Liquiditätsprobleme hatte das Hotel am Ende des vergangenen Jahres in eine finanzielle Schieflage gebracht, die bereits geplante familieninterne Übertragung konnte daher nicht rechtzeitig abgeschlossen werden. Christel und Franz Ebner, sie hatten die ehemalige Getreidemühle 1978 gekauft und zu einem Hotel-Restaurant umgebaut, ziehen sich jetzt aus dem Hotelgeschäft komplett zurück. Ihr Sohn Thomas, der die Anlage seit 2004 von seinen Eltern gepachtet hatte, wird Eigentümer und führt den Betrieb bereits seit 1. Februar als Einzelunternehmer weiter.
Für den Umsatzeinbruch von zirka 30 Prozent sind laut Ebner vor allem die jahrelangen Baumaßnahmen in Gelnhausen verantwortlich. Dass diese sinnvoll und nötig waren, bestreitet er nicht, „sie hätten aber früher angefangen und straffer durchgezogen werden können“. Seine Hotelanlage sei zeitweise nur über die Müllerwiese erreichbar gewesen, vor allem Wochenend-Touristen hätten die eigentlich gut ausgeschilderte Unterkunft nicht mehr gefunden. Nach der Freigabe der Bahnunterführung in Richtung Altenhaßlau habe sich die Situation deutlich verbessert, Gäste könnten jetzt zumindest über die Autobahnausfahrt Gelnhausen-Ost zum Hotel geleitet werden. Eine weitere Entspannung erhofft sich Ebner, wenn im Frühjahr der Bahnhofsvorplatz in Gelnhausen fertiggestellt wird.
„Die Zukunft des Hotels ist nicht gefährdet“, sei die Auftragslage für 2014 außerordentlich gut, zudem gäbe es nach zahlreichen Gesprächen mit Betriebsberatern und Banken jetzt eine feste Marschroute für die nächsten Jahre. Ebner will 200.000 Euro in den Hotelkomplex investieren, geplant sind die Renovierung der Außenfassade und die Modernisierung der Bäder. Optimistisch stimmen ihn auch die Umsatzzahlen vom Jahreswechsel 2013/2014, die schon wieder einen deutlichen Aufwärtstrend gezeigt hätten.



