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Bad Orb und Biebergemünd: Video soll geplante Windräder zeigen

Bad Orb und Biebergemünd: Video soll geplante Windräder zeigen

HessenForst hatte im September 2023 die Vorrangfläche 2-304 zwischen Bad Orb und Biebergemünd für die Bebauung mit Windkraftanlagen (WKA) ausgeschrieben. Da beide Kommunen gleichermaßen von dem Bau von WKA auf dieser Fläche betroffen sind, haben die Bürgerinitiativen "Windkraft im Spessart" und "Gegenwind Bad Orb" in Zusammenarbeit mit "Vernunftkraft Main-Kinzig-Kreis / Naturpark Spessart" eine professionelle Simulation in Auftrag gegeben.

Bestandteil der Visualisierung sind sowohl Bilder der betroffenen Ortsteile als auch ein Video mit einer Darstellung des gesamten Umfelds. Die Visualisierung wird unter folgendem Link https://www.windkraft-im-spessart.de/fileadmin/user_upload/Visualisierung_Bad_Orb_2.mp4 bereitgestellt.

"Die Visualisierung zeigt, dass Windkraftanlagen auf der Fläche 2-304 im südlichen Bereich nahezu im ganzen Biebertal bis hin nach Kassel sichtbar sind, wobei in Bieber aufgrund des geringen Abstands die Belastung der Einwohner durch optische Bedrängung, Schattenwurf und Lärmemission am stärksten sein wird. Im nördlichen Bereich werden die Anlagen wegen ihrer Höhe fast im ganzen Orbtal sichtbar sein. Aufgrund der geringen Distanz zu den sehr hohen Anlagen werden Immobilienbesitzer in Bad Orb und Bieber auch die höchsten Wertverluste erleiden. Vergleichbares gilt auch für Lettgenbrunn, das ebenfalls in direkter Umgebung zu den geplanten Anlagen liegt. „Wer diese Visualisierungen sieht, glaubt doch nicht allen Ernstes die kürzlich gemachte Aussage von Jürgen Staab, dem Vorstand der Energiegenossenschaft Main-Kinzig, dass Windkraft keinen Einfluss auf Immobilienpreise hat“, ärgert sich BI Vorstand Rolf Zimmermann und verweist dabei auf die Studie 'Local Cost for Global Benefit: The Case of Wind Turbines', des RWI – Leibniz Institut für Wirtschaftsforschung aus Essen. Die Studie weist anhand von über 3 Millionen Verkaufsangeboten nach, dass der Wertverlust von älteren Immobilien in ländlicher Umgebung je nach Entfernung zu Windkraftanlagen zu einem Preisabschlag von bis zu 23 % führen kann. Zudem hat Bad Orb in den letzten Jahren vieles erfolgreich umgesetzt, um den Wiedereinstieg als Kurstadt zu schaffen. Dieser Erfolg darf nicht durch das Profitstreben von HessenForst oder einzelnen Windkraftprojektierern und Windkraftbetreibern aufs Spiel gesetzt werden", heißt es in einer Pressemitteilung.

Die Visualisierung beweise auch, dass entgegen der immer wieder kolportierten Aussage, auf der Vorrangfläche 2-304 würden nur 10 bis 12 Windkraftanlagen errichtet werden, über 25 Windkraftanlagen mit einer Gesamthöhe von 285 m und einer Leistung von ca. 7 MW planerisch machbar seien: "Diese Anlagengröße wurde auch beim gemeinsamen Besuch der Vorrangfläche 2-304 im Vorfeld zur Landtagswahl in Hessen von der Energiegenossenschaft Main-Kinzig und dem Grünen Landtagskandidaten Günther Koch genannt. Die geplanten Anlagen würden damit die bereits bestehenden Anlagen auf den „Vier Fichten“ um fast die Hälfte überragen."

„Eine Projektgröße von 10 bis 12 Windkraftanlagen wird von den Projektierern üblicherweise zu Beginn der Bebauung einer größeren Fläche gerne gewählt, da bei Genehmigung eines Windparks durch diese Limitierung eine aufwändigere Umweltverträglichkeitsprüfung häufig entfällt“, erklärt BI Vorstand Dr. Berthold Andres die Vorgehensweise. Anschließend würden dann in einem zweiten Schritt weitere Windkraftanlagen dazu gebaut. Bestätigt werde dieses Vorgehen durch die Windkraftanlagen bei den „Vier Fichten“ in Gründau, wo die bereits bestehenden 12 Anlagen vor kurzem um fünf Anlagen erweitert worden seien beziehungsweise durch die Anlagen der Naturenergie Main-Kinzig in Flörsbachtal, wo seit dem vergangenen Jahr acht weitere Anlagen in Planung beziehungsweise im Genehmigungsverfahren seien.

