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Gelnhausen: Geschäfte verlassen die Innenstadt

Gelnhausen: Geschäfte verlassen die Innenstadt

Die SPD Gelnhausen sieht in den jüngsten Entwicklungen rund um die Seestraße in der Innenstadt ein ernstes Signal dafür, dass die Innenstadtpolitik der Stadt grundlegend neu gedacht werden muss. "Zwei traditionsreiche Betriebe verlassen die Seestraße – ein Verlust, der nicht nur wirtschaftlich, sondern auch stadtbildprägend ist", zeigt die aktuelle Entwicklung rund um die Seestraße aus Sicht der SPD deutlich, wie sehr die Innenstadtpolitik von Bürgermeister Christian Litzinger (CDU an den Bedürfnissen von Bürgerinnen, Geschäftsleuten und Anwohnern vorbeigehe. 

„Die Entscheidungen der vergangenen Jahre wurden häufig ohne ausreichende Beteiligung derjenigen getroffen, die täglich mit den Folgen leben und arbeiten müssen – Geschäftsleute, Anwohnerinnen und Anwohner“, erklärt die SPD-Fraktion. „Eine zukunftsfähige Innenstadt entsteht nicht durch von oben herab beschlossene Einzelmaßnahmen, sondern durch abgestimmte Planung, Transparenz und frühzeitige Mitwirkung.“

Nach über 30 Jahren schließe das Reformhaus von Hubert Menzenbach: "Seine Entscheidung hat mehrere Ursachen: sein Alter, der fehlende Nachfolger sowie die unklare Zukunft der Immobilie. Zugleich schildert Menzenbach, dass die monatelangen Bauarbeiten und der Wegfall zahlreicher Parkplätze den Betrieb zusätzlich erschwerten – gerade für ältere oder mobilitätseingeschränkte Kundinnen und Kunden. Die bauliche Umgestaltung war sicher nicht der alleinige Grund für die Geschäftsaufgabe, aber sie hat die Situation ganz sicher nicht verbessert“, so die SPD-Fraktion. „Solche Rückmeldungen müssen wir ernstnehmen.“

Auch das benachbarte Sanitätshaus Carl Steiner verlasse Gelnhausen – und der Inhaber habe deutliche Kritik geäußert: "Die neue Verkehrsführung habe die Erreichbarkeit für Menschen mit Beeinträchtigungen verschlechtert; notwendige Be- und Entladevorgänge seien kaum noch möglich gewesen. Besonders schwer wiegt die Aussage, dass die Stadt nichts dafür getan habe, den Betrieb in Gelnhausen zu halten. Dass ein Betrieb, der ein wichtiges wohnortnahes Versorgungsangebot bereitstellt, die Stadtgrenzen verlässt, obwohl er gerne geblieben wäre, darf uns nicht kalt lassen", erklärt die SPD dazu.

Die SPD verweist in diesem Zusammenhang auf ihren bereits im August 2024 beschlossenen Antrag zur modernen Stadtentwicklung, der ausdrücklich eine frühzeitige Beteiligung der Bürgerschaft und der ansässigen Gewerbetreibenden vorsehe. „Hätten wir diese Grundsätze bei der Planung der Seestraße angewendet, wäre die Situation heute womöglich weniger angespannt.“

Gelnhausens Sozialdemokraten fordern daher:

  • Konsequente Einbindung der Bürgerinnen und Bürger sowie der Gewerbetreibenden bei allen weiteren Projekten im Innenstadtbereich
  • Überprüfung der verkehrlichen Situation in der Seestraße insbesondere hinsichtlich der Erreichbarkeit für ältere Menschen und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen
  • Aktive Standortpolitik, die bestehende Betriebe hält und neue anzieht
  • Offenen Dialog über die Zukunft der Innenstadt bis zur Fertigstellung der Kinzighöfe

„Wir stehen an der Seite der Geschäftsleute und der Bürgerinnen und Bürger“, fasst die SPD zusammen. „Die Seestraße zeigt exemplarisch, wie wichtig eine integrierte Stadtentwicklung ist. Gelnhausen braucht eine Innenstadtpolitik, die mit den Menschen gestaltet wird – nicht über ihre Köpfe hinweg.“

