maintal ein besonderes Kunst- und Bildungsprojekt gestartet.
Ein Teil dieses stadtweiten Projekts wurde an der Erich Kästner-Schule von Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 7 und 8 sowie aus den Intensivklassen umgesetzt. Unter der Leitung der Projektleiterinnen Stefania Yesilova und Meryem Yesilova setzten sich die Jugendlichen im Rahmen eines demokratiepädagogischen Projekttages intensiv mit Demokratie, Mitbestimmung und zentralen Grundwerten auseinander.
Zu Beginn reflektierten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam, was Demokratie für sie bedeutet. Begriffe wie Freiheit, Gleichheit, Solidarität, Gerechtigkeit, Menschenwürde und Vielfalt wurden gesammelt, erklärt und mit Beispielen aus dem Schul- und Alltagsleben verknüpft. In der anschließenden kreativen Phase entwickelten die Jugendlichen eigene kurze Aussagen und Symbole, um diese Werte sichtbar zu machen. Beispiele aus der Gruppe waren: „Demokratie bedeutet Freiheit, weil jede Stimme zählt“, „Jeder Mensch ist gleich, egal wie er aussieht oder woher er kommt“ oder „Vielfalt ist wichtig, weil alle dazugehören“. Dabei entstanden Symbole wie Waage für Gerechtigkeit, Friedenstaube für Freiheit oder Hände für Solidarität, die direkt auf Skizzen und die Gestaltung der Wahltonne übertragen werden konnten. So wurden die persönlichen Botschaften der Schülerinnen und Schüler für alle sichtbar.
Ein besonderes Element des Projekts war die Fotoarbeit mit einer Polaroid-Kamera: Die Schülerinnen und Schüler wurden mit ihren Aussagen und Symbolen fotografiert und zeigten so ihre persönliche Haltung zu demokratischen Themen. Die entstandenen Bilder bildeten eine inhaltliche Brücke zwischen der theoretischen Auseinandersetzung und der praktischen Gestaltung der Wahltonne.
In Kleingruppen übernahmen die Jugendlichen Verantwortung für Farbe, Schrift, Symbole und Dokumentation. Mit Acrylfarben, Schablonen und viel Engagement verwandelte sich die schlichte Tonne Schritt für Schritt in ein farbenfrohes, aussagekräftiges Kunstobjekt. Teamarbeit, Absprachen und gegenseitige Unterstützung prägten den Arbeitsprozess – Demokratie wurde nicht nur thematisiert, sondern aktiv gelebt.
Am Ende des Projekttages blickten die Schülerinnen und Schüler stolz auf ihr gemeinsames Werk zurück. In einer Abschlussrunde reflektierten sie, was sie über Demokratie gelernt haben und warum Wählen wichtig ist. Entstanden ist nicht nur eine künstlerisch gestaltete Wahltonne für den öffentlichen Raum, sondern auch ein starkes Zeichen dafür, dass junge Menschen Demokratie verstehen, mitgestalten und sichtbar machen können.
Projektleiterinnen Stefania Yesilova und Meryem Yesilova ziehen ein Fazit: „Es war beeindruckend zu sehen, wie engagiert die Schülerinnen und Schüler ihre Ideen umgesetzt haben. Demokratie wird hier nicht nur besprochen, sondern sichtbar gemacht“, sagt Stefania Yesilova. „Die Jugendlichen haben Verantwortung übernommen, kreativ gearbeitet und gezeigt, wie wichtig Mitbestimmung und Zusammenhalt sind“, ergänzt Meryem Yesilova.