Das werde bei der Bebauung der Fläche 2-304 nicht anders laufen: "Der im Main-Kinzig-Kreis bereits berüchtigte Windkraftprojektierer ABO Wind bietet HessenForst inzwischen über 400.000 € Pacht pro Windkraftanlage und Jahr (Quelle: WirtschaftsWoche vom 2. November 2023). Bei diesen völlig irrational hohen Beträgen gehen wir nicht davon aus, dass sich HessenForst auf nur 10 bis 12 Anlagen beschränken wird“, ergänzt BI Vorstand Rolf Zimmermann, „ganz im Gegenteil, wenn es keinen ausgeprägten Widerstand vor Ort gibt, wird HessenForst sicherlich versuchen, den maximalen Profit aus dieser Fläche herauszuschlagen, egal was die Betroffenen vor Ort dazu sagen.“

Mehrere Faktoren würden die große Anzahl an möglichen Windkraftanlagen auf der Vorrangfläche 2-304 bedingen: "Neben der absoluten Größe kommt sie unter anderem auch deshalb zustande, weil die Regionalversammlung Südhessen noch kurz vor der diesjährigen Sommerpause sehr 'geräuschlos' festgelegt hat, dass künftig nur noch der Mastfuß einer Anlage innerhalb einer Vorrangfläche liegen muss. Dies vergrößert die bebaubare Fläche einer Vorrangfläche deutlich und Windkraftanlagen rücken damit generell circa 100 Meter näher an die Wohnbebauung heran. Einige Anlagen könnten auch in einem Bereich liegen, der eigentlich im gültigen Flächennutzungsplan Windkraft der Gemeinde Biebergemünd vom Regierungspräsidium Darmstadt als Ausschlussfläche festgeschrieben wurde. Bedauerlicherweise hat die Gemeindevertretung Biebergemünd im anschließenden Genehmigungsverfahren des Regionalplans TPEE für Südhessen mit den Stimmen der CDU und SPD einen Antrag der FWG abgelehnt, Widerspruch gegen dieses Vorgehen einzulegen. Windkraftanlagen rücken deshalb nochmals deutlich näher an Bieber heran."

Die Vorstände der BI Windkraft im Spessart und der Gegenwind Bad Orb rufen die Lokalpolitik deshalb auf, alles zu unternehmen, um die negativen Auswirkungen des Baus von 285 m hohen Windkraftanlagen auf die Anwohner und den Naturraum Spessart möglichst zu minimieren: "Es kann nicht sein, dass der ländliche Raum im Spessart massiv durch den Bau von unzähligen Windkraftanlagen entwertet wird, während in anderen Kreisen wie dem Hochtaunuskreis fast keine Anlagen gebaut werden. Hier ist die Politik gefragt, einen Interessenausgleich zwischen den einzelnen Gebieten in Südhessen zu schaffen."

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Kommentare

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Christian
2 jahre vor
Liebe Windkraftgegner und Freunde der Atomenergie,
ihr kenn ja sicher das Projekt: Mini-Nuklearreaktoren (SMR).
Es ist geplatzt. Bitte lest selbst:

https://amp.focus.de/earth/analyse/zu-schoen-um-wahr-zu-sein-die-meistersehnte-atom-technologie-erleidet-einen-herben-rueckschlag_id_242907515.html

Interessiert euch, welche Energieform jetzt vorangetrieben werden soll?
Regenerative Energien aus Sonne und Wind!!!!!!!!
Mal schauen, ob diese Erkenntnisse vom Bad Orber Stadtparlament verstanden werden
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Flörsbachtaler
2 jahre vor
https://amp.focus.de/earth/analyse/zu-schoen-um-wahr-zu-sein-die-meistersehnte-atom-technologie-erleidet-einen-herben-rueckschlag_id_242907515.html

da bin ich mal GESPANNT !!!!!
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klieskopp
2 jahre vor
Artikel bis zum Ende durchgelesen?

Der Investor UAMPS ist abgesprungen, dass heißt nicht zwangsläufig das Ende der SMR.

Zitat:
Frühestens in den 2030er-Jahren werden die ersten SMRs ans Netz gehen, heißt es in einer Studie der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).
Moderne Innovationen dauern manchmal etwas länger.
1 Kernkraftwerk ersetzt ca. 1200 aktuelle Windräder und das rund um die Uhr auch wenn kein Wind weht.
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CG_AI
2 jahre vor
Ich empfinde Windräder innovativ und denke, dass Bad Orb sein verstaubtes Image damit aufpolieren könnte.
Alle Weißhaarigen im Stadtparlament treffen heute Entscheidungen, deren Auswirkungen sie selbst nicht mehr erleben. Ich denke, es ist einfacher sich an Windräder in einem Waldgebiet mit erkranktem Baumbestand zu gewöhnen, als an eine Welt mit 3-4 Grad Erderwärmung.
Falls ihr Windkraftgegner noch nicht begriffen habt, welche Auswirkungen dieser Temperaturanstieg auf euer Leben hat, befragt ChatGPT.

Oder lest Handelsblatt:

https://amp2.handelsblatt.com/unternehmen/energie/hitzesommer-klimaforscher-sehen-wirtschaft-in-gefahr/29262600.html
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klieskopp
2 jahre vor
zitiere CG_AI:

Alle Weißhaarigen im Stadtparlament treffen heute Entscheidungen, deren Auswirkungen sie selbst nicht mehr erleben.