seestrassegelnhausen az

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Kommentare

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Eule
5 monate vor
Unglaublich.
Wenn ich die Situation in der Seestraße anschaue. Das Geld das da investiert wurde ist völlig zu Fenster raus geschmissen.
Den Fahrradweg hätte man einfach in eine Richtung anlegen können. In die entgegengesetzte Richtung hätte es, der schon vorhandene Weg am Kinzigufer, auch getan.
Ein Großteil der Parkplätze hätte erhalten bleiben können und müssen.
Es sind die Geschäfte die leiden.
Nun stehen mehrere Hochbeete mit Pflanzen auf dem Bürgersteig. Die haben wieder ein Haufen Geld gekostet. Wenn sie denn wenigstens gerade stehen würden, dann würden sie ins Bild passen. Aber selbst das ist nicht der Fall!
Vom Joh Areal will ich erstmal garnicht anfangen.
Hier wird von Seligenstadt berichtet, die ihre Situation im Griff haben. In Schlüchtern war das ehemalige Kaufhaus schon im Sommer umgebaut...
Können sich die Politiker in Gelnhausen nicht mal eine Scheibe von den Städten, die es besser machen, abschneiden?
Ich frage mich wirklich was hier in Gelnhausen falsch läuft.
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1
Hätteesgernschönhier
5 monate vor
Leute, seht es doch einfach ein. Der Einzelhandel wird so nicht mehr wiederkommen. Gestern war ich 1 Std. unterwegs und habe einen speziellen Artikel gesucht und nicht gefunden. Ende. Ich werde im Internet bestellen. Wandelt die Geschäfte in Wohnraum um, dann ist was gewonnen.
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3
Der alte Hochstädter
5 monate vor
In Bezug auf Textilien und Schuhe werden sich Frauen sicherlich nicht mit dem Online-Handel allein zufrieden geben. Man will sehen, fühlen und testen, was man erwirbt. Dasselbe trifft auf Uhren und Schmuck zu. Und dass die Kleinmarkthalle in Frankfurt Main immer noch besteht, ist ein Beweis dafür dass nicht alle sich mit dem Internet als Marktforum zufrieden geben. Auch gibt es immer noch einen Bedarf an Beratung.
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Hätteesgernschönhier
5 monate vor
zitiere Der alte Hochstädter:
. Man will sehen, fühlen und testen, was man erwirbt.


Dass man das will verstehe ich. Aber will man es auch bezahlen? Wieviele suchen Artikel im Laden aus und bestellen dann im Internet, weil es da billiger ist? Billiger, weil es eben keine Ladenkosten gibt. Die Menschen sind so. Heute will jeder alles. Und das möglichst billig oder umsonst.
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1
Jürgen
5 monate vor
Wer nicht mit der Zeit geht geht mit der Zeit. Man muss auf Entwicklungen wie Online Handel und Digitalisierung reagieren. Dazu gehören auch neue Konzepte wie Popup Stores und mehr Events. Die Leute brauchen etwas, was es in den anderen Städten nicht gibt.
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Kaa Lust mehr
5 monate vor
Sagt der, welcher bei Temu kauft?

Popupstores? Sowas wie der Joh damals als letzte Idee?

Was passiert eigentlich mir dieser Ruine? Bald steht die Waschbetonhalle noch unter Denkmalschutz. Oder will man das?
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2
MB
5 monate vor
Die sogenannte Stadtpolitik ist seit Jahrzehnten dabei sich gegenseitig auf die Füsse zu treten und zu blockieren. Dabei ist der Bürger nur ein lästiger Störfaktor, der das Gefühl nicht los wird, dass die Stadtobersten ihre Position mit "Eigenfürsorge" verwechseln und ihren Aufgaben, für die sie bezahlt werden, nicht nachkommen. Da bewegt sich die Bundesbahn trotz seiner eigenen Probleme schneller und ökonomischer als die Stadtpolitik GN. Baugebiet Meerholz, Omegabrücke, Joh, Stadthalle bilden dabei nur einen Ausschnitt unvollendet und unrühmlicher "Jahrhundertprojekte".
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Frieden
5 monate vor
Alles nützliche und Sinnvolle geht Freiwillig oder verschwindet, nur die Nutzlosen und Sinnlosen Politiker bleiben.

Finde den Fehler...
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1
Prof. ad. Wilfried W
5 monate vor
Vergessen sie nicht die Integrierten Schulden der Stadt GN.

Diese beliefen sich (amtl. Statistik per 31.12.24) auf:

57.839.434,-- € !

Von einem Return on Investment (RoI) habe ich bisher nichts
vernommen ...
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Holger Saß
5 monate vor
das STÄDTEBAU DESASTER zieht sich wie ein schwarzer Schleim durch die Straßen von Gelnhausen und lähmt mittlerweile alles.
Klar, es muss repariert und gebaut werden, und die Fehler der vergangenen Jahre lassen sich nicht in 1-2 Monaten beseitigen!
Aber die zum HIMMEL SCHREIENDE UNKOORDINIERTE RUMBAUEREI UND SPERRUNG DER STRASSEN, das ist wirklich Dilettantismus auf höchstem Niveau.
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Bieber Wilfried
5 monate vor
Ich war selbst fast 4 Jahrzehnte Gewerbetreibender in Gelnhausen. Das war schon immer so die Belange der Gewerbetreibenden wurden noch nie ernst genommen, bzw. wussten die Verantwortlichen in der Stadtverwaltung immer alles besser.
Das Ergebnis sieht man nun.
Hochmut kommt vor dem Fall.
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Anja Hauser
5 monate vor
GN schafft sich seit Jahren konsequent ab. Seit Jahren ist GN ohne Stadthalle, alles im Zentrum ist zu eng, zu alt, zu langweilig, zu schwer zu erreichen. Die Stadt ist nicht mehr zu retten. Viel Zeit und Geld wurden mit Investoren und Phantasieplänen vergeudet.
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Extra Drei
5 monate vor
Mit der Seestraße hat sich Gelnhausen für alle Satireformate von extra 3 bis quer qualifiziert. Glückwunsch
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