Zu den Gratulanten zählte auch Gelnhausens Bürgermeister Christian Litzinger (CDU), der nicht nur Glückwünsche im Namen der Barbarossastadt überbrachte, sondern auch die Glückwunschurkunde von Ministerpräsident Boris Rhein überreichte.
Karin Dörr ist Rötherin durch und durch – obwohl sie dort weder geboren wurde noch ihre ersten sechs Lebensjahre verbracht hat. Ihre Mutter und Großmutter stammten beide aus Roth und bereits als Kind kehrte sie mit ihrer Familie in die alte Heimat zurück. Nach ihrer Hochzeit führte sie der Beruf ihres Mannes für fast 15 Jahre an verschiedene Orte in Deutschland, ehe sie sagte: „Jetzt reicht’s, ich bleibe jetzt hier.“ Das war 1970, als die Familie gerade wieder in Roth lebte. Dort blieb sie bis zum heutigen Tag.
„Mein Kinzigtal, meine Heimat“, unterstrich Karin Dörr an ihrem Geburtstag ihre Verbundenheit mit dem Ort und der Region. Der Blick hinab ins Tal bereitet ihr bis heute große Freude und gerne denkt sie dabei an schöne Zeiten zurück, etwa als sie in der Kinzig schwimmen lernte. Auch nach über fünf Jahrzehnten fühlt sie sich hier sehr wohl und das war ihr an ihrem Geburtstag deutlich anzumerken. Dazu tragen vor allem die Menschen in ihrem Heimatort bei. Sie habe stets die Offenheit der Menschen hier sehr geschätzt, betonte Karin Dörr. Sie selbst sei auch ein sehr offener Mensch, daher habe das gut gepasst.
Ihre Offenheit und Freude am gemeinsamen Miteinander führten sie früh in verschiedene Vereine. Die Jubilarin bezeichnet sich selbst als einen Vereinsmensch. Bis heute ist sie in Roth Mitglied im Turnverein und im Gesangverein und nimmt weiterhin regelmäßig an den Vereinsaktivitäten teil. „Wir suchen noch neue Männerstimmen“, ließ es sich die passionierte Chorsängerin beim Besuch des Bürgermeisters nicht nehmen, ihn gleich zum Mitmachen einzuladen.
Mit Freude blickte sie auch auf ihre aktive Zeit beim Fußballverein Melitia Roth zurück. Dort war sie Spielerin in der Frauenmannschaft, in einer Zeit, als es nur sehr wenige Frauenmannschaften gab. Ihr damaliger Spielerpass aus dem Jahr 1971, den ihr Sohn wiedergefunden hatte, sorgte während ihrer Erzählungen für großes Interesse unter den Gästen.
„Ich kann nur jedem raten, geht in einen Verein“, lautet Karin Dörrs Appell an alle. Im Zusammenhang mit ihrer Vereinsbegeisterung zeigte sie sich sehr erfreut darüber, dass die Stadt das Gebäude „Kinzigtal“ in Roth erworben hat und den örtlichen Vereinen weiterhin zur Verfügung stellt.
Bürgermeister Christian Litzinger wünschte Karin Dörr weiterhin alles Gute, Gesundheit und noch viele schöne Jahre im Kreise ihrer Familie und Freunde.