Immer noch besser als von pickeligen Milchgesichtern die keinerlei Lebens/Berufserfahrung haben vertreten zu werden.

Zitat:
eine Welt mit 3-4 Grad Erderwärmung
Wo findet die aktuell statt?

Zitat:
befragt ChatGPT.
Da komme ich bei "Frag Mutti" weiter.

Demnächst gibt es einen 10G-fähigen Chip direkt ins Hirn gepflanzt und schon kann man sich den Weg über ChatGPT sparen.
Da sind dann alle "richtigen Antworten" vorkonfektioniert hinterlegt.
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Petra
2 jahre vor
Danke für die visuelle Darstellung der geplanten Windräder in Bad Orb.
Warum regen sich so viele Menschen auf? Sowohl von der Konzerthalle, als auch vom Schwimmbad aus wirken die Windräder doch winzig.
Die Tatsache, dass in Bad Orb riesig viel Aufwand in eine Kampagne gegen winzige Windräder gesteckt wird, zeugt von Panik.
Man fragt sich nur, wovor genau?
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klieskopp
2 jahre vor
zitiere Petra:

Die Tatsache, dass in Bad Orb riesig viel Aufwand in eine Kampagne gegen winzige Windräder gesteckt wird, zeugt von Panik.
Man fragt sich nur, wovor genau?


Windräder die eine Nabenhöhe von ca.150m, was einer Gesamthöhe von ca.250m entspricht neben denen der Kölner Dom wie eine Kapelle aussieht als winzig zu bezeichnen kann nur einer Frau einfallen. Manche Damen haben zur Größe von manchen Dingen........
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Flörsbachtaler
2 jahre vor
Am Schwimmbad in Orb, gehts ja noch !!!!! ;-)
No go !!!!!

WARNSIGNAL !!!!!
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Majid Kofron
2 jahre vor
Dann lieber einen Solarpark im Wald. Den sieht niemand.
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Flörsbachtaler
2 jahre vor
Das Stimmt !



Ausser ;-) die Ausser- Irdischen !!!!
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Majid Kofron
2 jahre vor
Das war's es dann als Kur-Standort in Bad Orb. Da werden auch die Strauß Investitionen nichts bringen. Das kann wohl kaum ernstgemeint sein. Darauf hin werde ich Bad Orb verlassen und mir einen neuen Wohnort suchen. Glückwunsch Bad Orb!
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Biebergemünder
2 jahre vor
Mensch, bei der Masse an Windrädern müssen die angrenzenden Gemeinden den Strom dann ja quasi geschenkt bekommen.
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Flörsbachtaler
2 jahre vor
Kannsde Knikken !!!!!
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Berger
2 jahre vor
Hessen-Forst ist ein Landesbetrieb nach § 26 der hessischen Landeshaushaltsordnung mit Sitz in Kassel. Aufgabe des Landesbetriebs ist es, den hessischen Wald nachhaltig, wirtschaftlich und unter besonderer Berücksichtigung des Gemeinwohls zu bewirtschaften.

Das ist Zweck des Hessen-Forst, und nicht die VERNICHTUNG des Waldes !!!!
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Gluch
2 jahre vor
Damit unsere Kinder und Enkelkinder noch in dieser Welt gut leben können brauchen wir dringend regenerative Energien.
Windkraft ist dafür ein guter und nötiger Beitrag! :-)
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klieskopp
2 jahre vor
zitiere Gluch:
Damit unsere Kinder und Enkelkinder noch in dieser Welt gut leben können brauchen wir dringend regenerative Energien.
Windkraft ist dafür ein guter und nötiger Beitrag! :-)

Und was wenn nicht?
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Bernhard
2 jahre vor
[ Aufgabe des Landesbetriebs ist es, den hessischen Wald nachhaltig, wirtschaftlich und unter besonderer Berücksichtigung des Gemeinwohls zu bewirtschaften.

Strom produzieren fördert doch auch das Gemeinwohl !
Es wird auch nicht der ganze Wald vernichtet !
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Berger
2 jahre vor
Wir werden nur belogen und betrogen..Es kann doch nicht sein, das unser Land so verschandelt wird, und die Bürger große finanzielle Verluste hinnehmen muss, um einige Geldgeile Manager den Beutel vollzustopfen...
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Rcci
2 jahre vor
Frag mal die jungen Leute was die denken. Das ist Technik die wir brauchen. Und Herren Andres würde ich e nicht glauben, er hat in seinem letzten Leserbrief behauptet im Taunus gebe es keine Windräder oder sind keine geplant. Fake News!!!! Ob die Proportionen deshalb stimmen wage ich zu bezweifeln. Warum sollten die Immobilienpreise fallen? Hier wird wieder einmal nur Angst geschürt. Immer das selbe.
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Bernhard
2 jahre vor
Welchen Geldgeilen Managern wird hier der Beutel vollgestopft ?
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