In der Kategorie B1-Blasorchester (Höchststufe) treten die altenmittlauer Musikerinnen und Musiker in Hildesheim gegen zehn weitere Orchester aus ganz Deutschland an. Der vom Deutschen Musikrat ins Leben gerufene und unter anderem vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst sowie der Hessischen Staatskanzlei geförderte Deutsche Orchesterwettbewerb ist der größte Musikwettbewerb für Laien Blasorchester in der Bundesrepublik und zeichnet sich durch zahlreiche Wettbewerbe in allen Klassen sowie ein imposantes Rahmenprogramm aus. Während des diesjährigen acht Tage andauernden Wettbewerbs von 12. bis 20. Mai finden von morgens bis abends ständig wechselnde Wettbewerbe in verschiedensten Kategorien und Musikrichtungen statt.
Die Musiker und Musikerinnen des Musikverein Viktoria Altenmittlau werden am Freitag nach Christi Himmelfahrt unter der bewährten Leitung von Hans Rückert ihr Pflicht- und Selbswahlstück der Fachjury präsentieren. Bei dem Pflichtstück, das auch alle weiteren Blasorchester der Kategorie B1 präsentieren werden, handelt es sich um die „literarische“ Komposition „Four Character Studies from Master Humphrey’s Clock“ von Malcom Binney. In diesem Stück geht der Komponist auf das literarische Werk „Master Humphre’s Clock“ von Charles Dickens ein und wandelt es gekonnt in 4 Sätze um. Als Wahlstück hat sich Hans Rückert mit dem Orchester das Werk des niederländischen Komponisten Alex Poelman die Sinfonie Nr. 1: „Die Sieben Weltwunder der Antike“ ausgesucht. Drei von diesen sieben Weltwundern wird das Stammorchester der Jury darbieten. Hierbei handelt es sich am Beginn um den Tempel der Artemis. Dieser prunkvolle Tempel wird musikalisch sehr imposant durch viele Melodiewechsel und den vollen Einsatz aller Instrumente im Orchester dargestellt. Das nächste Wunder sind „Die hängenden Gärten zu Babylon“. Diesen Satz komponierte Poelman im langsamen Tempo mit Vogelgezwitscher in den Gärten und vielen schönen Melodien in der Flöte und Oboe. Im dritten und letzten gespielten Satz geht es um die Statue des Zeus. So mächtig wie diese Statue war, so ist auch die Musik dieses Satzes. Zeus, die oberste Gottheit der griechischen Mythologie, und seine allmächtige Kraft werden im Satz durch Donnergrollen und schnelle und schrille Melodien verkörpert. Die Herausforderung hierbei liegt vor allem am präzisen Zusammenspiel des gesamten Orchesters.
Neben dem Wertungsspiel am Freitag wird das Orchester auch Zeit haben sich weitere Vorträge anzuhören und am stattfindenden Rahmenprogramm in Hildesheim teilzunehmen. Die Ergebnisbekanntgabe wird am Samstag gegen Mittag stattfinden, sodass der MVA am Sonntag wieder gen Heimat aufbrechen wird.
Aber nicht nur der Deutsche Orchesterwettbewerb macht das Jahr 2012 zu einem besonderen Vereinsjahr. Der MVA feiert dieses Jahr vom 17. bis 20. August sein 115-jähriges Vereinsjubiläum mit einem großen Fest auf dem Festplatz der Freigericht-Halle. Das Programm bietet für jeden etwas! So wird die Coverband ABCD am Freitag das Zelt rocken und die Gruppen „Igels“ und „Gebläse statt Plastik“ werden am Samstag auftreten. Der MVA freut sich schon jetzt auf ein gelungenes Fest mit vielen Besuchern und Gästen.
Weitere Information über die Teilnahme des MVAs am Deutschen Orchesterwettbewerb und dem Jubiläumsfest im August auf der Vereinshomepage www.mv-altenmittlau.de




