"Die Bürgerinnen und Bürger von Großkrotzenburg haben bei der Kommunalwahl ein vielfältig zusammengesetztes Parlament gewählt. Keine Fraktion verfügt allein über die Mehrheit. Dieses Wahlergebnis versteht die SPD als Auftrag, miteinander ins Gespräch zu kommen, Verantwortung zu teilen und gemeinsam Lösungen für die Herausforderungen unserer Gemeinde zu entwickeln. Die gemeinsame Liste für den Gemeindevorstand ist ein demokratisch legitimiertes und im hessischen Kommunalrecht ausdrücklich vorgesehenes Instrument. Sie ermöglicht es, unterschiedliche politische Sichtweisen in die Verantwortung einzubinden. Ziel war, ein ausgewogenes Kräfteverhältnis in den gemeindlichen Gremien zu ermöglichen und Verantwortung auf mehrere Schultern zu verteilen. So besteht der Gemeindevorstand aus je 2 Mitgliedern der CDU, der Initiative sowie aus je einem Mitglied von Grünen, Freien Demokraten und SPD. Damit wird dem sehr differenzierten Wahlergebnis aus Sicht der SPD Rechnung getragen. Die aktuellen Herausforderungen rund um die Genehmigungsfähigkeit des Haushalts zeigen, wie wichtig es ist, unterschiedliche Erfahrungen, Fachkenntnisse und Perspektiven in die Verantwortung der Gemeinde einzubinden. Gleichzeitig zeigt dies, wie wichtig es ist, Verantwortung gemeinsam zu tragen und unterschiedliche Kompetenzen für die Zukunft unserer Gemeinde zu nutzen", heißt es in einer Pressemitteilung.
Für die SPD lebt Demokratie von Beteiligung, gegenseitigem Respekt, Kommunikation und dem Ausgleich unterschiedlicher Interessen: "Unterschiedliche Meinungen sind kein Hindernis, sondern eine Stärke unserer demokratischen Kultur. Deshalb halten wir es für richtig, dass Verantwortung in Großkrotzenburg von mehreren politischen Kräften getragen wird. Dies bedeutet ausdrücklich nicht, gegen einzelne Parteien zu arbeiten. Im Gegenteil: Die SPD wird weiterhin mit allen demokratischen Fraktionen sowie mit der Bürgermeisterin sachlich und konstruktiv zusammenarbeiten, wenn es um das Wohl unserer Gemeinde geht. So sind drei Schlüsselfunktionen mit CDU-Mitgliedern besetzt. Die direkt gewählte Bürgermeisterin ist zugleich die Vorsitzende des Gemeindevorstands, der Vorsitzende der Gemeindevertretung und auch der Vorsitzende des wichtigsten Ausschusses, des Haupt- und Finanzausschusses, wurden mit den Stimmen der SPD gewählt und auch von Initiative und Freien Demokraten unterstützt. Mit Bedauern nehmen wir wahr, dass die öffentliche Debatte zuletzt teilweise von Unterstellungen über die Motive einzelner Fraktionen geprägt war. Wir sind überzeugt, dass die Bürgerinnen und Bürger eine Politik erwarten, die sich auf Inhalte konzentriert und respektvoll miteinander umgeht. Persönliche Angriffe helfen da nicht weiter. Die kommenden Jahre werden von wichtigen Entscheidungen geprägt sein. Die finanzielle Situation der Gemeinde, die Entwicklung zentraler Projekte, die Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts und die Sicherung einer lebenswerten Zukunft für Großkrotzenburg erfordern verantwortungsvolles Handeln aller Beteiligten. Unser Maßstab bleibt dabei derselbe wie vor der Wahl: Wir wollen Politik für alle Menschen in Großkrotzenburg gestalten – unabhängig davon, welche Partei sie gewählt haben. Wir reichen allen demokratischen Kräften die Hand, um gemeinsam Verantwortung zu übernehmen, Vertrauen zu stärken und Großkrotzenburg gerade bei den vorliegenden Herausforderungen für unsere Gemeinde und ihre Bürgerinnen und Bürger erfolgreich in die Zukunft zu führen."




Kommentare
Wie kann das sein? Die SPD stellt doch mit B. Pistorius den mit Abstand beliebtesten Politiker dieses Landes!
Wird der vielleicht von denen verehrt, die ein bisschen Krieg nicht so schlimm finden? Offenbar wollen die aber dann nicht die "Sozis" wählen.
Ein "Weiter so", in dem sie etwa Willy Brandt wegen parteischädigendem Verhalten posthum aus der Partei ausschließen und seinen Friedensnobelpreis parteiintern an den jetzigen Verteidigungsminister weiterreichen, wäre denkbar - dass das allerdings zusätzlich Stimmen bringt, ist nicht garantiert .
Jedenfalls ist auch den Krotzenburger Genossinnen und Genossen anzuraten, sich nicht mit Marginalien zu beschäftigen, denn momentan sieht es danach aus, dass der ältesten bundesdeutschen Partei das Aus droht.
Und dann?
Wenn Sie schon Die Bürger/innen von Großkrotzenburg ausgrenzen und gegeneinander ausspielen wollen: dann nennen Sie klar und deutlich, wen Sie meinen!
Im übrigen wird von der SPD stets auf wechselnde Mehrheiten gesetzt: Das ist urdemokratisch.
Das sollte doch auch in Großkrotzenburg funktionieren.