Das Ziel war nicht nur eine malerische Stadt am Rhein, sondern vor allem eines: echtes Französisch erleben.
Früh auf und voller Tatendrang
Bereits in den frühen Morgenstunden versammelten sich die Schülerinnen und Schüler vor der Erich-Kästner-Schule. Mit Spickzetteln voller französischer Vokabeln und neugierigen Blicken machten sie sich auf den Weg ins Elsass – in jenes charmante Grenzland zwischen Deutschland und Frankreich, das wie kaum ein anderer Ort die Sprachen und Kulturen beider Nachbarvölker in sich vereint.
Straßburg liegt nur rund 160 Kilometer von Maintal entfernt – und doch betrat man beim Überqueren der Grenze eine andere Welt: Straßenschilder auf Französisch, der Duft von frischen Croissants aus den Bäckereien, der lebhafte Markt und die unverwechselbare Architektur des Stadtzentrums empfingen die Gruppe mit offenen Armen.
Sprache hautnah erleben
Was im Klassenzimmer auf dem Papier begann, fand in Straßburg seinen ganz praktischen Ausdruck. Ob beim Bestellen in einem Café, beim Einkaufen auf dem Wochenmarkt oder beim Fragen nach dem Weg – die Schülerinnen und Schüler nutzten jeden Moment, um ihre Sprachkenntnisse auszuprobieren. Und die Einheimischen? Die zeigten sich geduldig, freundlich und ermutigend.
„Merkt plötzlich, dass man wirklich kommunizieren kann – das ist ein tolles Gefühl!“, so fasste es eine Schülerin zusammen. Solche echten Sprachbegegnungen, sogenannte authentische Sprachanlässe, sind im modernen Fremdsprachenunterricht von unschätzbarem Wert. Sie schaffen Motivation, Selbstvertrauen und eine bleibende Verbindung zur fremden Sprache.
Zwischen Kathedrale, Petite France und Marktplatz
Neben den sprachlichen Erlebnissen bot Straßburg natürlich auch kulturell und historisch viel zu entdecken. Die beeindruckende Kathedrale Notre-Dame mit ihrer filigranen Sandsteinfassade, das romantische Viertel Petite France mit seinen Fachwerkhäusern und Kanälen, das Europaviertel mit dem Europaparlament – die Stadt ist ein lebendiges Lehrstück in Geschichte, Architektur und europäischer Identität.
Beim gemeinsamen Mittagessen und beim Stadtbummel wuchsen auch die Verbindungen innerhalb der Gruppe. Man tauschte Erlebnisse aus, lachte über sprachliche Missverständnisse und entdeckte gemeinsam die Schönheit der elsässischen Hauptstadt.
Glücklich und bereichert zurück in Bischofsheim
Am Abend kehrte die Gruppe müde, aber glücklich nach Maintal-Bischofsheim zurück. In den Gesprächen auf der Rückfahrt war die Begeisterung kaum zu überhören: Straßburg hatte Eindruck hinterlassen – sprachlich, kulturell und menschlich. Viele Schülerinnen und Schüler berichteten, dass sie die Stadt unbedingt wieder besuchen möchten, vielleicht schon bald und dann noch besser vorbereitet.
Die Lehrerinnen und Lehrer zogen eine durchweg positive Bilanz: Diese Fahrt zeigt, wozu Fremdsprachenunterricht da ist - namlich dazu, echte Brucken zwischen Menschen zu bauen. Unsere Schuelerinnen und Schuler haben heute genau das getan. Solche Ausfluege sind ein wichtiger Teil des Schullebens an der Erich-Kastner-Schule und werden auch kunftig fester Bestandteil des Franzosischunterrichts bleiben.







