Besonders traurig für den Geschäftsführer Granzow und Inhaber Adrien Telke ist die Tatsache, dass man sich seit der Übernahme des Lokals und der Neueröffnung am 1. November 2019 gerade einen guten Kundenstamm mit zunehmender Tendenz aufgebaut hatte - dann kam die Pandemie und viele der Stammkunden, meist im Alter zwischen 40 und 55 Jahren, kamen nicht mehr, da auch sie zu den gefährdeten Personen gehören.
"Seit dem hatten wir etwa 10 bis 15 Prozent des Umsatzes unserer normalen Zeiten", schildert Andreas Granzow die Situation. Selten genug habe es einmal einen "Ausreißer" nach oben gegeben, bei dem dann circa. 20 Prozent des gewöhnlichen Umsatzes erzielt worden sei. Versuche, mit dem Vermieter zu einer Lösung zu kommen, seien fehlgeschlagen. Insgesamt sind sieben Personen von der Schließung betroffen, alle stehen erst einmal ohne Job da.
Der Abschiedsabend sorgte reihenweise für einen Kloß im Hals, die Gäste werden die Bayerische Küche, die im Gasthaus dominant war, vermissen, "Ein gleichwertiges Angebot finden wir in der Umgebung nicht mehr", meinte ein Stammkunde. Auch wenn es wehtut, hoffen Adrien Telke und Andreas Granzow in naher Zukunft wieder in der Gastronomie selbständig tätig zu werden. Granzow hat über 40 Jahre Erfahrungen im Hotel- und Gaststättengewerbe gesammelt und hofft, diese Erfahrungen wieder einbringen zu können. "Vielleicht bietet sich uns eine Möglichkeit in einer Touristenregion", hofft er.




