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Mit dem Umweltamt am Ruhlsee

Mit dem Umweltamt am Ruhlsee
Foto: Aylin Muradova

In der vergangenen Woche traf sich die Gesellschaft für Naturschutz und Auenentwicklung (GNA e. V.) mit Fachleuten des Amtes für Umwelt, Naturschutz und ländlicher Raum, um über den Langenselbolder Ruhlsee zu informieren.

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Graugans, Kanadagans, Nilgans, Haubentaucher, Zwergtaucher, Kormoran, Krickente, Tafelente, Reiherente, Schwarzstorch, Weißstorch, unterschiedliche Watvögel und viele weitere Arten sind im Vogelparadies Ruhlsee im Naturschutzgebiet „Kinzigaue von Langenselbold“ zu sehen. Auch seltene und bedrohte Pflanzenarten wie Orchideen wachsen auf die umliegenden Grünlandflächen. Doch das Leben im Auengebiet blühte erst nach der Renaturierung 2009 bis 2010 unter der Leitung des GNA-Teams Susanne Hufmann und Günter Könitzer richtig auf.

Wichtiger Lebensraum. Während der Exkursion berichteten Hufmann und Könitzer über die Maßnahmen im Einzelnen. Da, wo zuvor steile Ufer das Bild des Sees prägten, wurden durch die engagierte Arbeit der beiden Naturschützer flache Ufer und Flachwasserzonen geschaffen. Dadurch konnten sich Schilf- und Röhrichtsäume sowie Wasser- und Schwimmblattpflanzen entwickeln, wodurch verschiedene Lebensräume entstanden. Beide betonten: „Der Ruhlsee ist von großer Bedeutung für die Tier- und Pflanzenwelt.“

Genauso ist es! In jedem Frühling und Herbst ist der Ruhlsee Rast- und Nahrungsplatz für Hunderte Zugvögel. Damit diese sich ungestört von ihren langen Reisen erholen können, ist es wichtig, dass Hundebesitzer:innen ihre Tiere immer an der Leine führen. Ebenso wichtig ist es, dass Besucher:innen nur die ausgewiesenen Wege zu nutzen.

Die neu entstandenen Lebensstätten und Biotope sollten auf jeden Fall respektiert werden. Leider ist dies in der Vergangenheit nicht immer geschehen. So wurden beispielsweise Hornisssennester zerstört. Glücklicherweise errichtete die Stadt Langenselbold einen großen Baumstumpf, wo sie heutzutage ihr Nest ungestört bauen können. Hornissen sind wichtig für die natürliche Regulierung der Insektenpopulationen.

Die Exkursion endete mit einem intensiven Austausch über den See sowie über das Beobachten der Vogelwelt zu den verschiedenen Jahreszeiten. Wegen der Überflutung der Sandbank war dies an diesem Nachmittag allerdings nur bedingt möglich, da nur wenige Vogelarten am Südufer rasteten.

Doch nicht nur das erschwert zurzeit noch die Vogelbeobachtung. Der Graben zwischen See und den Wiesen am Nordufer ist im Laufe der Zeit von Gehölzen bewachsen, was wie eine Trennlinie wirkt.

Das ist nicht nur für Besucher:innen enttäuschend, die keine direkte Sicht auf den See haben, sondern auch für schützenswerte Wiesenbrüter wie den Kiebitz und die Bekassine problematisch, die offene Landschaften bevorzugen. Daher ist eine kontinuierliche Pflege dieser Landschaft sowohl aus touristischer als auch aus naturschutzfachlicher Sicht wichtig.

Hintergründe: Die Renaturierung des Ruhlsees wurde in den Jahren 2009 und 2010 als Ausgleichsmaßnahme für den Bau der A 45 durchgeführt. Seitdem arbeitet die GNA gemeinsam mit der Stadt Langenselbold daran, Naturschutz und Erholung in Einklang zu bringen. Mit Unterstützung der Fraport AG konnte ein Lehrpfad rund um den See sowie mehrere Informationstafeln errichtet werden. Darüber hinaus befinden sich zwei Beobachtungsstände an den Ufern des Sees, um Besucher:innen die Möglichkeit zu geben, die vielfältige Vogelwelt am Ruhlsee zu erkunden und gleichzeitig die Landschaft zu genießen.

Mehr Informationen zum Projekt finden Sie online unter:
gna-aue.de/projekte/langenselbolder-ruhlsee/
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Die GNA e.V. setzt sich mit vielen Projekten für den Schutz der Natur und Artenvielfalt im Main-Kinzig-Kreis ein. Damit das auch in Zukunft gelingt, ist die gemeinnützige Naturschutzorganisation auf Unterstützung angewiesen. Spenden auf das Konto der GNA bei der Raiffeisenbank Rodenbach mit der IBAN DE 75 5066 3699 0001 0708 00 können steuerlich geltend gemacht werden. Einen selbst gewählten Geldbetrag spenden, Bescheinigung anfordern gna.aue@web.de und dem Finanzamt vorlegen. Ganz einfach. Mehr Informationen unter www.gna-aue.de.

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Fotos: Aylin Muradova

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